Spanien sucht Serum gegen unser Dauergrinsen

Wo soll das noch hinführen? Jetzt halten uns schon die südafrikanischen Rhythmus-Djangos und Ball-Zauberer für temperamentvoll und unsere Kicker für technisch brillant. Noch schlimmer: Wir, die den Stock im Hintern förmlich entdeckt haben, nicht nur diese Körper-, sondern auch diese Geistes-Haltung zu einer Art kulturellen Gut kultiviert haben, werden plötzlich als Partyhengste entlarvt, als grinsende Hüpfdolen auf offener Straße geoutet. Und wir sollen sogar eine Fußball-Mannschaft nach Südafrika geschickt haben, die nicht wie Panzer über den Rasen rollt, sondern die mit dem Ball tanzt.
Das muss ein Virus sein, eine Epidemie, die blitzartig ganz Deutschland verseucht hat. Aber es gibt Hoffnung!
Viele freundliche Länder arbeiten an einem Serum, um uns von diesen Euphorie-Anfällen zu erlösen. Dafür haben sie extra Experten-Teams geschickt. Die suchen fieberhaft ein Gegenmittel, damit wir dieses grundlose Dauergrinsen verlieren.
Nur: Sie sind leider bislang alle gescheitert. Australien, Ghana, England, Argentinien - nur Serbien war ganz nah dran. Doch: Sie konnten uns alle nicht heilen.
Wir tanzen immer noch auf den Straßen. Aber heute steht schon ein spanisches Experten-Team bereit. Allein, der Virus ist tü­ckisch: Man fühlt sich gut dabei und will gar nicht gerettet werden...

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