Entwidmung durch Superintendentin Martina Espelöer
Abschied vom Mendener Ludwig-Steil-Haus

Vor der Entwidmung des Ludwig-Steil-Hauses wurde das Altarkreuz an die Mendener Albert-Schweitzer-Grundschule übergeben.
  • Vor der Entwidmung des Ludwig-Steil-Hauses wurde das Altarkreuz an die Mendener Albert-Schweitzer-Grundschule übergeben.
  • Foto: Heike Kiefer
  • hochgeladen von Uwe Petzold

Von einer ihrer Predigtstätten nahm die Evangelische Kirchengemeinde Menden jetzt Abschied. Im gemeinsamen Gottesdienst mit Superintendentin Pfarrerin Martina Espelöer wurde das Ludwig-Steil-Haus entwidmet.

Am 18. Juli 2018 hatte das Presbyterium der Gemeinde beschlossen, das Ludwig-Steil-Haus im Lahrfeld spätestens Ende 2020 zu schließen. Pfarrerin Dorothea Goudefroy dankte den vielen Haupt- und Ehrenamtlichen, die seit der Gründung 1975 an der lebendigen Gemeinschaft im Ludwig-Steil-Haus in unterschiedlichster Weise mitgewirkt haben. Zahlreiche Gäste waren im bis auf den letzten Platz belegten Ludwig-Steil-Haus erschienen. Unter ihnen waren Pfarrer i.R. Klaus Cibulski, der von 1975 bis 1996 die Gemeinde im Lahrfeld betreut hatte, die amtierende und ehemaligen Küsterinnen und die stellvertretende Bürgermeisterin Brigitta Erdem. Goudefroy nahm die Erinnerungen und die Trauer ihrer Gemeindeglieder auf und gab die tröstende Zusage: „Die Gemeinde bleibt im Vertrauen auf Gott zusammen – unabhängig vom Gemeindehaus.“  
Martina Espelöer betonte in ihrer Predigt zum Fischzug des Petrus (Lukas 5,1-11), dass die Gemeinde mit ihrer Entscheidung nicht allein ist: „Was Sie erleben, betrifft uns alle, als Gemeinschaft des Kirchenkreises.“ In ihrer Auslegung beschrieb sie, wie das Volk Jesus am See Genezareth drängte, sie zu lehren und er ein Boot als Kanzel bestieg, um zu der Gruppe zu sprechen: „Die Worte des Evangeliums weisen uns an diesem Tag nicht zu einem anderen Gebäude, sondern hinaus zu den Menschen.“ Die Superintendentin zitierte zudem aus den Briefen Ludwig Steils, die er im Frühjahr 1945 in Dachau geschrieben hat und aus denen sein tiefes Vertrauen in allen Fragen deutlich wird: „Wie werden Gottes Wege mit uns weitergehen? Und selbst rette er sich in die Antwort: „Am Ende steht immer ER selbst – Das ist Erquickung!“
Kantor Helmut Brandt und Cordula Goller-Kickermann begleiteten mit einer kleinen Gruppe von Gesangs-Solisten den Gottesdienst musikalisch. Elias Geltsch hielt die Lesung aus dem Alten Testament.
Während der Zeremonie wurden einige bedeutungsvolle Gegenstände aus dem Ludwig-Steil-Haus in neue Hände übergeben, damit sie auch weiterhin gemäß ihrer Bestimmung verwendet werden können. Die durch Spenden finanzierte Schiegnitz-Orgel bleibt der Gemeinde weiterhin erhalten und wurde symbolisch an Pfarrer Frank Fiedler für die Erlöserkirche in Bösperde übergeben. Die Antependien, die vor vielen Jahren von Mitgliedern der Frauenhilfe genäht und bestickt wurden, finden einen neuen Bestimmungsort im Paul-Gerhardt-Haus auf Platte Heide. Die Abendmahlsgeräte, eine Spende der Frauenhilfe Lahrfeld, werden zukünftig in der Heilig-Geist-Kirche eingesetzt. Das Altarkreuz bekam die Albert-Schweitzer-Grundschule-Lahrfeld für ihre Schulgottesdienste, die Walburgisschulen die Altarbibel. Das Auferstehungslicht der Osterkerze wird zukünftig in der Friedhofskapelle am Hahnenbusch leuchten.
Anschließend nahm Superintendentin Martina Espelöer die Entwidmung vor, die Gemeinde zog vereint aus dem Ludwig-Steil-Haus aus und machte sich auf zu ihrer neuen und gleichzeitig schon bekannten Predigtstätte, der Heilig-Geist-Kirche.

Autor:

Uwe Petzold aus Dortmund-Süd

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