55. Grimme-Preis
Preisträgerinnen und Preisträger des Grimme-Preises 2019 bekanntgegeben

Dunja Hayali moderiert den 55. Grimme-Preis in Marl
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 Aktuelle Themen, starke Serien und innovative Verbreitungswege. Ein besonderer Fokus auf Gegenwartsthemen und innovative Ansätze der crossmedialen Verbreitung kennzeichnen das Grimme-Preisjahr 2019. Insgesamt werden in den vier Wettbewerbskategorien Fiktion, Information & Kultur, Unterhaltung und Kinder & Jugend sechzehn Preise für herausragende TV-Produktionen vergeben. Ein weiterer Preis wird von der Publikumsjury Marler Gruppe verliehen. „In diesem Jahr ließ sich kategorienübergreifend beobachten, wie aktuelle komplexe Diskurse um Cyberkriminalität, Rechtspopulismus oder soziale Ungerechtigkeit durch mitreißend inszenierte, umfassend recherchierte, aber auch humoristische Geschichten transportiert werden“, so Grimme-Direktorin Dr. Frauke Gerlach.

Es ist erneut ein starkes Jahr für die Serie: In der Kategorie Fiktion werden „Hackerville“ (UFA Fiction/mobra films für HBO Europe/TNT Serie), „Bad Banks“ (LETTERBOX Filmproduktion/IRIS Productions für ZDF/ARTE) und „Beat“ (Hellinger/Doll Filmproduktion/Warner Bros. Film Productions Germany/Pantaleon Films für Amazon Prime Video) mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet. „Die Auszeichnung von gleich drei Serien zeigt die Vielfalt, Innovationsfreude und den Stellenwert des Formats Serie“, resümierte Frauke Gerlach. Mit dem einzigen Preis für ein Einzelstück, der in diesem Jahr in der Kategorie Fiktion vergeben wird, zeichnet die Jury die Komödie „Familie Lotzmann auf den Barrikaden“ (Kordes & Kordes Film für ARD Degeto) aus: Neben Sönke Andresen (Buch) dürfen Axel Ranisch (Regie) sowie Gisela Schneeberger und Jörg Gudzuhn (Darstellung) einen Preis entgegennehmen. Ein Spezialpreis geht an Erol Yesilkaya (Buch) und Sebastian Marka (Regie) „für den spielerischen und selbstironischen Umgang mit dem Format Tatort und die Einbettung in einen cineastischen Kontext“ im „Tatort: Meta“ (Wiedemann & Berg Television für RBB).

Information & Kultur

Fünf Preise werden in der Kategorie Information & Kultur vergeben: Für die Dokumentation „Betrug – Aufstieg und Fall eines Hochstaplers“ (EIKON Media Stuttgart/SPAETH Film für SWR) wird David Spaeth (Buch/Regie) ausgezeichnet. Jana Merkel und Michael Richter (beide Buch/Regie) erhalten eine Trophäe für „Die Story im Ersten: Am rechten Rand“ (NDR/MDR). Für „Kulenkampffs Schuhe“ (zero one film für SWR/HR) zeichnet die Jury Regina Schilling (Buch/Regie) aus. Ein Spezialpreis für den Dreiteiler der Sendereihe „Die Story: „Ungleichland - Reichtum, Chancen, Macht“ (btf für WDR) und „das dazugehörige zukunftsweisende Online-Konzept“ geht an das Team von Docupy.

Mit dem Preis für eine „Besondere Journalistische Leistung“ innerhalb der Kategorie Information & Kultur wird Isabel Schayani ausgezeichnet. Die Jury lobt die besondere Qualität ihrer Tagesthemen-Kommentare, Weltspiegel-Moderationen und WDRforyou-Beiträge (WDR).

Marler Gruppe

Der Publikumspreis der „Marler Gruppe“, die in diesem Jahr das Kontingent der Kategorie Information & Kultur gesichtet und bewertet hat, geht an den Dokumentarfilm „Im Schatten der Netzwelt – The Cleaners“ (gebrueder beetz filmproduktion/Grifa Filmes für WDR/NDR/RBB in Zusammenarbeit mit ARTE). Neben Hans Block und Moritz Riesewieck (beide Buch/Regie) möchte die Marler Gruppe auch die besondere Produktionsleistung hervorheben und zeichnet dafür Christian Beetz und Georg Tschurtschenthaler aus.

Für die Unterhaltungsshow „CATCH! Der große Sat.1 Fang-Freitag“ (BRAINPOOL TV/Lucky Pics für Sat.1) erhalten Luke Mockridge (Idee) und Tobias Pollmüller (Creative Producer) sowie Frank Lieberich (Regie) einen Grimme-Preis in der Kategorie Unterhaltung. Maren Kroymann (Darstellung/Buch) und Sebastian Colley (Headautor) können sich erneut über eine Auszeichnung für „Kroymann“ (btf für RB/SWR/NDR) freuen. Ein weiterer Preis in der Kategorie Unterhaltung geht an Sanja Pijanovic (Redaktion btf), Christian Reuther (Creative Producer), Max Bierhals (Headautor), Jan Böhmermann und Philipp Käßbohrer (beide Idee/Umsetzung) für „Lass dich überwachen! – Die PRISM IS A DANCER Show“ (btf für ZDF/ZDFneo).

Spezial-Preis

In der Kategorie Kinder & Jugend wird zum ersten Mal ein Spezial-Preis vergeben: Die Jury zeichnet Marco Giacopuzzi „für seine herausragende Autorenleistung, sein Gespür für Themen und Protagonisten und die sensible und berührende Umsetzung von Beiträgen zur Reihe „Schau in meine Welt“ aus. Für das funk-Format „Bohemian Browser Ballett“ (Steinberger Silberstein SWR/funk) dürfen stellvertretend Schlecky Silberstein (Idee/Buch), Christina Schlag und Raphael Selter (beide Buch/Regie) jeweils eine Trophäe entgegennehmen. Nachdem im vergangenen Jahr kein Kinderformat ausgezeichnet wurde, wird 2019 mit Julia Ocker (Buch/Regie) und ihrer Reihe „Animanimals“ (Studio FILM BILDER für KiKA/SWR) eine Produktion geehrt, die sich an Kleinkinder richtet.

Die Verleihung des 55. Grimme-Preises findet am 5. April 2019 im Theater der Stadt Marl statt und wird von 3sat zeitversetzt ab 22.25 Uhr im Fernsehen ausgestrahlt. Bereits ab 19.10 Uhr überträgt 3sat die Preisgala per Livestream auf www.3sat.de.

Bekanntgabe der Preisträgerinnen und Preisträger des 55. Grimme-Preises war am  Dienstag, 26.02.2019um 11:00 Uhr im Grillo-Theater in Essen.
Moderiert wurde die Pressekonferenz von Jenni Zylka, freie Journalistin und Schriftstellerin. Die Jurymitglieder Thomas Lückerath, Patrick Presch, Torsten Zarges und Lars von der Gönna berichteten aus den Gremien. Aus jeder der vier Preiskategorien waren Preisträgerinnen und Preisträger vor Ort und standen für Gespräche und / oder Fotos zur Verfügung.

Dunja Hayali

Dunja Hayali moderiert den 55. Grimme-Preis. Die Gastgeberin des „Aktuellen Sportstudios“ und langjährige Moderatorin des „Morgenmagazins“ ist in Marl keine Unbekannte: Für ihren Einsatz gegen Hate Speech und Diskriminierung im Netz wurde sie 2018 mit der besonderen Ehrung des Bert-Donnepp-Preises, des von den Freunden des Grimme-Preises vergebenen Preises für Medienpublizistik, ausgezeichnet.

Die Trophäe

Seit 1964 wird alljährlich in Marl der Grimme-Preis vergeben. Die Erfinder des vom Deutschen Volkshochschul-Verband (DVV) gestifteten Preises waren Bert Donnepp, Direktor des Volksbildungswerks der Stadt Marl „die insel“ (heute VHS „insel“ Marl) und Kurt Meißner, der damalige Vorsitzende des DVV.

Mit einem Grimme-Preis werden Fernsehsendungen, Serien und Mehrteiler sowie spezielle TV-Leistungen ausgezeichnet, die (so die Präambel) „die spezifischen Möglichkeiten des Mediums Fernsehen auf hervorragende Weise nutzen und dabei nach Inhalt und Form Vorbild für die Fernsehpraxis sein können.“

Grimmepreisgekrönte Fernsehmacher (Autoren, Regisseure, Kameraleute, Ton- und Schnittmeister, Darsteller und Komponisten, Produzenten, Redakteure u.a.) erhalten als Belohnung für ihre herausragende künstlerische Leistung eine Urkunde und eine Trophäe. Schöpfer dieser Trophäe war die Entwicklungsgruppe 5 der Hochschule für Gestaltung (HfG) Ulm unter der Anleitung von Prof. Otl Aicher.

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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