Brandstifter gesucht, Ermittlungskommission "EK-Zwille" läuft auf Hochtouren

Der abgebildete Kanister könnte dem Plastikbehälter am Tatort vergleichsweise ähneln.
  • Der abgebildete Kanister könnte dem Plastikbehälter am Tatort vergleichsweise ähneln.
  • hochgeladen von Siegfried Schönfeld

Die EK Zwille hat zu dem Brandfall vom 12.04.2020 auf einem Hof in Ellewick ein mögliches Tatmittel rekonstruieren können: Verbrannte Reste von Kunststoff lassen auf einen bestimmten Typ von Benzinkanister schließen, den ein Unbekannter angezündet und zurückgelassen hatte. Die Kreispolizeibehörde Borken hat wie berichtet angesichts der jüngsten Brandereignisse eine Ermittlungskommission beim Kriminalkommissariat 11 eingerichtet. Im April war es zu drei Brandeinsätzen in Vreden gekommen - in zwei Fällen gehen die Kriminalbeamten von Brandstiftung aus. Im dritten Fall scheint dagegen, wie bereits berichtet, eine technische Ursache vorzuliegen. Bei dem Vorfall in Vreden-Ellewick in der Nacht zum Sonntag 12.04.2020 hatte ein unbekannter Täter einen Plastikkanister angesteckt und auf die Hofeinfahrt eines landwirtschaftlichen Anwesens gestellt.
Gegen 02.00 Uhr sprang der Bewegungsmelder an - die Helligkeit schlug den Brandstifter womöglich in die Flucht. Die Flammen richteten glücklicherweise keinen Gebäudeschaden an. Die Polizei veröffentlicht nun ein Bild von einem Vergleichsmodell des verbrannten Kanisters. Möglicherweise vermisst jemand diesen Plastikbehälter und kann Hinweise geben. Der Vorfall zeigt, wie abschreckend eine technische Ausstattung, wie die eines Bewegungsmelders oder einer Überwachungskamera für Täter sein kann. Die Präventionsberater der Kreispolizeibehörde Borken informieren gerne über die Möglichkeiten das Eigenheim zu schützen. Die Beratung ist kostenlos: Tel. (02861) 900-5555. Die Ermittler der "EK Zwille" setzen alles daran, die Vorfälle aufzuklären und den bzw. die Verantwortlichen zu ermitteln. Die Einrichtung einer eigenen Ermittlungskommission geschieht nicht zuletzt vor dem Hintergrund von zwei Brandserien, die in Sommer 2018 und 2015 im Raum Vreden und Ahaus für hohe Schäden und eine große Beunruhigung in der Bevölkerung gesorgt haben. Die Polizei hatte für die Brandstiftungen des Jahres 2015 einen Tatverdächtigen ermitteln können. In einem Prozess am Landgericht in Münster war der damals 32-Jährige im April 2016 zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden, die auch noch andauert. Die Beamten der Ermittlungskommission verfolgen mit Nachdruck alle Ansätze, die sich für ihre Ermittlungen ergeben.

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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