Landrat Michael Makiolla: Attraktivität des Kreises Unna durch Vorteile der Großstadt und der Kleinstadt

Landrat Michael Makiolla (rote Krawatte) stand den Jungsozialist*innen und jungen Menschen im Kreis Unna Rede und Antwort.
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  • Landrat Michael Makiolla (rote Krawatte) stand den Jungsozialist*innen und jungen Menschen im Kreis Unna Rede und Antwort.
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Der Juso-Unterbezirk Unna durfte in seiner letzten Sitzung Landrat Michael Makiolla als Gast und Gesprächspartner in Lünen begrüßen. Makiolla informierte die Jusos über die aktuellen politischen Themen im Kreis, insbesondere über die Integration von Flüchtlingen und die Attraktivität des Kreises Unna in der Zukunft.
Im Anschluss diskutierten die rund 20 Jungsozialistinnen und Jungsozialisten sowie interessierten jungen Bürgerinnen und Bürger, die an der Veranstaltung teilnahmen, über diese und weitere Themen, stellten Makiolla viele Fragen und gaben ihm wichtige Anregungen ins Kreishaus Unna mit.

Landrat Michael Makiolla berichtete, dass gut 4.000 Geflüchtete langfristig im Kreis Unna bleiben werden, was 1% der 400.000 Kreisbürgerinnen und Kreisbürger ausmache und damit eine sehr gut machbare Aufgabe sei. Die Integration der Geflüchteten funktioniere hier sehr gut, insbesondere Kinder integrierten sich schnell und problemlos in ihre Schulklassen. Das liege am besonderen Integrationskonzept für Schülerinnen und Schüler, das den Kreis Unna von anderen Kreisen und Städten wie Dortmund unterscheide: Hier gibt es das sogenannte Go-In-Konzept, durch das Flüchtlingskinder nicht in Auffangklassen unterrichtet, sondern direkt in Regelklassen integriert werden.
Eine Herausforderung sei die Integration der Erwachsenen in den Arbeitsmarkt, doch es gebe sehr gute Einrichtungen, die Geflüchtete bei der Arbeits- und Ausbildungssuche unterstützen: u.a. den Integration Point in Kamen, in dem die Arbeitsagentur, das Jobcenter und der Kreis Hand in Hand zusammenarbeiteten und die großen Potentiale der Geflüchteten nutzten. Makiolla kündigt an, dass es bald Außenstellen des Integration Points z.B. in Lünen und Unna geben wird.
Darüber hinaus schätzt der Landrat das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger des Kreises Unna sehr: Rund 2700 Ehrenamtliche engagieren sich in der Flüchtlingshilfe und tragen einen enormen Teil dazu bei, dass die Integration gelingt.
Einen Wunsch hat Michael Makiolla jedoch: Er fordert, dass die Kosten der Unterkunft für die Geflüchteten, die einen hohen zweistelligen Millionenbetrag pro Jahr im Kreishaushalt ausmachen, vollständig vom Bund übernommen werden, weil sie sonst über die Kreisumlage ein zu hohes finanzielles Risiko für die Kommunalhaushalte darstellen. Hierfür bittet er die Jusos um Unterstützung.

Darüber hinaus diskutierten die Jusos Kreis Unna mit Landrat Michael Makiolla über Probleme und Chancen unseres Kreises in der Zukunft.
Eine Herausforderung sei die Arbeitslosigkeit, insbesondere die Langzeitarbeitslosigkeit. Um diese zu bekämpfen, fordert Makiolla einen öffentlichen finanzierten Arbeitsmarkt mit öffentlichen Initiativen, denn der Kreis wolle nicht Arbeitslosigkeit, sondern Beschäftigung finanzieren. Gleichzeitig sei aber die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen seit 10 Jahren um knapp 25.000 gestiegen, was Anlass zur Hoffnung gebe. Die Jungsozialistinnen und Jungsozialisten fragten zudem konkret nach der Jugendarbeitslosigkeit im Kreis. Zu Anfang seiner Amtszeit habe Makiolla sich das Ziel gesetzt, sie bis 2020 zu halbieren, und sei auf einem sehr guten Weg, dieses Ziel zu erreichen.
Der Kreis Unna hat sehr viele Vorteile, die ihn attraktiv und lebenswert machen. Er ist die Logistikregion Nummer 1 in Nordrhein-Westfalen und gleichzeitig herrscht hier eine ausgewogene Wirtschaftsstruktur, auch mit nennenswerter Industrie. Die zehn kleinen und mittelgroßen Städte haben funktionierende Ortsteile, teilweise dörfliche Strukturen und überschaubare Gemeinschaften, die das Zusammenleben sehr angenehm machten, anders als in den großen Ruhrgebietsstädten, und gleichzeitig sind alle Angebote der Großstädte gut und schnell erreichbar. Der Kreis Unna kombiniert also die Vorteile der ländlichen Struktur und der Großstadt, ohne unter den Nachteilen einer Großstadt zu leiden. Der Landrat betonte, dass wir diese Vorteile und die damit verbundene Attraktivität unserer Kreises noch besser kommunizieren müssen.

Wir freuen uns sehr, dass Landrat Michael Makiolla sich die Zeit genommen hat, uns die aktuellen politischen Themen im Kreis Unna vorzustellen und anschließend mit uns zu diskutieren. Er hat uns zu allen Fragen Rede und Antwort gestanden und die Anregungen der jungen Generation mit ins Kreishaus genommen.
„Die große Resonanz auf unsere Veranstaltung von Jusos und interessierten Nicht-Jusos aus dem ganzen Kreisgebiet zeigt, dass sich die jungen Menschen im Kreis immer stärker auch in die Kreispolitik einmischen und sie mitgestalten wollen“, resümiert die stellvertretende Vorsitzende der Jusos Kreis Unna Nina Kotissek, die die Veranstaltung moderiert hat. „Wir sind sehr froh, dass Michael Makiolla ein offenes Ohr für die Anliegen der Jugendlichen und jungen Erwachsenen hat.“
Insbesondere bei den Themen, die die jungen Menschen im Kreis Unna betreffen, stimmen die Jusos dem Landrat zu: „Wir freuen uns, dass Michael Makiolla das Go-In-Konzept genauso unterstützt wie wir, denn so können die jungen Geflüchteten am besten und schnellsten in unsere Gesellschaft integriert werden. Außerdem unterstützen wir die Bemühungen des Landrats, die Jugendarbeitslosigkeit im Kreis zu halbieren. Unser Ziel ist, dass jeder junge Mensch im Kreis einen Ausbildungs- oder Studienplatz und im Anschluss einen Job bekommt, am besten ebenfalls im Kreis Unna“, sagt Nina Kotissek.
Auch in der Zukunft werden die Jusos Kreis Unna den Kontakt zu den EntscheidungsträgerInnen im Kreis und darüber hinaus aufrecht erhalten, um gemeinsam unseren Kreis noch attraktiver und lebenswerter zu gestalten.

Landrat Michael Makiolla (rote Krawatte) stand den Jungsozialist*innen und jungen Menschen im Kreis Unna Rede und Antwort.
Die stellvertretende Juso-Vorsitzende im Kreis Unna Nina Kotissek (Mitte) moderierte die Diskussion mit Landrat Michael Makiolla.
Autor:

Nina Kotissek (SPD) aus Lünen

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