Ein Buch vom Fröndenberger Archivar für Fröndenberger Bürger
30 Seiten mit Fakten

Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe und Autor Stadtarchivar Jochen von Nathusius stellen den Gesamtband „Kreis Unna“ und den Auszug „Fröndenberg/Ruhr“ vor. Foto: Benedickt
  • Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe und Autor Stadtarchivar Jochen von Nathusius stellen den Gesamtband „Kreis Unna“ und den Auszug „Fröndenberg/Ruhr“ vor. Foto: Benedickt
  • hochgeladen von Hans-Jürgen Köhler

Fröndenberg. Bürgermeister Friedrich-Wilhelm Rebbe findet nur lobende Worte: „Hochinformativ, übersichtlich, ein tolles Werk.“ Gemeint ist der Band 20 der Reihe „Städte und Gemeinden in Westfalen“. Herausgeber: der Landschaftsverband Westfalen Lippe (LWL).
Erarbeitet hat dieses Werk Stadtarchivar Jochen von Nathusius. Der aber gleich klarstellt: „Es handelt sich nicht um eine historische Abhandlung.“ „Unter zehn Kollegen war ich der Einzige, der diese Richtung vertrat. Aber es war schon spannend zu sehen, worauf Geografen ihr Augenmerk richten“, hat er bei der Zusammenarbeit eine ganz andere Blickrichtung festgestellt.
Der Band „Fröndenberg/Ruhr“ ist der Extrakt aus dem Gesamtwerk „Kreis Unna“, unter der Leitung von Dr. Carola Bischoff in zwei Jahren vollendet. Die jeweils einzelnen Ausgaben wurden dann zusätzlich auf Wunsch der einzelnen Kommunen geschaffen.
30 Seiten vollgepackt mit drei großen Kapiteln: „Lage und Entwicklung“, Leitlinie, Strukturen und Impulse“ und „Planungen und Perspektiven“ zeigen die Stadt in ihrer heutigen Form.
„Es sind beispielsweise sehr interessante Statistiken enthalten“, freut sich Rebbe. „Da ist zu erkennen, dass sich die Zahl der sozialpflichtig Beschäftigten in Fröndenberg von 2008 bis 2015 um mehr als 560 Personen gesteigert hat.“ Die Stadt entwickele sich also durchaus weiter, biete inzwischen mehr Arbeitsstellen im Bereich der Dienstleistungen an: „Wir bauen unsere touristischen Angebote immer weiter aus.“
Auch wenn es Probleme gebe, die in anderen Kommunen nicht bekannt sind. „In dem Buch ist eine Karte abgedruckt, die deutlich zeigt, dass wir fast komplett Wasserschutzzone sind.“ Ein Radweg direkt an der Ruhr entlang, der Fluss als das prägende Element, ist durch Vorgaben und Gesetze schwierig zu gestalten. „Wir müssen uns kümmern, damit andere Menschen sauberes Trinkwasser haben“, schmunzelt der Rathauschef.
Die Fotos, viele Nathusius-Eigenaufnahmen oder aus dem Archiv, zeigen die Entwicklung. Das Bild von 1950 offenbart die Innenstadt noch als Industriegebiet, schon 1980 sind dort Wohnhäuser zu erkennen. „Trotzdem sind wir mit dem Gewerbesteueraufkommen durchaus zufrieden“, war die Umwandlung von der Industriegemeinde in eine Dienstleistungskommune kein Griff in die Stadtkasse.
Die jetzige Lage der Innenstadt und der Stadtteile steht im Mittelpunkt der Texte, viele Aspekte werden behandelt. Verständlich geschrieben bietet der Band jedem Leser neue Erkenntnisse, die ihm „seine“ Stadt garantiert noch näher bringt. „Stadt Fröndenberg/Ruhr“ ist in der Buchhandlung Kern zu bekommen. 

Text und Foto: Peter Benedickt

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