Friday For Future in Marl, Freitag ab 10 Uhr auf dem Creiler Platz

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An diesem Freitag werden  Schülerinnen und Schüler für mehr Klimaschutz in Marl streiken. Sie sind damit Teil der weltweiten Bewegung Fridays for Future. Fridays for Future (englisch für Freitage für [die] Zukunft), auch als Klimastreik bekannt, ist eine globale Schüler- und Studenteninitiative, die sich für den Klimaschutz einsetzt. Das Ziel der Bewegung ist es, Politiker auf klimapolitische Missstände aufmerksam zu machen und dazu zu bringen, dass sie schnelle und konkrete Maßnahmen für den Klimaschutz einleiten.

 In Marl wird die Demonstration am Freitag um 10 Uhr auf dem Creiler Platz stattfinden. Der Aufruf kommt von den Schülervertretungen der weiterführenden Schulen MLK, EIR, WBG, GIL und ASGSG.

Der Klimawandel ist längst eine reale Bedrohung für unsere Zukunft. Wir werden die Leidtragenden des Klimawandels sein. Gleichzeitig sind wir die letzte Generation, die einen katastrophalen Klimawandel noch verhindern kann. Doch unsere Politiker*innen unternehmen nichts, um die Klimakrise abzuwenden. Die Treibhausgas-Emissionen steigen seit Jahren.

Die Demonstration ist gut , da sie während der Schulzeit stattfindet und die Schülerinnen und Schüler den Unterricht dafür nutzen. 

Greta Thunberg

Vorbild für die Klimastreiks ist die Schülerin Greta Thunberg. Die 16-jährige Schwedin bestreikt seit Monaten freitags die Schule und hielt auf der Weltklimakonferenz 2019 eine sensationelle Rede, um für echten Klimaschutz zu kämpfen.

Hier die wichtigsten Teile der Rede in deutscher Übersetzung 

„Mein Name ist Greta Thunberg, ich bin 15 Jahre alt und komme aus Schweden. Ich spreche im Namen von »Climate Justice Now«.

Viele Menschen sagen, dass Schweden nur ein kleines Land ist und dass es egal ist, was wir tun. Aber ich habe gelernt, dass man nie zu klein sein kann, wenn man etwas verändern will. Wenn ein paar Kinder weltweit Schlagzeilen machen, indem sie einfach nicht zur Schule gehen, dann stellt euch vor, was wir – wenn wir es wirklich wollten – erreichen könnten.

Aber um das tun zu können, müssen wir klar und deutlich sprechen. Ganz gleich, wie unangenehm das sein mag.

Ihr sprecht nur von grünem, ewigem Wirtschaftswachstum, weil ihr zu viel Angst habt, unbeliebt zu sein. Ihr sprecht davon, voranzuschreiten – mit den selben schlechten Ideen, die uns in diesen verheerenden Zustand gebracht haben. Und das, obwohl es die einzige vernünftige Tat wäre, die Notbremse zu ziehen. Ihr seid nicht erwachsen genug, davon zu sprechen, wie es um uns steht. Sogar diese Bürde überlasst ihr uns Kindern.

Aber mir ist es egal, ob ich beliebt bin. Mir geht es um Klimagerechtigkeit und das Leben auf unserem Planeten. Unsere Zivilisation wird dafür geopfert, dass eine kleine Zahl von Menschen weiterhin enorme Vermögen anhäufen kann. Unsere Biosphäre wird dafür geopfert, dass die reichen Menschen – in Ländern wie meinem – im Überfluss leben können. Die Leiden der Vielen sind der Preis für die Annehmlichkeiten der Wenigen.

Im Jahr 2078 werde ich meinen 75. Geburtstag feiern. Falls ich Kinder habe, werden sie diesen Tag vielleicht mit mir verbringen. Vielleicht werden sie mich nach euch fragen. Vielleicht werden sie mich fragen, warum ihr nichts getan habt, als man noch handeln konnte.

Ihr sagt, dass ihr eure Kinder über alles liebt. Und trotzdem beraubt ihr sie ihrer Zukunft – direkt vor ihren Augen. Solange ihr nicht stoppt und euch – anstelle des »politisch Möglichen« – darauf konzentriert, was getan werden muss, gibt es keine Hoffnung.

Wir können eine Krise nicht bewältigen, wenn wir sie nicht wie eine Krise behandeln. Wir müssen die fossilen Brennstoffe im Boden lassen. Und wir müssen uns auf Gerechtigkeit fokussieren. Und wenn Lösungen in diesem System unmöglich zu finden sind, dann sollten wir das System selbst ändern.

Wir sind nicht hierher gekommen, um die Staats- und Regierungschefs anzubetteln. Ihr habt uns bisher ignoriert und ihr werdet uns weiterhin ignorieren. Ihr könnt euch nicht länger herausreden. Die Zeit läuft ab.

Wir sind hierher gekommen, um euch zu sagen, dass der Wandel kommt. Ob euch das passt oder nicht! Die wahre Macht geht von den Menschen aus. Danke.“

https://www.lokalkompass.de/marl/c-politik/marler-schueler-demonstrieren-am-rathausplatz-fuer-eine-lebenswerte-zukunft_a1095717

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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