Ruhrfestspiele im Marler Theater

Das Clown-Duo der Compagnia Baccalà begeistert mit großer Spielfreude und ganz ohne rote Nasen und übergroße Schuhe. Foto: Djamila Agustoni.
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  • Das Clown-Duo der Compagnia Baccalà begeistert mit großer Spielfreude und ganz ohne rote Nasen und übergroße Schuhe. Foto: Djamila Agustoni.
  • hochgeladen von Siegfried Schönfeld

Mit drei Aufführungen der Compagnie Lapsus (Frankreich) haben die Ruhrfestspiele in Marl begonnen. Mit der Akrobatikschau „inTarsi“ und der Clownsschau „Oh Oh“ präsentieren die Ruhrfestspiel im Mai zwei weitere Produktionen des „Neuen Zirkus“ im Theater Marl.

Neuer Zirkus jenseits von Roncalli und Flic Flac

Der Neue Zirkus präsentiert „eine neue Form jenseits von Roncalli und Flic Flac und hat das Potenzial, die traditionellen Grenzen von Unterhaltung und Kunst zu überwinden“, sagt Ruhrfestspiel-Intendant Olaf Kröck. Die Produktionen des Neuen Zirkus seien geeignet, „Schwellenängste zu beheben und die Türen des Theaters für neue Zielgruppen zu öffnen“. Der Programmschwerpunkt Neuer Zirkus bietet nach Ansicht von Marls Theaterleiter Cornelius Demming "die Chance, in Marl eine neue Marke innerhalb der Ruhrfestspiele zu etablieren". Demming: "Wir sind stolz, Teil der Ruhrfestspiele zu sein".

Akrobatik mit einer Holzscheibe

Während die Companie Lapsus mit „Boutelis“ – der Name bezeichnet im Arabischen den Zustand zwischen Wachen, Schlafen und Träumen - das begeisterte Publikum mit poetischen und artistischen Elementen mitnahm auf eine Reise zwischen Traum und Wirklichkeit, liefert die Campañia de Circo „eia“ mit der Produktion „inTarsi“ das akrobatische Kontrastprogramm. In „inTarsi“ erzählen die vier Artisten voller Spielfreude, Humor und Energie von ihrer Welt: der Welt des Zirkus. Dafür benötigen sie nicht mehr als eine Holzscheibe, die immer wieder aus- und zusammengefügt wird und sich mal zu einer schrägen Wand, in einen Turm, ein Schleuderbrett, ein Klettergestell oder ein kleines Karussell verwandelt. Der Soundtrack wechselt dabei zwischen zarten Gitarrenklängen, arabischer Folklore, klassischem Klavier und aufpeitschendem Techno.
Für ihre außergewöhnliche Arbeite wurde „eia“ 2018 als bestes Zirkusensemble mit dem Primo Max für die beste zukunftsweisende Produktion geehrte, der höchsten Auszeichnung des spanischen Theaters.
Vorstellungen sind am 23. und 24 Mai (jeweils um 20 Uhr) sowie am 25. und 26. Mai jeweils um 15 Uhr. Die Aufführungen dauern jeweils eine Stunde.

Clown-Duo ohne rote Nasen und übergroße Schuhe

Die beiden liebenswerten, skurrilen und schüchternen Clowns der Compagnia Baccalà machen den erfrischenden Unterschied zu den zahlreichen Clownsklischees, ohne die rumreiche Tradition der Clownerie zu verleugnen. Inspirationen vom Dummen August über den traurigen Weißclown bis hin zu Charlie Chaplin oder Buster Keaton sind immer noch zu erkennen. Doch ganz ohne rote Nasen und übergroße Schuhe stolpert das Clown-Duo in der Deutschlandpremiere von „Oh Oh“ mit schier überbordender kindlicher Spielfreude auf die Bühne: tollpatschiger Slapstick und spektakuläre Akrobatik in schwindelnder Höhe inklusive.
Vorstellungen sind am 28. und 29. Mai jeweils um 20 Uhr sowie am 30. Mai um 15 Uhr. Die Aufführungen dauern jeweils eine Stunde und 20 Minuten.

Das Clown-Duo der Compagnia Baccalà begeistert mit großer Spielfreude und ganz ohne rote Nasen und übergroße Schuhe. Foto: Djamila Agustoni.
„inTarsi“ ist ein brillantes Stück Neuer Zirkus über die Welt, die den Akrobaten spürbar am Herzen liegt: die Welt des Zirkus selbst. Foto: Ben Hopper.

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