Teilung des Bebauungsplans Jahnstadion im Stadtplanungsausschuss Marl abgelehnt

Bebauungsplan 224 Ehemaliges Jahnstadion und Waldschule
Verkleinerung des Plangebietes
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    Verkleinerung des Plangebietes
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Bebauungsplan 224 Ehemaliges Jahnstadion und Waldschule, Verkleinerung des Plangebietes und erneute Offenlage nach § 4a BauGB ist erst einmal im Planungsausschuss gescheitert. Der Grund war nicht, dass die SPD-Fraktion gegen die Bebauung ist, sondern sie befürchtet, dass der Investor nur das Sahnestück Bebauung Waldschule durchführen wird und nicht eine Bebauung des Jahnstadions. Die SPD-Fraktion ist nach wie vor für die Vernichtung der Bäume im Naherholungsgebiet Hülser Wald. Die Bürgerinitiative Marl Hüls rechnet mit den Fällen von über 300 Bäumen für das Gesamtprojekt. Sie protestierte mit Transparent und Plakaten zu Beginn der Sitzung im Stadtplanungsauschuss gegen die Vernichtung der Bäume im Hülser Wald.

Die Fraktion WIR für Marl nahm in der Sitzung des Stadtplanungsausschusses grundsätzlich zu den Plänen der Verwaltung Stellung

Zu Protokoll

Den Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteil Hüls wird durch die Bebauung ihr fußläufig erreichbares Naherholungsgebiet genommen. Dieser Wald ist seit Generationen ein öffentlich zugänglicher Park.

Es sind 49 Wohneinheiten, davon 16 in der alten Waldschule und 33 Wohneinheiten, die durch Neubaumaßnahmen in den Waldbestand gebaut werden sollen.

Der Investor will das Gebiet Waldschule zuerst entwickeln. Dadurch werden in diesem Bereich am meisten Bäume gefallt.
Ausgleichspflanzungen in Haltern sind kein Ersatz für die Abholzung des Hülser Waldes.

Sämtliche von Naturschützern vorgetragenen erheblichen Bedenken werden nicht  berücksichtigt. Der Bebauungsplan berücksichtigt nicht die Umweltbelange im Stadtteil Hüls

Im einzelnen sind dies:
Der Landschaftsplan Vestischer Höhenrücken (Kreis Recklinghausen), der als behördenverbindliches Entwicklungsziel die "Erhaltung der Freiraumfunktionen der städtischen Grünzüge " dargestellt.
Der Grünordnungsrahmenplan (Stadt Marl 2006), der die umgebenden Waldflächen des Jahnstadion als zu erhaltende Bestandteile der innerstädtischen Grünzüge dargestellt. Es wird empfohlen von einer Bebauung abzusehen und den Waldbestand zu erhalten, sowie das Stadion selbst naturnah zu entwickeln bzw. extensiv zu nutzen
Die Waldfunktionskarte, nach der die Waldflächen Erholungs, Klimaschutz und Sicht-bzw. Immissionsschutzfaktoren aufweisen.
Das integrierte Klimaschutzkonzept der Stadt Marl (2013). Vor allem sind die schädlichen Auswirkungen dieser Bebauung auf das Stadtteilklima nicht ausreichend berücksichtigt worden.
Auch ist die Verkehrsituation ist nicht ausreichend berücksichtigt

Es existiert kein vernünftiges Gutachten zu den Auswirkungen des zu erwartenden Individualverkehres der "Waldparkbewohner" auf das umgebende Straßennetz und den veralteten Ampelanlagen. Auch die zwangsläufig zu erwartenden Bewegungen von Lieferfahrzeugen des Online Handel, Pflegedienst und anderer motorisierter Dienstleister sind nicht berücksichtigt. Mit Zunahme von Straßenverkehr steigt auch die Gefahr für die menschlichen Gesundheit, durch die erhöhte Emission schädlicher Treibhausgase, Lärm, Feinstaub und giftiger Stickoxyde.

Kritik an der Marler Bauverwaltung

Scharf  kritisierte die Bürgerliste WIR für Marl die einseitige Unterstützung des Investors durch die Marler Bauverwaltung. Die Bauverwaltung sollte die Interessen der Hülser Bürger unterstützen die für den Erhalt ihres Naherholungsgebiet Hülser Wald eintreten. Das ist das Gemeinwohl zu dem eine Verwaltung verpflichtet ist. Die Bürgerliste ist gegen jede Bebauung im Hülser Wald.

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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