Umweltministerium: Der Kahlschlag am Naturschutzgebiet die Burg in Marl Sinsen war falsch

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Das Umweltministerium NRW hat den Kreis Recklinghausen wegen eines Kahlschlags im Naturschutzgebiet die Burg in Marl Sinsen  gerügt. Die Rüge stammt aus dem Sommer, ist aber erst am Mittwoch (11.12.2019) bekannt geworden. Seit Sommer ist das den Behörden  im Kreis RE bekannt, es gab keine Mitteilung  der Verwaltungen an die  Marler Öffentlichkeit. Die  Bürgerliste WIR für Marl hatte immer wieder gegen diese  falsche Maßnahme protestiert.  Es ist ein Skandal das die örtlichen Behörden  nicht  von sich aus mitteilten das die Naturschützer Recht hatten. Das jetzt noch versucht wird  die Aufforstung  runter zuhandeln ist eine Frechheit.

So geht man nicht mit der Natur um.

Das sieht in Sinsen jetzt aus wie ein sinnloser Kahlschlag. Die ökologische Wirkung der Neuanpflanzung wird wenn überhaupt in einigen Jahrzenten erreicht. Der Wald boden ist durch den Einsatz schwerer Maschinen auf Jahrzehnte zerstört. Wer diesen Kahlschlag zu verantworten hat hat den Klimawandel und die Wirkung auf die Marler Bevölkerung nicht begriffen.

Die Burg in Marl Sinsen ist  Naturschutzgebiet  von hoher Bedeutung

Der Kreis hatte dem Regionalverband Ruhr erlaubt, fast zwei Hektar Buchen- und Eichenwald zu fällen. Die alten Bäume gehörten zu dem europäischen Naturschutzgebiet "Die Burg" in Marl-Sinsen. Der RVR hatte die Fällung der Bäume beantragt, weil er befürchtete, dass sie auf anliegende Schrebergärten oder eine Strasse stürzen könnten.  Aus der Stadt Marl wurde dies   immer wieder behauptet?

Der Kahlschlag war aber  nicht nötig

Aus Gründen der Verkehrssicherung wäre aber kein Kahlschlag nötig gewesen. Außerdem hätte jeder Baum einzeln geprüft werden müssen. Das Umweltministerium hat den Kreis Recklinghausen daher aufgefordert, den Schaden wieder gut zu machen. Dazu müsse zügig wieder aufgeforstet werden, und zwar das Dreifache der gerodeten Fläche. Über die Fläche will der Kreis aber nochmal verhandeln.

Kahlschlag  auf  Marler Gebiet an der Burg

Bei dem Bestand handelte es sich um Altbuchen, die mehr als 150 Jahre alt waren . Einige der Bäume stehen auf einem schmalen Grundstücksstreifen der Stadt Marl im Norden des Gebietes „Am Wiesental“, an dessen Rand unmittelbar die Kleingartenanlage „An der Burg“ und eine Wohnbebauung anschließen.

Aus den Mitteilungen der Stadt Marl

Auszüge vom 11.01.2019
Am Nordrand des Naturschutzgebietes „Die Burg“ in Marl steht ein altersschwacher Baumbestand, der durch Sturmwürfe und Astbrüche ein Risiko für Anwohner, Wanderer und Autofahrer darstellt. Um die Verkehrssicherheit zu gewährleisten, entfernen der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Stadt Marl ab Montag (14. Januar) die stark geschädigten Bäume. Dafür sperrt das Regionalforstamt Ruhrgebiet den Waldbereich ab sofort bis zum 28. Februar 2019.
Stadt gehört ein schmaler Grundstücksstreifen
Bei dem Bestand handelt es sich um Altbuchen, die mehr als 150 Jahre alt sind. Einige der Bäume stehen auf einem schmalen Grundstücksstreifen der Stadt Marl im Norden des Gebietes „Am Wiesental“, an dessen Rand unmittelbar die Kleingartenanlage „An der Burg“ und eine Wohnbebauung anschließen. In den letzten Monaten sind aus den Bäumen verstärkt Äste und Kronen ausgebrochen, so dass die Stadt Marl die Kleingartenanlage bereits zur Hälfte sperren musste. Diese Sperrung muss bis zur Beseitigung der Gefahrenbäume aufrechterhalten bleiben.
Im Wald selbst müssen weitere Bäume gefällt werden, die eine Gefahr auf Wanderwegen und entlang der Gräwenkolkstraße bedeuten. Um wertvollen Lebensraum für Spechte und Fledermäuse zu erhalten, sind einzelne Bäume in Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Naturschutzbeirat ausgewählt worden, die nicht entnommen, sondern lediglich in der Krone gekappt werden. Diese sogenannten „Höhlenbäume“ bieten den Tieren Schutz und Sicherheit.

Genehmigt, begleitet und nach Vorgaben ausgeführt

Die forstwirtschaftliche Maßnahme von Stadt und RVR wurde durch die Untere Naturschutzbehörde des Kreises Recklinghausen unter Einbeziehung des Naturschutzbeirates genehmigt und wird von Natur- und Artenschutzexperten begleitet. Die Arbeiten erfolgen nach den Vorgaben des Landschaftsplans.

Die sinnlos gefällten Buchen hätten  300 Jahre alt werden können 

Sie kann bis zu 300 Jahre alt werden; in Einzelfällen wurden auch ältere Exemplare gefunden. Die Krone einer ausgewachsenen Buche kann bis zu 600 m2 beschatten, sie blüht und fruchtet in einem Alter von etwa 30 bis 200 Jahren.

Umweltleistungen der Buche

Eine 100-jährige Buche
mit einer Höhe von 15 m
mit einem Kronendurchmesser von 15 m
mit einem Kronenvolumen von 2700 m2
mit einer Blattoberfläche von 1600 m3
verbraucht pro Stunde 6075 Kalorien Sonnenlicht
erzeugt pro Stunde 1600 g Glukose
erzeugt pro Stunde 1712 g Sauerstoff.

Bäume mindern die Erwärmung der Erde: Durch die Absorption von Kohlendioxid mindern Bäume den Treibhauseffekt. Bäume sind die wirkungsvollsten, natürlichen Landpflanzen zur Reduzierung dieses Gases. Bäume beeinflussen das Klima. Bäume reinigen die Luft.

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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