Gesundheit
Impfberatung und Krätze - Informationen für Alten- und Seniorenheime

Informierten die Vertreter von Pflegeeinrichtungen beim Hygiene-Zirkel: Barbara Caplan, Maxi Riedesel, Anika Biel, Hans Vogelsang (alle Gesundheitsamt), Dr. Thorsten Hornung, Facharzt für Dermatologie am Universitätsklinikum Bonn, und Dr. Hans-Ulrich Foertsch von der Ärztekammer (v.l.)
  • Informierten die Vertreter von Pflegeeinrichtungen beim Hygiene-Zirkel: Barbara Caplan, Maxi Riedesel, Anika Biel, Hans Vogelsang (alle Gesundheitsamt), Dr. Thorsten Hornung, Facharzt für Dermatologie am Universitätsklinikum Bonn, und Dr. Hans-Ulrich Foertsch von der Ärztekammer (v.l.)
  • hochgeladen von Siegfried Schönfeld

Der neue Grippe-Impfstoff ist da. Und damit die Empfehlung vor allem für besonders gefährdete Personengruppen, sich vorbeugend zu impfen. Ein leichtfertiger Umgang mit der Krankheit ist nicht angeraten, das hat auch die große Grippewelle Anfang dieses Jahres gezeigt.
Dr. Hans-Ulrich Foertsch von der Ärztekammer unterstrich dies beim Qualitätszirkel "Hygiene in Pflegeeinrichtungen" im Kreishaus: "Durch das Impfen übernehmen wir Verantwortung, nicht für uns selbst. Nur so verhindern wir, dass sich keine weiteren Menschen mit Krankheiten anstecken oder Epidemien ausbreiten." Der Mediziner weiter: "Es ist wichtig, dass wir Sie heute informieren, und dass Sie dieses Wissen in ihre Institutionen weitertragen. Sie müssen den Ernst der Situation verstehen, dass Menschen an den Folgen der Krankheiten sterben können. Allein an der Grippe sterben jährlich Tausende."
Ärztin Anika Biel, Teamleiterin Infektionsschutz im Gesundheitsamt des Kreises Recklinghausen, ergänzt: "Jede geimpfte Person senkt das Risiko für eine Erkrankungswelle." Besonderes Augenmerk richten die Ärzte in diesem Jahr auf die Senioren- und Pflegeheime. "Für die Altersklasse der über 60-Jährigen empfiehlt die ständige Impfkommission eine Impfquote – nicht nur für den Grippeschutz – von mindestens 75 Prozent. Der Impfstatus sollte auch auf Masern, Pneumokokken, Keuchhusten, Kinderlähmung, Diphterie und Tetanus überprüft werden. Wir vermuten, dass wir in den Einrichtungen davon ein ganzes Stück entfernt sind. Darum möchten wir die Pflegeeinrichtungen, aber auch die Angehörigen der Heimbewohner aufmerksam machen", sagt Anika Biel. "Zudem arbeiten wir auch eng mit den Hausärzten zusammen, die ebenfalls eine wichtige Säule des Projekts sind."
Weiteres Thema bei dieser Sitzung des Qualitätszirkels war "Krätze". Dr. Thorsten Hornung, Facharzt für Dermatologie am Universitätsklinikum Bonn, informierte die Anwesenden über Früherkennung und Behandlungsmöglichkeiten. "Krätze kann jeden treffen. Wenn die Haut juckt, ist es wichtig, auch Krätze als mögliche Ursache in Erwägung zu ziehen. Wenn man frühzeitig damit zum Arzt geht, kann man sie gut behandeln", klärte der Dermatologe die Anwesenden auf. Entgegen vieler Gerüchte ist Krätze keine Erkrankung, die erst in den letzten Jahren wieder in Deutschland aufgetaucht ist. Krätzefälle gab es immer, die Zahl der Erkrankten variiert allerdings von Jahr zu Jahr.
Der Qualitätszirkel "Hygiene in Pflegeeinrichtungen" im Kreis Recklinghausen trifft sich zweimal im Jahr mit dem Ziel, die Zusammenarbeit zwischen den Trägern von Einrichtungen der stationären und teilstationären Pflege sowie dem Kreisgesundheitsamt Recklinghausen zu optimieren.

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