Kriminalpolizei im Nationalsozialismus, Ausstellung im Wissenschaftspark

Ausstellung "Die Kommissare"
Die Geschichte der zuständigen Kriminalpolizei von der Weimarer Republik über die Zeit des Nationalsozialismus bis in die Nachkriegszeit
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    Die Geschichte der zuständigen Kriminalpolizei von der Weimarer Republik über die Zeit des Nationalsozialismus bis in die Nachkriegszeit
  • hochgeladen von Siegfried Schönfeld

Wie haben sich die Grundsätze kriminalpolizeilicher Arbeit während des Nationalsozialismus verschoben? Wie wurden Kriminalpolizisten an Rhein und Ruhr und im "auswärtigen Einsatz" zu Tätern im Dienst der nationalsozialistischen Ideologie? Diesen Fragen geht eine umfassende Ausstellung auf den Grund, die, im Wissenschaftspark in Gelsenkirchen zu sehen ist.

Kriminalpolizeileitstelle für das Polizeipräsidium Recklinghausen in der NAZI Zeit

Polizeipräsidentin Britta Zur und Oberbürgermeisterin Karin Welge waren die ersten Besucher. Mit anwesend war auch Wolfgang Jung, einer der Geschäftsführer des Wissenschaftsparks. Die Ausstellung nimmt die Geschichte der Düsseldorfer Kriminalpolizei, die ab 1936/37 als Kriminalpolizeileitstelle unter anderem auch für das Polizeipräsidium Recklinghausen  war, von der Weimarer Republik über die Zeit des Nationalsozialismus bis in die Nachkriegszeit in den Blick.

Kriminalpolizei  im Nationalsozialismus

Sie ist in sieben Themenkapitel gegliedert, die alle mit biografischen Beispielen nachdrücklich aufzeigen, wie und warum die Beamten damals handelten. Dabei wird klar, dass das Bild, die Kriminalpolizei habe im Nationalsozialismus nur die "wahren" Verbrecher gejagt und sich damit grundlegend anders verhalten als Gestapo oder Schutzpolizei, nicht der Wirklichkeit entspricht. Die Wanderausstellung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf ist in Kooperation mit dem Landeskriminalamt Nordrhein-Westfalen, der Landeszentrale für politische Bildung NRW und dem Förderkreis der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf e.V. entstanden. 

Zeichen gegen das Vergessen

 Polizeipräsidentin Britta Zur klar: "Was damals geschehen ist, darf sich nie wiederholen. Dass auch Polizeibeamte unter den Verbrechern waren und sich zu Handlangern des NS-Regimes machen ließen, ist beschämend. Diese Ausstellung setzt ein Zeichen gegen das Vergessen und ruft uns auf, gemeinsam gegen Hass und Hetze vorzugehen. so die Polizeipräsidentin anlässlich der Ausstellungseröffnung.

Ausstellung im Wissenschaftspark

Die Ausstellung in der Glasarkade des Wissenschaftsparks, Munscheidstraße 14 in Gelsenkirchen-Ückendorf, kann bis einschließlich 4. März 2022 kostenlos von montags bis freitags in der Zeit von 8 bis 18 Uhr besichtigt werden. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Es gibt einen Audio-Guide zu der Ausstellung, der vor Ort mittels QR-Code über ein Mobiltelefon abrufbar ist. Im Gebäude besteht eine Maskenpflicht. Es gelten die AHA-Regeln.

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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