Bürgerinitiative gegen die Bebauung des Jahnstadions

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Die Planung der Stadt Marl, das Gelände des Jahnstadions und des Waldgebietes rundherum zu bebauen, stößt bei vielen Anwohnern auf Unverständnis, Unmut und Widerstand. Es haben sich 2 Bürgerinitiativen gegen die Bebauung des Jahnstadions und des Waldes gebildet. Christian Thieme hat die „Bürgerinitiative Marl-Hüls“ ins Leben gerufen und zu einer Versammlung im Gänsebrink eingeladen. Es fanden sich an die 100 Bürger ein, die sich für den Erhalt ihres Waldes einsetzen wollen.

In der Eröffnungsrede erklärte Christian Thieme, dass Politiker und Lobbyisten sich über den Bürgerwillen hinwegsetzen, wenn das für die Anwohner wichtige Naherholungsgebiet zerstört werde. Er forderte, dass das fahrlässig der Verwahrlosung preisgegebene Jahnstadion wieder instand gesetzt wird und den Bürgern wieder als Begegnungsstätte, Platz für Sportunterricht und Open Air Konzerte zur Verfügung stehen soll. Auch die alte Waldschule soll instand gesetzt und in ein dringend benötigtes Jugendkulturzentrum umgewandelt werden.

Christian Thieme betonte, dass der Wald eine wichtige „grüne Lunge“ für die Menschen in diesem Stadtteil ist und die Heimat vieler Tiere – wie zum Beispiel Fledermäuse, Spechte und Insekten.

Peter Marrek lieferte einen geschichtlichen Rückblick auf das Jahnstadion und hat eine Unterschriftenaktion gestartet, in der die Bürger sich „gegen die Bebauung des Jahnstadions zum Erhalt des Waldes“ erklären können.

Aus den Reihen der Versammlungsteilnehmer wurde gefragt, ob alles schon beschlossene Sache ist und ob das Vorhaben überhaupt noch gestoppt werden kann. Diese Frage konnte nicht beantwortet werden, da die Stadt Marl auf Fragen in dieser Richtung nicht reagiere. Es bestehe vielmehr der Eindruck, dass Informationen bewusst vorenthalten werden, um das Bauprojekt nicht zu gefährden.

Ein Versammlungsteilnehmer aus Drewer stellte fest: „Dies ist das letzte Grün in Hüls – das letzte Stück Wald weit und breit!“. Mehrere Anwohner gaben an, jeden Tag den Kauz rufen zu hören. Andere berichten, dass dort regelmäßig der Abendsegler (Fledermausart) zu beobachten sei. Ohne den Wald wird das alles nicht mehr sein. Lebhaft wurden Vorschläge diskutiert, wie der Verlust dieses Stücks Lebensqualität in Hüls verhindert werden kann.

Um den Politikern der Stadt deutlich zu machen, wie wichtig den Bürgern der Erhalt des Waldes ist, werden die Gegner der Bebauung aufgerufen, dies auf der nächsten Ratssitzung kund zu tun.

Die Bürgerinitiative Hüls-Süd trifft sich hierzu am nächsten Donnerstag, 06.07.2017, ab 14 Uhr auf dem Rathausplatz. Um 15 Uhr werden die Marler Bürger dann in der Ratssitzung im Rahmen der „Fragestunde für Einwohnerinnen und Einwohner“ bei der Stadtverwaltung vorstellig.

Informationen hierzu erteilen Christian Thieme, Tel. 0152-057 362 34
und Peter Marrek, WatsonM@online.de

Autor:

Britta Müller aus Marl

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