Baseball Marl Sly Dogs: 13. Spieltag Verbandsliga: Baseballkrimi folgt auf Baseballdebakel – Split gegen Wuppertal

A. Sieber pitchte (werfen) ein tolles zweites Spiel
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  • A. Sieber pitchte (werfen) ein tolles zweites Spiel
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Am vergangenen Samstag stand für unser erstes Team das Nachholspiel gegen die Wuppertal Stingrays an, welches schon am 24. Juni stattfinden sollte, bedauerlicherweise aber abgesagt werden musste. Was um so bedauerlicher war, da an diesem Tag die Coaches D. Kaiser und N. Kempkes auf alle Spieler des Verbandsligateams zurückgreifen konnten, was vergangenen Samstag leider (erneut) nicht der Fall war. Gleich 10 Spieler (!) mussten aus beruflichen, privaten Gründen oder verletzungsbedingt absagen. Darunter u. a. die drei Stammpitcher N. Mercedes, P.Webb und Y. Rey Pompa, sowie die Outfielder M. Gesser und S.Wanders.
Konnte man in den Wochen zuvor noch auf einige Springer aus dem Bezirksliga-Team zurück greifen, musste man auch hier auf viele Spieler verzichten und den Sommerferien Tribut zollen.
Notgedrungen wurden kurzfristig zwei Spieler des zweiten Teams hochgemeldet, damit die maximale Anzahl von Springern (3) nicht überschritten wurde.
Entsprechend verhalten ging man in Spiel 1, in dem man seine Hoffnungen u. a. in Startingpitcher A. Sieber legte, der glücklicherweise an diesem Tag keine anderweitigen Verpflichtungen hatte.

Folgende Aufstellung sollte die Kohlen aus dem Feuer holen: A. Sieber (P), B. Mainzer (C), D. Kaiser (1B), A. Vasquez (2B), D. Lebron (3B), N. Kempkes (SS), C. Wiemers (LF), M. Jeschonek (CF), D. Rübenstahl (RF), B. Kiese (DH).

Nach einem soliden Start zeigt sich aber schnell, dass die Wuppertaler keine Kirmestruppe sind und zu Recht den zweiten Tabellenplatz innehalten. Mit einer tollen Offensivleistung gingen sie schnell mit 5 zu 0 in Führung, teilweise begünstigt durch dumme Fehler in der Marler Verteidigung. Schnell wurde Kaiser und Kempkes klar, dass man in diesem Spiel keinen Blumentopf gewinnen würde. Und so entschied sich Coach Kaiser dazu, unseren Pitcher A. Sieber zu Beginn des dritten Innings bei 0 Outs und Bases Loaded auszuwechseln, um ihn für das zweite Spiel an diesem Tag zu schonen und so noch die Hoffnung auf einen Split zu wahren. Auch wollte man andererseits versuchen, den gegnerischen Pitcher so viele Würfe wie möglich machen zu lassen, damit er im zweiten Spiel zu müde sein würde, um von Beginn an auf den Wurfhügel zu steigen.
Dies sollte sich im Laufe des Tages noch als taktisches Glanzstück erweisen.

An Siebers Stelle trat Kaiser selbst, der allerdings mit seinem zweiten Pitch direkt einen Grand Slam Home Run hinnehmen musste - der erste von zweien an diesem Tag gegen ihn.

Unser Team verlor dieses Spiel am Ende vollkommen verdient mit 20 zu 0, was nicht zuletzt auch auf eine katastrophale Schlagleistung zurück zu führen ist, bei der lediglich N. Kempkes einen Hit erzielte und B. Kiese der einzige Spieler war, der das dritte Base erreichte…

Nun ging es also daran, im zweiten Spiel ein Stück seiner Ehre zurück zu gewinnen. Dazu stellten Kaiser und Kempkes wie folgt um:
A. Sieber (P), B. Mainzer (C), D. Lebron (1B), A. Vasquez (2B), B. Kiese (3B), N. Kempkes (SS), André Werner (LF), M. Jeschonek (CF), D. Rübenstahl (RF).

Und es entwickelte sich schnell ein komplett anderes Spiel. Sehr gute Pitches von Sieber und eine um 180° gedrehte Offensive zeigten von Beginn an, dass man sich kein zweites Mal an diesem Tag „abschlachten“ lassen wollte.
Alle Sly Dogs agierten hochkonzentriert und machten es den Stingrays schwer, etwas Zählbares an die Punktetafel zu zaubern. Lediglich in einem einzigen von sieben Innings konnten die Gäste aus Wuppertal punkten. Im 2. Durchgang konnten sie, begünstigt durch zwei Fehler im Outfield, zwei Runs erzielen. Doch auch unser Team verstand es, die doch sehr bescheidene Ausbeute aus Spiel 1 (0 Punkte) zu übertreffen und so führte man nach Durchgang 4 mit 3 zu 2.
Von beiden Seiten wurde ein wirklich hochklassiges Baseballspiel geboten, in dem kein Team größere Schwächen zeigte und in dem beide Defensivreihen, trotz Runnern in aussichtsreichen Positionen, kaum Punkte zuließen. Immer wieder gelang es, den Lead-Runner aus zu machen, oder das entscheidende dritte Out zu erzielen, bevor ein weiterer Läufer die Home Plate erreichte.

Und so ging es mit einer knappen, aber nicht unverdienten Führung ins 7. und letzte Inning.
Sollten die Wuppertaler noch einen Run erzielen können, würden sie sich in die „Verlängerung“ retten, sofern unser Team (mit dem Recht nach zu schlagen), nicht auch punktet.
Entsprechend angespannt und konzentriert gingen die Sly Dogs auf das Feld, fest entschlossen, den Vorsprung über die Zeit zu retten. A. Sieber pitchte bereits sein 9. Inning an diesem Tag und musste diesen kräftezehrenden Spielen nach und nach Tribut zollen.
Der erste Batter der Gäste ging an den Schlag. Strike, Ball, Ball, Strike und dann der Treffer. Ein kurzer Flyball zwischen 1st-Base und Right Field, knapp in Höhe der Foulline. 2nd-Baseman Antonio Vasquez sprintete los, den Blick keine Sekunde vom Ball abgewandt und konnte diesen in letzter Sekunde doch noch aus der Luft fangen. Das erste Aus. Blieben noch zwei.

Der nächste Schlagmann trat an, um es besser als sein Vorgänger zu machen. Den zweiten Wurf konnte auch er treffen und schlug den Ball Richtung 3rd-Base. Dort stand B. Kiese, nahm den Ball auf und warf ihn zum mittlerweile eingewechselten 1St-Basemann Kaiser. Eine knappe Entscheidung. Dennoch, der Runner war aus! Nur noch ein weiteres Out und unsere Mannen sollten an diesem verrückten Baseballtag doch noch ein Erfolgserlebnis feiern.

Batter Nummer drei. Da die Gäste an diesem Tag schon mehrfach unter Beweis gestellt hatten, dass sie nicht nur gute Hits, sondern auch gute Home Runs schlagen können, war man gewarnt.
Ein Pitch, ein Schwung, das Geräusch, wie Aluminium auf einen mit Faden umwickelten und mit zwei Lederstreifen eingefassten Korkkern trifft. Doch ein verunglückter Treffer, welcher direkt auf Pitcher A. Sieber zu rollte. Dieser nahm den Ball mühelos auf und zögerte kurz, den Ball zum ersten Base zu werfen. Er wollte kein Risiko eingehen und lief lieber selbst zum Base, um das dritte und gewinnbringenden Aus zu erzielen.

Riesengroß war die Freude unter den Spielern. „Unglaublich!“ war die einhellige Beurteilung des Spiels, dass man nach einem 20 zu 0-Debakel noch zu so einer Leistung fähig war.

Die Sly Dogs bedanken sich bei den äußerst fairen Gegnern aus Wuppertal, mit denen man auch nach dem Spiel noch in lockerer Runde über diese beiden vollkommen unterschiedlichen Partien philosophierte und natürlich auch bei den Umpiren, die mit zu den Besten gehörten, die in dieser Saison Spiele unserer Teams leiteten.

Am 26. August geht es in der Verbandsliga weiter mit dem Nachholspiel in Pulheim. Man darf gespannt sein, was für zwei Spiele man dort sehen wird…

Autor:

B Kiese aus Marl

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