Bauarbeiten starten im Hertie-Haus

Jan und Per Dumno sammeln alte Aufzug-Technik.
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  • Jan und Per Dumno sammeln alte Aufzug-Technik.
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Stille, Dunkelheit und eine Menge Staub im Inneren, dröhnende Bagger vor der Tür - am Hertie-Haus laufen die ersten Arbeiten für den großen Umbau. Aufzug-Sammler retteten am Donnerstag Kaufhaus-Nostalgie vor dem Schrottplatz.

Der Tresor mit der schweren Eisentür unter dem Dach ist so leer wie die Regale in den Etagen, die Rolltreppen stehen still und über allem liegt Staub. Der Gang durch das alte Hertie-Haus erinnert an andere Zeiten, an Kunden-Schlangen an den Kassen und die Lebensmittel-Abteilung im Untergeschoss. Donnerstag begannen die Arbeiten und Stück für Stück verändert der Koloss nun sein Gesicht. Der Bauverein zu Lünen baut den Klotz für rund zehn Millionen Euro zu schicken Stadtwohnungen um und schafft Platz für Einzelhandel. "Wir haben den Auftrag für den Teilabriss erteilt und sind froh, dass wir mit der Märkischen Tiefbau ein Fachunternehmen aus Lünen für diesen Schritt gefunden haben", so Friedhelm Deuter, Vorstandsvorsitzender beim Bauverein, dem Eigentümer des Gebäudes und Bauherrn für das Großprojekt. Schlag auf Schlag geht es nach dem Zeitplan am alten Kaufhaus voran, Montag kommt der Baukran und in Kürze beginnt ein Bagger in einer spektakulären Aktion mit den Vorbereitungen für den Lichthof auf dem Hertie-Dach. Baustellen-Interessierte können die Arbeiten verfolgen, dank einer Webcam auf dem Rathaus.

Aufzug hinter Sperrholz-Wand

Erinnerungen retten, das war am Donnerstag die Mission zweier Sammler. Diplom-Ingenieur Jan Dumno und Per Dumno sind Aufzug-Fans. Die Brüder holen mit Erlaubnis des Bauvereins alte Aufzug-Technik wie Schalttafeln und Anzeigen aus dem Hertie-Haus. Die Begeisterung für das Thema packte Jan Dumno schon in seiner Ausbildung zum Stahlbauschlosser bei einer Aufzugsfirma in Münster - nun träumt der Experte aus der Nähe von Frankfurt am Main von einem Aufzugsmuseum, den die alten Schätze sind zu schade für die Garage. Die Hertie-Immobilie birgt zwar keine ganz alte Technik, dafür aber so manche Überraschung. "Hinter einer Sperrholzplatte fanden wir einen stillgelegten Aufzug", erzählt Jan Dumno. Der Lift stand in seinem Versteck nach Vermutungen der Experten seit etwa zwanzig oder dreißig Jahren auf der Stelle und ist eine kleine Besonderheit. Knöpfe auf der Schalttafel zeugen von einer Ära, die längst Vergangenheit ist - der Zeit der Aufzug-Führer.

Mehr zum Thema:
>Bauverein kauft Hertie-Immobilie

Autor:

Daniel Magalski aus Lünen

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