Ausstellung im Chemiepark Marl über das KZ Buna-Monowitz (Auschwitz )

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Der Chemiekonzern I.G. Farben unter anderem Vorgänger der Chemischen Werke Hüls ließ ab 1941 in unmittelbarer Nähe zu dem Konzentrationslager Auschwitz die größte chemische Fabrik in Osteuropa bauen.  Jetzt gibt es eine Ausstellung im Informationscentrum des Chemieparkes Marl über das KZ Buna-Monowitz
Das KZ Buna-Monowitz sollte zugleich ein Baustein der "Germanisierung" der Region um Auschwitz werden. Neben deutschen Fachkräften setzte das Unternehmen auf der riesigen Baustelle tausende von Häftlingen aus dem KZ Auschwitz sowie Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter aus ganz Europa ein. Für die zunehmende Zahl von Häftlingen errichteten der Konzern und die SS, die eine intensive Zusammenarbeit verband, 1942 das firmeneigene KZ Buna-Monowitz. Tausende dort inhaftierte Menschen kamen durch die unmenschlichen Arbeitsbedingungen auf der I.G. Farben-Baustelle zu Tode oder wurden in den Gaskammern in Auschwitz-Birkenau ermordet, wenn sie als nicht mehr "arbeitsfähig" galten.
Die Ausstellung  zeichnet Entstehung, Betrieb und Auflösung des KZ Buna-Monowitz nach. Historische Fotografien dokumentieren die Perspektive von SS und I.G. Farben auf Baustelle und Lageralltag. Sie werden kontrastiert mit autobiografischen Texten von Überlebenden, darunter Primo Levi, Jean Améry und Elie Wiesel, sowie den Aussagen von Überlebenden in den Nachkriegsprozessen.

I.G. Auschwitz

Wenige Tage nach den ersten Baubesprechungen wurde am 7. April 1941 die „I. G. Auschwitz“ mit Sitz in Kattowitz gegründet. Unter der Leitung der IG Farben-Vorstandsmitglieder Ambros und Heinrich Bütefisch wurden mit den zentralen Planungsaufgaben zum Bau des neuen Werkes Walther Dürrfeld, Camill Santo und Erich Mach vom Ludwigshafener Werk beauftragt. Mit den ersten Bauarbeiten wurde umgehend im gleichen Monat begonnen.

Innerhalb der firmeninternen Hierarchie kristallisierte sich nach einem Jahr eine Organisationsstruktur heraus, in der Walther Dürrfeld, zunächst lediglich für das Bunawerk zuständig, zum eigentlichen Betriebsführer avancierte. Im Laufe des Jahres wurde die Führungsposition Dürrfelds auch durch den Hauptbetriebsführer der I.G. Farben Christian Schneider offiziell bestätigt. Die Firmenstruktur der „I. G. Auschwitz“ stellte sich dar wie folgt. 

Betriebsführer I. G. Auschwitz Otto Ambros
Stellvertretender Betriebsführer Walter Dürrfeld
Abteilung 1: Treibstoffwerk Karl Braus
Abteilung 2: Kunstkautschuk Kurt Eisfeld
Bau-Kommission Max Faust
Personalabteilung Martin Rossbach
Unterkunftsbeschaffung Paul Reinhold

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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