Evonik beendet Kohlestromerzeugung in Marl mit neuem Erdgaskraftwerk

Modelzeichnung des neuen Gaskraftwerk
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Evonik wird im Chemiepark Marl ein neues Gas- und Dampfturbinenkraftwerk errichten. Damit beendet der Spezialchemiekonzern nach mehr als 80 Jahren die Erzeugung von Strom und Dampf auf der Basis von Steinkohle in Marl.  Am 30. August haben Evonik und r Siemens die Verträge für den Bau des aus zwei Blöcken bestehenden Kraftwerks unterzeichnet. Der Baubeginn ist noch für dieses Jahr geplant, voraussichtlich im Jahr 2022 soll die Anlage, die Strom und Dampf in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt, in Betrieb genommen werden.

Kosten dreistellige Millionen-Euro

Das Projektvolumen liegt im dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Siemens Gas and Power verantwortet als Generalunternehmer gemeinsam mit seinem internen Partner Siemens Financial Services die Planung und Errichtung des gesamten Kraftwerks einschließlich eines neuen zentralen Leitstandgebäudes. Evonik betreibt die Anlage im Verbund mit den bereits vorhandenen Erdgaskraftwerken.

Mit dem neuen Kraftwerk stellt Evonik  langfristig die wirtschaftliche und zukunftsfähige Energieversorgung für den Chemiepark Marl, den größten Produktionsstandort von Evonik, sicher. Für die Produktion im Chemiepark ist neben dem Strom insbesondere die Dampferzeugung wichtig. Die Anlage hat eine Leistung von 180 Megawatt Strom - das entspricht dem Strombedarf von fast 500.000 Haushalten - und kann bis zu 440 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugen. Die Laststeuerung der Anlage ist hochflexibel. Dadurch kann sie einen Beitrag leisten, schwankende Einspeisung aus erneuerbaren Energien ins Stromnetz auszugleichen.
Aus dem Dampfverbundnetz des Standorts werden auch zukünftig rund 2000 Haushalte mit Fernwärme versorgt

Autor:

Siegfried Schönfeld aus Marl

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