Rethmann Saria-Gruppe: Grosskonzern will Industriefläche im Landschaftsschutzgebiet

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Regelmäßig werden in internationalen Medien Schätzungen zu den VERMÖGEN verschiedener Familien aufgestellt.
Nach einer 2012 veröffentlichten Rangliste des "Manager Magazins" verfügt die Familie Rethmann über ein VERMÖGEN von geschätzten 6 Milliarden Euro. Rethmann gehört damit zu den 10 reichsten Deutschen.
Das sind in Zahlen 6.000.000.000 Euro Familienvermögen.
Einige Politiker im Marler Stadtrat halten SARIA für ein Mittelständiges Unternehmen, das unterstützt werden muss.
Tatsächlich ist die Rethmann AG & Co. KG einer der größten Konzerne in der BRD.
Die Bürgerliste WIR für Marl meint, bei den Plänen zur Erweiterung von SARIA darf es keine Sonderrechte für SARIA geben.
Eine Industrieerweiterung im Landschaftsschutzgebiet ist für WIR nicht hinnehmbar.

Die Rethmann-Gruppe ist in drei Unternehmensgruppen tätig:

Die Rethmann AG & Co. KG ist die Familienholding der national und international agierenden Rethmann-Gruppe.
Der Hauptsitz befindet sich seit 1934 am ehemaligen Stammsitz des Familienbetriebes im westfälischen Selm. Das Familienunternehmen ist international aktiv und in den Bereichen Wasser- und Kreislaufwirtschaft, Logistik und Bioindustrie tätig.

Die Remondis-Gruppe ist eines der weltweit größten privaten Dienstleistungsunternehmen der Wasser- und Kreislaufwirtschaft. Die Leistungen des Unternehmens erstrecken sich von der Wasserversorgung und -aufbereitung über die Gewinnung von Rohstoffen bis hin zur Entwicklung von Recyclingprodukten und die Bereitstellung alternativer Energieträger.

Die Rhenus-Gruppe zählt zu den führenden Logistikdienstleistern und steht mit den Geschäftsfeldern Kontraktlogistik, Frachtlogistik, Hafenlogistik, sowie öffentlicher Transport für das Management von Lieferketten.

Die Saria-Gruppe ist tätig in der Verwertung von tierlichen und pflanzlichen Restprodukten.
Die Mecklenburgische Güterverwaltungs- und Dienstleistungsgesellschaft mbH und Co. KG mit über 7000 Hektar gehört nicht zum Unternehmen, ist Privatbesitz der vier Rethmann-Brüder.

Unternehmens-Geschichte

1934 legte Josef Rethmann den Grundstein des Familienunternehmens:

Er übernahm eine bahnamtliche Spedition sowie ein Fuhrunternehmen,
das unter anderem für die Asche-Entsorgung einiger Haushalte in Selm zuständig war.
Nach dem Gewinn einer Ausschreibung wurde dieser Auftrag 1959 auf die gesamte Stadt ausgeweitet – und somit zum Fundament der Remondis-Gruppe.
1961 übernahm Norbert Rethmann (Jahrgang 1939) die Leitung des Familienunternehmens.
1977 erfolgte mit Übernahme der Gebrüder Schaap KG die erstmalige Erweiterung des Spektrums um Leistungen der heutigen Saria Bio-Industries AG.
Die Übernahme der Tierkörperbeseitigungsfirma Gebrüder Schaap KG machte Rethmann zu einem der größten SchlachtabfallVerwertern.
1992 übertrug Norbert Rethmann fast alle Unternehmensanteile an seine vier im Unternehmen tätigen Söhne und wechselte zum Aufsichtsratsvorsitzenden. Hermann Niehues, seit 1978 im Unternehmen, wurde Vorstandschef. 1998 wurde mit dem Erwerb der Rhenus AG & Co. der Logistikbereich der Gruppe gestärkt. 2007 erzielte die Rethmann-Gruppe in allen drei Sparten einen konsolidierten Umsatz von 7,2 Mrd. Euro.
Im September 2009 übertrug Norbert Rethmann auch die restlichen vier Prozent Unternehmensanteile an seine Söhne und zog sich auf die Position eines Ehrenaufsichtsratsvorsitzenden auf sein Gut Dessin im mecklenburgischen Kobrow-Wamckow zurück. Neuer Aufsichtsratsvorsitzender wurde sein jüngster Sohn Martin Rethmann, dessen Stellvertreter Peter Nölke und weiteres Aufsichtsratsmitglied Georg Rethmann.

WIR für Marl wurde im Widerstand gegen die Rethmannpraktiken in Marl gegründet

Das Leben der Bürgerliste WiR für Marl begann 1989, als wenige Tage vor der Wiedervereinigung ein Giftmüllbrand beim Müll-Multi Rethmann sechs Tage und Nächte nicht zu löschen war.

Danach bildeten besorgte BürgerInnen die BigGi, eine Bürgerinitiative gegen Gefährdung durch Gifte.
Nach fruchtlosen Gesprächen mit der “hochnäsigen” Stadtspitze bereitete WiR für Marl ab 1993 eine Kandidatur bei der Kommunalwahl 1994 vor.

WiR wurde von den Etablierten spöttisch belächelt, denn damals gab es noch die 5 % Klausel.
Im Herbst 1994 war jedoch die Sensation perfekt.

Mit 6,7 % kamen drei “Listige” in den Rat.
Der SPD Bürgermeister weinte, denn zwei Neue im Rat waren der SPD davongelaufen.
1999 wurde WiR für Marl mit 9,7 % bestätigt und ist seitdem durchgängig die drittstärkste Fraktion mit fünf Mandatsträgern.
Fritz Dechert führt seit Gründung von WIR den Widerstand gegen die SARIA Pläne im Stadtrat Marl an.

http://www.wir-fuer-marl.de/anfragen/Rethmann_%20RAT_15%20XI12.pdf

http://www.wir-fuer-marl.de/

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