GFL setzt sich für Erhalt des CAP-Marktes „In der Geist“ ein und unterstützt angelaufene Unterschriftenaktion

Die Nahversorgung im Geistviertel ist erneut gefährdet: Rund eineinhalb Jahre nach der Eröffnung des CAP-Marktes an der Friedrichstraße, der vor allem den älteren und nicht mehr so mobilen Menschen in dem Quartier kurze Wege beim Einkauf bescherte, hat der Betreiber, die Diakonischen Integrationsbetriebe Dortmund-Bochum-Lünen, leider die Insolvenz angemeldet. Das Verfahren ist am 5. Mai eröffnet worden.

GFL-Ratsmitglied Dr. Ulrich Böhmer, der für den Rat auch wieder in der Geist kandidiert, sieht die Nahversorgung der Bürgerinnen und Bürger dort gefährdet. Insolvenz muss aber nicht das Ende bedeuten, betont Uli Böhmer. Häufig können Insolvenzverfahren mit einer Weiterführung des Betriebs beendet werden. Im Fall aber des negativen Ausgangs der Insolvenz müssten die Anwohner weitere Wege in Kauf nehmen oder ihre Kinder und andere Verwandte und Freunde um Einkaufsfahrten bitten. Gerade für Senioren und Behinderte ist dies möglichst zu Vermeiden.

Spontan sind sofort nach Bekanntwerden von den Anwohnern fast 200 Unterschriften gesammelt worden, um für den Erhalt des Ladens zu kämpfen. Böhmer appelliert zunächst einmal an den Vermieter Vivawest, mit einer Senkung der Miete dem Laden wieder eine Chance zu geben.

Weitere Gespräche sollen in den nächsten Tagen geführt werden, um den Laden zu retten. Er war Mitte September 2012 nach schwierigen und langwierigen Verhandlungen eröffnet worden. Hinter dem Geschäftsmodell, das die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung (also mit Handicaps – daher der Name) vorsieht, stehen außer der Diakonie als Unterstützer die Aktion Mensch, die Stiftung Wohlfahrtspflege und der Landschaftsverband Westfalen-Lippe. Nur mit deren Hilfe kann ein solcher Laden betrieben werden, der jetzt in finanzielle Schwierigkeiten geraten ist.

Autor:

Gerd Kestermann aus Lünen

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