Waldbegehung am Jahnstadion mit dem NABU Marl

Markierung eines Baums im Wald am Jahnstadion
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  • Markierung eines Baums im Wald am Jahnstadion
  • Foto: Dieter Kunkel
  • hochgeladen von Britta Müller

Am 23.03.2017 fand eine öffentliche Führung durch die Waldbereiche am Jahnstadion durch den NABU Marl statt. Das Hauptthema war der Naturschutz und die Verkehrssicherungspflicht. Ein vielen Bürgern unbekannter Themenbereich mit unbekannter Rechtslage.

Bei der Begehung konnte die Verkehrssicherungspflicht an gekennzeichneten kranken Bäumen erläutert werden. Bei vielen Bäumen war es offensichtlich, dass sie nicht mehr lebensfähig waren. An einem Baum löste sich die Rinde bereits großflächig ab. An einem anderen Baum war auf den ersten Blick nichts zu erkennen, aber beim Abklopfen des Stammes konnte man hören, dass hier etwas nicht stimmt. Ein Blick auf und unter die Rinde verriet, dass hier der Pilz Hallimasch am Werk ist und die Standsicherheit des Baumes auf Dauer nicht mehr gewährleistet ist.

Gerne hätten wir mehr erfahren, zum Beispiel, ob kranke Bäume, gekürzt auf geringere Höhe, als Totholz für die Spechte erhalten werden können.

Ein Teilnehmer der Veranstaltung wies darauf hin, dass ihm die dicken Lagen von Gartenabfällen am Waldrand missfallen. Auch diese Anhäufungen von Gartenabfällen schädigen den Wald. Der Boden dort übersäuert, weil das Biomaterial in solchen Mengen nicht naturverträglich verrotten kann. Daher möchten wir an dieser Stelle die Gartenbesitzer darauf hinweisen, Grünabfälle bitte nicht einfach im Wald zu entsorgen.

Es wurden sehr schöne Beispiele dafür gefunden, wie sehr die Stadt Marl einmal auf die Natur geachtet hat. So brachte die Umbauung eines Baums am Stadioneingang die Teilnehmmer zum Schmunzeln. Laut Wikipedia war der Baubeginn des Jahnstadions bereits im Jahr 1924. Offensichtlich hat man schon vor sehr vielen Jahren Wert auf die Schaffung eines schönen Natur- und Erholungsbereiches inmitten der Stadt gelegt.

Der Sprecher des NABU Marl, Erwin Gebauer, bedauerte es sehr, dass kein Vertreter der Stadt Marl an dieser Führung teilgenommen hat. Wie viele Bürger der Stadt Marl hofft er, dass die weitsichtige Fürsorge für Umwelt und Natur auch von unserer jetzigen Stadtführung zum Wohle unserer Kinder und Kindeskinder fortgeführt wird.

Bürger Marls, die sich für den Naturschutz in Marl einsetzen möchten, sind in der Gruppe NABU Marl willkommen, Informationen gibt es auf der Internetseite http://www.nabu-marl.de

Autor:

Britta Müller aus Marl

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