Demonstration von Marler Kanuten und Angler am 27.11.2017 im Kreishaus Recklinghausen

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Trotz  der frühen Zeit kamen über 100 Demonstranten ins Kreishaus. Die von den geplanten Regelungen für die Lippe betroffenen Kanu-Vereine und Angler in Marl haben am  27.11.2017 um 8 Uhr in Recklinghausen im Kreishaus eine  Demonstration durchgeführt, um ihrem Wunsch nach weiteren Gesprächen Nachdruck zu verleihen.  Auch der Faltbootclub Hamm Marl und die Bürgerinitiative Marl Hüls waren dabei.

In ihren Wortbeiträgen  wiesen Vertreter des Kanu-Verbandes NRW und der  Kanu-Vereine auf die besondere Bedeutung der Lippe für den Kanusport hin. Trotz eines bereits im Jahr 2001 einvernehmlich erarbeiteten Konzeptes zum Kanusport auf der Lippe waren die vom Umweltministerium NRW empfohlenen differenzierten Regelungen von der Verwaltung im Kreis Recklinghausen nicht aufgegriffen worden.

Kanuten und Angler sind keine Sündenböcke

Die Kanuten sehen ihre moderaten und sehr begrenzten Aktivitäten auf der Lippe nicht als Beeinträchtigung für Tiere und Pflanzen im Naturschutzgebiet. Sie wollen nicht als Sündenbock für andere herhalten, die der Natur in der Vergangenheit erheblichen Schaden zugefügt haben. Denn es gibt keine objektiven Erkenntnisse, wonach die bisherigen Kanufahrten auf der Lippe zu einem Rückgang von Tier- oder Pflanzenpopulationen geführt hätten. 

Die zuletzt vorgesehene Sperrung über acht Monate mit einer nicht realisierbaren Umfahrung des Naturschutzgebietes auf dem Kanal würde die  Anliegervereine in ihrer Existenz bedrohen. Nur vier Monate vor der eigenen Haustür auf der Lippe paddeln zu dürfen, reicht nicht als Grundlage für einen Kanusportverein. Die Auswirkungen auf die Kinder- und Jugendarbeit seines Vereins Freie Kanufahrer Marl schilderte daher auch sehr eindringlich der Vereinsvorsitzende der Freien Kanufahrer Marl, Frank Zapka. „Würden diese Pläne realisiert, ist es den jungen Kanuten nicht mehr möglich, ohne PKW-Einsatz Übungsfahrten auf der Lippe durchzuführen.“

Neue Gespräche über eine  naturverträgliche Kanu-Regelung auf der Lippe

Die Kanuten möchten  dass es mehr Zeit für neue Gespräche über eine angemessene naturverträgliche Kanu-Regelung auf der Lippe im Kreis Recklinghausen geben muss. 

Gesamtkonzept für Kanusport auf der Lippe

Die Kanuten sind der der Meinung, dass das im Jahr 2001 gemeinsam vom Umweltministerium, dem damaligem „Sportministerium“, ehren- und hauptamtlichem Naturschutz und dem Kanu-Verband NRW entwickelte Gesamtkonzept für Kanusport auf der Lippe  eine sehr differenzierte Befahrungsregelung im Kreis Recklinghausen zum Inhalt gehabt hat, die auch heute noch praktikabel ist. Dieses Konzept könnte der Ausgangspunkt für weitere Gespräche sein. An anderen Stellen entlang der Lippe oder an anderen Flüssen in NRW ist es gelungen, in vergleichbar schützenswerten Gebieten Lösungen zu finden, die gleichermaßen der Entwicklung des Naturhaushaltes dienen und die Ausübung eines natur- und landschaftsverträglichen Kanusports ermöglichen. Eine solche Lösung kann auch im Kreis Recklinghausen erreicht werden.

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