TAKO, Taktile Kunstobjekte von Bärbel FRANK in der Ausstellung SINNE WANDELN im Marler Stern

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Die Künstlerin Bärbel FRANK möchte dem Betrachter Freiraum gewähren, keinen Zwang auferlegen, und so ist der Appell in dieser Ausstellung: Das Berühren der Kunst ist erwünscht! Kein Verbot soll das Auseinandersetzen mit dem Werk stören. Oft ist die haptische Erfahrung in uns viel tiefer verankert als die visuelle.

Die Ausstellung SINNE WANDELN

Die Marler Künstlergemeinschaft Kunst im Stern widmete sich in dieser Gemeinschaftsausstellung mit Gastkünstlern auf einem ganz sensiblen, individuellen Weg dem Thema Handicap. Verbote sind aufgehoben! Das Berühren der Kunstwerke ist erwünscht! Anders als im Museum und den Galerien darf nun getastet werden. Fühlen sie die Oberflächen. Blinde konnten die Bildbeschreibungen zu Fotografien und weiteren Werken hören. Hierzu wurden QR-Codes angelegt, welche dann per Smartphone über die Sprachausgabe zu hören waren.

TAKO Taktile Kunstobjekte
Kunst zum Anfassen

Seit vielen Jahren zeigt die Künstlerin unter unterschiedlichen Bedingungen ihre Collagen. Mal in absoluter Dunkelheit, im diffusen Licht einer Rotlichtbirne oder in gut ausgeleuchteten Räumen. Die Raumatmosphäre ist ihr wichtig, egal ob Zechenhalle, Kirche oder Galerie. Erst das taktile Ertasten mit geschlossenen Augen erweitert die persönliche Wahrnehmung erheblich. Fühlbare Reize des Materials erwecken Erinnerungen oder Vorstellungen. Frank spricht so ganz nebenher bei ihren Werken über ein sensibles Handicap und hat dazu Spuren auf ihren Arbeiten hinterlegt. Das zentrale Motiv ist der schleichende Prozess des Sehverlustes und darum findet man Bildtitel und das Künstlerkürzel "TAKO" in Brailletext (Blindenschrift) auf den Arbeiten.

Die Künstlerin Frank: "Kunst vermittelt Nähe und das in jeder Form - geistig, haptisch, visuell." Aus dieser Tatsache heraus entstehen Gemeinschaftswerke mit weiteren Künstlern. Mal sind es die Fotografen, mal der Steinmetz oder auch Musiker mit Klanginstallationen. Der kreative Austausch inspiriert zu neuen Ideen und gemeinsamen Projekten. Berührungsängste zu verschiedenen Stilrichtungen kennt Frank nicht. Die konstruktive Kunst findet sich farbenfroh wieder sowie die Pop Up Art mit Mutters Biberkragen. Kinetische, drehbare Werke reizen, und wirre Nagelobjekte lassen die technische Ader der Künstlerin erkennen. Die Bauzeichnerin verwendet gerne Baumaterialien, weil diese so etwas "Bodenständiges" besitzen.



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