Stadt Menden warnt vor unseriösen Angeboten
Neue Regeln bei Dichtheitsprüfungen

Hubertus Allhoff von der Stadtentwässerung der Stadt Menden rät, jetzt nicht noch auf dubiose Angebote hereinzufallen. Er steht auch jederzeit für eine Beratung zur Verfügung.
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  • Foto: Peter Benedickt
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Nach dem Willen der Regierungsfraktionen soll die Dichtheitsprüfung für private Abwasserleitungen in Nordrhein-Westfalen weitgehend abgeschafft werden. Die Kontrolle der Abwasserkanäle auf undichte Stellen soll in Wasserschutzgebieten nur noch bei Neubauten, wesentlichen Änderungen und in begründeten Verdachtsfällen vorgeschrieben werden. Das sieht ein Antrag von CDU und FDP vor, über den der Landtag in der kommenden Woche beraten wird.

Hubertus Allhoff, bei der Stadtentwässerung der Stadt Menden der Ansprechpartner, erläutert dabei den Begriff wesentliche Änderungen: „Ein neuer Anbau oder ein kompletter Innenaus- beziehungsweise -umbau fällt etwa darunter.“
Ein begründeter Verdacht erklärt sich fast von selbst. Eine undichte Leitung liegt wahrscheinlich vor, wenn Erde in den öffentlichen Kanal geschwemmt oder wenn Scherben sowie weiteres Material vorgefunden wird. Da die städtischen Kanäle in turnusmäßigen Abständen kontrolliert werden müssen, fallen Unregelmäßigkeiten meist auf.

Nachvollziehbare Gründe

Die Regierungsparteien in Düsseldorf wollen, dass nur noch anhand objektiver und nachvollziehbarer Gründe der Hauseigentümer tätig werden muss. „Wir gehen davon aus, dass spätestens in der zweiten Jahreshälfte die Prüfpflicht entfällt“, so Allhoff.
Die Prüfungen haben durchaus ihren Sinn. Wenn wirklich Schäden auftreten, ist es auch im Sinne der Eigentümer, dass Abhilfe geschaffen wird. Denn sollte sich Schmutzwasser zurückstauen, wird es erst richtig teuer. Zudem muss niemand gleich zusammenzucken, wenn Probleme festgestellt werden. „Es gibt eine Klassifizierung von A bis C, von Bagatelle bis Umgehend“, beruhigt Betriebsleiter Michael Mathmann. „Da bleibt immer Zeit zur vernünftigen Planung.“ Im Zweifel mit dem Video zur Stadtentwässerung kommen, dort kann nach Lage der Dinge eine Entscheidung besprochen werden.

Angebliche Schnäppchenpreise

Jetzt haben die Fachleute aus dem Westwall 19 die Befürchtungen das windige Unternehmen noch schnell zuschlagen wollen und an der Haustür versuchen, Verträge abzuschließen. „Wir können nur appellieren, jetzt die Füße still zu halten“, empfiehlt Allhoff. „Nicht ein Sanierungsangebot unterschreiben, nicht auf angebliche Schnäppchenpreise hereinfallen, meist wird es dabei am Ende richtig teuer.“
Zudem rät er, sich bei Bedenken an ihn zu wenden: „Holen sie sich eine Rückversicherung, rufen sie unter Tel. 02373/903-1218 an, wir beraten kostenlos rund um die Thematik.“ Es wird ein Termin vereinbart, denn eine Beratung macht nur vor Ort Sinn.
peb

Autor:

Uwe Petzold aus Dortmund-Süd

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