Oma steckte die Früchtchen ins Glas

Waschen, wiegen und pürieren: So wird aus den Früchtchen leckere Marmelade.
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Wenn's bei den Schollis ums Eingemachte geht, dann drohen nicht etwa Zeugnis, Klausuren oder ein Sporttest. Leckereien im Glas standen auf dem Stundenplan. Einkochen wie zu Omas Zeiten.

Einkochen ist trotzdem nicht nur was für alte Leute. In der Schulküche der Geschwister-Scholl-Gesamtschule wird geschnibbelt, gewogen und gerührt. Zehn Kilo Erdbeeren, sechs Kilo Äpfel, 5 Pfund Aprikosen, kiloweise Johannisbeeren. Alles soll zu Muß und damit zu Marmelade werden. Im Einkochkessel gart schon Mettwurst im Glas, die der Lüner Fleischer Wilhelm Scharbaum spendiert hat. Ingrid Nordhoff-Spinne hat alles im Blick. Sie ist Expertin, wenn's um saure Gurken und süße Früchtchen geht. Die Selmerin ist Meisterin der ländlichen Hauswirtschaft mit eigenem Hofladen und es gibt fast nichts, was bei ihr nicht ins Einkochglas kommt.

Die Idee zum Projekt hatten Susanne Eschert vom Pflegedienst Eschert und Lehrerin Stefanie Pohlmann. Dass Schüler der Klasse 9 im Hauswirtschaftskurs von Senioren lernen, gehört zum Konzept. "Die alten Traditionen gehen nicht verloren", freut sich Susanne Eschert, die selbst einkocht. Später soll auch noch Kuchen im Glas gebacken werden. Die Pflegedienst-Kundinnen sind gerne dabei und es klappt super. Erika Hölscher ist so ein alter Hase in der Kunst der Marmeladen-Herstellung. "Früher habe ich selbst Marmelade gekocht", erzählt die 80-Jährige. Heute gibt sie den Schülern gute Tipps und schleppt Gläser heran. Gläser brauchen die Schüler eine ganze Menge. Denn schnell ist die Marmelade fertig. Noch die Gelierprobe auf dem kalten Teller. Wird die Marmelade fest, ist alles in Ordnung. Landfrau Nordhoff-Spinne nickt zufrieden. Betül und Cheyan kennen sich eben aus in der Marmeladen-Küche. "Wir haben das ja nicht zum ersten Mal gemacht", grinsen die Schülerinnen. Kelle für Kelle landet die süße Masse im Glas. Und wie das duftet... Kein Wunder, dass Oma die Vorratskammer ihre "beste Stube" nannte. Was damals gut war, schmeckt auch noch heute.

Autor:

Daniel Magalski aus Lünen

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