Gymnasium an der Hönne: Architektur steht auf dem Stundenplan
Bauhaus macht Schule in Menden

Mit Modellen setzten die Schülerinnen und Schüler die Bauhaus-Vorgaben um.
  • Mit Modellen setzten die Schülerinnen und Schüler die Bauhaus-Vorgaben um.
  • Foto: Foto: Gymnasium an der Hönne
  • hochgeladen von Uwe Petzold

Schüler als junge Architekten und Stadtentwickler? Bauhaus-Gründer Walter Gropius wäre beeindruckt, könnte er die gelungenen Projektarbeiten sehen, die die Schüler des Gymnasiums an der Hönne anlässlich des 100. Jahrestages der Gründung des Bauhauses in Weimar 1919 erschaffen haben.

Menden. Im Kunstunterricht setzten sie sich mit den revolutionären Ideen der berühmten Ausbildungsstätte auseinander und entwickelten in Anlehnung daran eigene Entwürfe. Betreut wurden die Jugendlichen von Kunstlehrer Andreas Pohl und Architektin Verena Reiffer, die im Rahmen des „Bauhaus – macht – Schule“-Programmes den Unterricht ein halbes Jahr begleiten durfte.
Diese Initiative ist ein Sonderbeitrag der Architektenkammer NRW zu dem Jubiläumsprogramm „bauhaus 100 im westen“ des Landes Nordrhein - Westfalen. Unter professioneller Anleitung von Architekten sollen sich Kinder und Jugendliche mit den Inhalten des Bauhauses beschäftigen und praktische Projektarbeiten dazu umsetzten
Architektur, Wohnen und Stadtentwicklung sind Themen, mit denen Kinder und Jugendliche tagtäglich meist unbewusst in Berührung kommen. Um sie für ihre gebaute Umwelt zu sensibilisieren, startete die Architektenkammer NRW im Herbst 2002 nach Vorbildern in Frankreich und Finnland das Aktionsprogramm „Architektur – macht – Schule!“
Die Unterrichtsreihe, die im letzten Halbjahr gemeinsam von Kunstlehrer Andreas Pohl und Architektin Verena Reiffer in der Klasse 9b des Hönne – Gymnasiums durchgeführt wurde, zeichnete anlässlich des Bauhaus-Jubiläumsjahres die Geschichte der bekannten Kunsthochschule nach. In Vorträgen erfuhren die Schüler, wie das Bauhaus in den knapp 14 Jahren seines Bestehens das gestalterische Denken weltweit revolutioniert hat. Sie lernten einige der bedeutenden Bauhaus-Meister kennen und setzten sich mit deren Hintergrund und Ideen auseinander.
In Anlehnung daran erarbeiteten die Jugendlichen schließlich eigene Konzepte und Entwürfe. So entwarfen sie nach Vorbild des bekannten Barcelona-Pavillons, den der letzte Bauhaus-Direktor Ludwig Mies van der Rohe für die Weltausstellung 1929 in Barcelona entworfen hat, ein Museum mit angegliedertem Skulpturenpark für einen Kunstsammler. Des Weiteren lernten die Schüler die „De Stijl“-Gruppe in den Niederlanden kennen und entwickelten in Anlehnung an Piet Mondrians Neoplastizismus ein dreidimensionales Bild. Schließlich setzten sie sich mit den von Walter Gropius selbst entworfenen Meisterhäuser auseinander, die 1925 in Dessau für die Bauhaus-Meister errichtet wurden. Dieses Gebäudeensemble stand Pate für die letzte Entwurfsaufgabe der Schüler. Aus ineinander verschachtelten kubischen Körpern entwickelten sie Einfamilienhäuser für ihre Lehrer auf dem Sportplatzgelände hinter der Turnhalle.

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