Ergebnisse zum römischen Militärlager “In der Borg” in Haltern am See in einem Buch

Der Titeleinband von "Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe 11".
Foto: LWL
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Der neue Band der

“Ausgrabungen und Funde in Westfalen-Lippe”

ist erschienen: Vom Bronzebecken über einen Urnenfriedhof, ein römisches Militärlager oder beschriftete Bronzeplatten, römische Gefäßhalterungen und bis zur mittelalterlichen Hofstelle sind die 500 Seiten nicht nur mit archäologischen Erkenntnissen der Region gefüllt.

Zwischen den neu gestalteten Buchdeckeln werden die Fachleute der LWL-Archäologie für Westfalen etwa alle zwei Jahre Aufsätze publizieren – ob als Auswertung von Grabungen und Funden, als naturwissenschaftlicher Beitrag oder als Zusammenfassungen von Examensarbeiten aus allen archäologischen Epochen.

Römische Kaiserzeit

Drei Beiträge beschäftigen sich mit der römischen Kaiserzeit. Daniel Bérenger stellt in einem weiteren kurzen Beitrag eine Henkelattasche (Griffhalterung) vor, die aus einer römischen Bronzegießerwerkstatt in Autun (Frankreich) stammt und einst an einem Bronzeeimer befestigt war. Sie entstand im 3. Jh. n. Chr. Der Autor Rainer Wiegels beschäftigt sich mit beschrifteten römischen Bronzeplatten aus Borken-West und entschlüsselt deren Inschrift.
Der umfangreichste Beitrag zur römischen Kaiserzeit befasst sich jedoch mit dem zirka 36 Hektar großen römischen Militärlager “In der Borg” von Haltern am See. In den Jahren 1997 bis 2002 fanden hier ausgedehnte archäologische Untersuchungen statt, deren Ergebnisse nun erstmals vollständig vorgelegt werden.
Bei dem Lager “In der Borg” handelte es sich um ein Militärlager, das vermutlich einen Sommerfeldzug lang (wohl im Jahr 4 oder 5 n. Chr.) genutzt wurde und Platz für zwei Legionen bot. In mehreren Suchschnitten konnte hier ein römischer Lagergraben auf einer Länge von über 440 Metern nachgewiesen werden. Er begrenzte ein separates Römerlager – neben dem eigentlichen Hauptlager in Haltern – auf der westlichen Seite. Der Lagerzugang war in Form eines sogenannten clavicula-Tores gestaltet, das in den anderen römischen Anlagen von Haltern nicht existierte. Mit dieser vor allem in Krisengebieten vorkommenden Torform war das Lager “In der Borg” stärker bewehrt als das Hauptlager in Haltern. Vorgelegt werden auch die Funde wie Amphorenscherben, Münzen oder Geschossspitzen.

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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