Der Publikumspreis des Kunststern 2018 geht an Burns Seiken für sein Werk "Glück Aus"

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Die endgültige Auszählung der Stimmkarten für den Publikumspreis begann  um 14 Uhr auf der Finissage der Ausstellung Skurill im Marler Stern.  Bei den meisten Stimmkarten wurde das Kunstwerk "Glück Aus" genannt. Es ist  von Burns Seiken freischaffender Künstler aus Marl. Durch viele positive Gespräche mit den  kunstinteressierten Besuchern der Ausstellung fiel  auf, das es eine große Verbundenheit zu der  Arbeit "Glück Aus"  gab , da viele Besucher entweder Verwandschaft im Kohlebergbau  hatten oder   dort tätigt waren.

Das Kunstwerk

Die Holzinstalltion "Glück Aus" entstand schon Anfang Januar 2016 kurz nach Schliessung der Zeche Auguste Victoria in Marl. Sie stellt symbolisch das Ende der Kohleförderung in Marl da und ist dem Erzschacht in Marl-Drewer nachempfunden. Es besteht aus ca. 20 bis 30 Einzelteilen, überwiegend aus Kiefernholz. Bemalt wurden die einzelnen Teile mit Pinsel und Tusche sowie verschiedenen Lacken. Die Symbolik (Schlegel und Eisen, Flammen, Amboss) sowie die Herstellung waren  dem Künstler  sehr wichtig.
Nach groben Skizzen und Entwürfen zerlegte er das auf Holz gemalte Bild und fügte die Teile in verschiedenen Ebenen wieder zusammen wobei er überlappende Teile mehrmals anfertigen musste. Er  wollte das es eine richtige "Maloche" wird und benutzte zum Sägen keine maschinelle Hilfe sondern jediglich eine Laubsäge.
Wie  zu  erkennen ist, steht der Förderturm sowie Schlegel und Eisen in Flammen und Symbolisiert dadurch nicht nur den Abschied der Kohleförderung und Arbeiterschaft sondern auch den Zerfall von zwischenmenschlichen Tugenden wie Hilfbereitschaft, Nachbarschaft  und die Kumpel Mentalität und den multikulturellen Zusammenhalt.

Burns Seiken

 wurde 1984 mit einem Migrationshintergrund in Marl geboren, er arbeitet selbstständig als freiberuflicher Künstler und erlente größtenteils seine Fähigkiten autodidaktisch.
Auf der Suche  nach neuen Kunstformen und Aspekten erlernte er unter der Führung von Heiko Gantenberg das Tätowieren was ihn völlig neue Möglichkeiten und Kontakte mit Gleichgesinnten Weltweit ermöglichte. Er bereiste unter anderem die Vereinigten Staaten und Neuseeland um sein Schaffen nicht nur auf Papier und Haut zu beschränken sondern erweiterte sein Spektrum auf die Darstellung mit Holz.
 Seine Inspiration erlangt er von seinen Reisen, sowie verschiedene Ereignissen und Konflikte in seinem Leben als Bürger mit Migrationshintergrund.

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