Polizeiinterne Broschüre "Arabische Familienclans -Historie. Analyse. Ansätze zur Bekämpfung."

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Die Polizei  an der Ruhr beschäftigt sich seit Jahren intensiv mit der Bekämpfung von Straftaten krimineller Mitglieder arabischer Großfamilien. Wie in anderen Deliktsbereichen bereits erfolgreich praktiziert - z.B. bei Straftaten zum Nachteil älterer Menschen, Wohnungseinbruchsdiebstahl und Taschendiebstahl - ist es für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Polizei besonders wichtig, Hintergrundwissen zu erlangen und erfolgsversprechende Arbeitsansätze bei der Bekämpfung, insbesondere von neuen Kriminalitätsphänomenen, zu gewinnen.

Deshalb ist es üblich, Fakten und Strukturen, beispielsweise in Form einer Broschüre oder auch Flyern zusammenzutragen, um die Handlungskompetenz operativ tätiger Polizeibeamter zu erhöhen. Wie in diesem Fall war es dem Polizeipräsidium Essen - als einer der ersten Behörden im Land NRW, die sich der intensiven Bekämpfung krimineller Familienangehöriger von Clanfamilien annahm - ein Anliegen, aus externer professioneller und wissenschaftlicher Sicht das Phänomen "Arabische Familienclans" zu analysieren. Die Landesregierung hatte zu Beginn der Legislaturperiode in ihrem Koalitionsvertrag der Bekämpfung der Clankriminalität besondere Priorität zugeschrieben und im Rahmen der Ruhr-Konferenz mehrere neue Projektideen entwickeln lassen, um diesem Kriminalitätsphänomen möglichst erfolgreich begegnen zu können.

Arabische Familienclans - Historie

Bei der im Fokus stehenden Broschüre "Arabische Familienclans - Historie. Analyse. Ansätze zur Bekämpfung." handelt es sich demnach um eine interne Kurzinformation für Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte. Sie ist ohne Quellenverweis oder Fußnoten erstellt worden, da sie lediglich als Handlungsempfehlung verstanden werden soll. Sie orientiert sich in der Kollektivbetrachtung an den im Projekt des Landeskriminalamtes (KEEAS) herausgearbeiteten Charakteristika und beschreibt ausgehend davon Spezifika und Hintergründe, die zur Bewältigung von Einsatzlagen, für die Ermittlungsarbeit und die behördenübergreifende Zusammenarbeit genutzt werden können. Im Fokus stehen dabei ausschließlich kriminelle Strukturen. Grundlage der Broschüre sind diverse wissenschaftliche Abhandlungen der Autorin sowie Erfahrungen, die Dienstbühl in Hospitationen, Interviews und Gesprächen mit Sozialarbeitern, Familienmitgliedern, Polizeibeamten und Angehörigen weiterer Behörden (u.a. kommunale Ämter, Jobcenter) zusammengetragen hat.

Straftaten verhindern

Das oberste Ziel der Polizei mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen sie Straftaten zu verhindern, Präventionsmöglichkeiten anzuwenden und die in Teilen organisierte Kriminalität zu bekämpfen. Um dieses gemeinsame Ziel zu erreichen, hat die Polizei Essen und Mülheim an der Ruhr andere Behörden, wie beide Kommunen, das Hauptzollamt Duisburg, Zollfahndungsamt Essen, die Finanzverwaltungen, die Bundespolizei, die Bezirksregierung sowie externe Berater und Wissenschaftler hinzugezogen. Die Broschüre dient demnach nicht als alleinige Grundlage, sondern wird durch interne Schulungs- und Fortbildungsmaßnahmen vervollständigt. Das polizeiliche Einschreiten sowie die polizeiliche Erfahrung werden regelmäßig evaluiert und entsprechend angepasst. Durch Frau Prof. Dr. Dorothee Dienstbühl sind neben der benannten Broschüre zum gleichen Themenkomplex  weitere wissenschaftliche Abhandlungen bereits veröffentlicht worden.

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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