Die Rathaussanierung und ihre Folgen

William Shakespeare (1564 - 1616) sagte einmal ganz treffend: Worte zahlen keine Schulden.

Die Rathaussanierung wurde mehrheitlich im Rat beschlossen. Das erste Gutachten ging von einer Sanierung im laufenden Betrieb und Kosten von 39mio Euro aus. Das war die Grundlage für den Ratsbeschluss!

Heute steht die Stadt Marl vor einer fast unlösbaren Aufgabe.
-Ein neues Gutachten schätzt die Kosten auf 57mio Euro für die Sanierung.
-Zusätzlich wurde eine Immobilie der RAG Montan angekauft (Kaufpreis nicht öffentlich) als "Übergangsquartier" während der Rathaussanierung weil die Variante während des laufenden Betriebs zu sanieren verworfen wurde.
-Für mindesten 8mio Euro soll die ehemalige Schule an der Kampstraße zum Kulturzentrum (Skulpturenmuseum und Bücherei) umgebaut werden weil der Glaskasten im Rathaus einem neuen Zweck zugeführt werden soll.
-Die INSEL- VHS soll auch umziehen weil der platz im Riegelbau für die Verwaltung gebraucht wird. Neuer Standort soll die ehemalige baufällige Schule an der Wiesenstraße werden. Die Kosten für die Sanierung wurden nie bekannt gegeben!
-Außerdem sind bereits zu diesem Zeitpunkt Planungskosten in Millionenhöhe entstanden.
-Nicht berechnet wurden außerdem die Kosten für den Umzug der Verwaltung der einer logistischen Meisterleistung gleicht.

Aber was lernen Politik und Verwaltung daraus? Schaut man jetzt genauer auf die Zahlen? Prüft man Alternativen? NEIN!
Stattdessen hüllt man sich in Schweigen und beteiligt die politischen Gremien nicht mehr an den Entscheidungsprozessen oder legt ihnen schöngerechnete Berichts- und Beschlussvorlagen auf den Tisch.

All die Kritiker, die schon vor Jahren behauptet haben das die Rathaussanierung mehr als doppelt so teuer wird, wie die erste Schätzung, sollen leider Recht behalten. Die Rathaussanierung wird über Jahrzehnte den Haushalt belasten. Die spezielle Konstruktion der Türme und die verwendeten Materialien werden immer sehr wartungsintensiv sein und der Stadt abverlangen große Rücklagen zu bilden um auch in Zukunft viel Geld in dieses Denkmal investieren zu können.

Das Erbe von Rudolf-Ernst Heiland († 6. Mai 1965 in Marl) und der Marler SPD! Ihr habt euch erneut ein Denkmal gesetzt!

Autor:

Daniel Schulz aus Marl

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