2. Cross-Defense-Lehrgang mit Marler Kampfsportvereinen

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Zum 2. Cross-Defense-Lehrgang trafen sich am vergangenen Wochenende ca. 80 Aktive aus den Bereichen Wing Tsun, Muay Tai, Iaido, Eskrima, Karate und Krav Maga in der Sporthalle der Willy-Brandt Gesamtschule. Wie bereits im vergangenen Jahr kam es auch in diesem Jahr zu regem Erfahrungsaustausch zwischen den einzelnen Kampfsportlern. Als erster Vorsitzender des Stadtsportverbandes lies es sich der Bürgermeister Werner Arndt nicht nehmen als Schirmherr die Veranstaltung zu eröffnen. Besonders positiv beeindruckt zeigte sich Werner Arndt über die gelungene Einbindung von Kindern und Jugendlichen in diese Veranstaltung.
Für interessierte Laien bot sich im Anschluss die Möglichkeit, einen Überblick über die diversen Kampfsportarten zu gewinnen. Hierzu der Kampfsportkoordinator im Stadt-Sport-Verband Marl (SSV) Jörg Kerschek: „ Immer wieder erreichen uns Anfragen von Eltern oder Jugendlichen, die an Kampfsport interessiert sind, aber nicht wissen, was sich hinter Begriffen wie Karate, Krav Maga oder Muay Thai konkret verbirgt. Das breite Angebot an Kampfsportarten, das es hier in Marl gibt, ist ein großes Plus. Diese Vielfalt kann aber bei Einsteigern zur Verwirrung führen. Bei diesem Event konnte wie bereits im letzten Jahr durch viele Gespräche mit zahlreichen interessierten Eltern, Kindern und Jugendlichen für mehr Transparenz gesorgt werden. Außerdem bestand für alle Interessenten die Möglichkeit, selbst aktiv zu werden und beim praktischen Umsetzen erste Eindrücke zu sammeln.
Beim chinesischen Wing Tsun (durchgeführt von Simon Garcia) und Muay Thai, dem sogenannten Thaiboxen, konnten Kinder und Eltern und Jungendliche mitmachen und unter Anleitung von Trainer Jan Brandys die ersten sportartspezifischen Techniken mit und ohne Schlagkissen üben. Nach ca. 50minütigem Training ging es dann zur nächsten Station. Hier standen neben dem Shotokan Karate (unterrichtet von Marco Altkemper, 2.DAN) auch das Iaido auf dem Programm. Iaido ist bis heute in der Öffentlichkeit so gut wie unbekannt. Die Kampfsportart, die sich mit dem Ziehen des Schwertes (Iaido, jap.; Weg des Schwertziehens) befasst, wird ohne Partner geübt. Ein Schwerpunkt des Trainings liegt auf der Konzentration und der Koordination der einzelnen Bewegungen. Gero Pfingst half den Teilnehmern dabei, sich erste Einblicke zu verschaffen. Da Sicherheit an oberster Stelle steht, wurde mit einem Bambusschwert, dem sogenannten Shinai trainiert. Das Training kam bei vielen Jugendlichen gerade auf Grund der hier geforderten Ruhe und Konzentration gut an.

Ein weiteres Highlight des Cross-defense-Lehrgangs war sicherlich wieder das Krav Maga Training (geleitet von Dominik Bartsch). Krav Maga (hebr. Kontaktkampf) befasst sich ausschließlich mit der Selbstverteidigung. Ein traditoneller Ansatz, wie z.B. im Karate oder Muay Thai oder im Iaido, ist nicht vorhanden. Auch bei diesem Training hatten alle Teilnehmer die Möglichkeit, „über den Tellerrand“ zu schauen und erste Eindrücke von dieser noch nicht so bekannten Kampftechnik zu gewinnen.

Auch Eskrima, das in diesem Jahr das erste Mal vertreten war, stieß bei den Teilnehmern auf großes Interesse. Die phillippinische Kampfsportart (unterrichtet von Anton Senger) wuchst zur Kampfkunst heran, als die spanische Kolonialmacht im 18. Jhd. das Tragen von Waffen auf den Phillippinen verbot. So sahen sich Bauern gezwungen sich mit den ihnen zur Verfügung stehenden Gerätschaften (z.B. Macheten) zu verteidigen. Heutzutage wird Eskrima allerdings fast nur noch mit Stöcken trainiert.

Nach vielen interessanten Trainingseinheiten und zahlreichen Gesprächen mit Trainern, Aktiven und Zuschauern wurde der Lehrgang am späten Nachmittag beendet. Eine Fortsetzung der Cross Defense Lehrgangsreihe ist bereits für das nächste Jahr in Planung.
Weitere Fragen und Informationen erhalten Sie unter 0151-42337295

Autor:

Jörg Kerschek aus Marl

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