Drei Wochen hinter den Kulissen

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Das dreiwöchige Praktikum gehört zu der schulischen Ausbildung der neunten Klassen, um die Schüler schon auf das spätere Berufsleben vorzubereiten und sie bei der Berufswahl zu unterstützen. Somit hatte auch ich die Aufgabe, mir einen Praktikumsplatz zu suchen.
Mein Interesse galt schon seit einiger Zeit dem Beruf des Journalisten, also erkundigte ich mich bei Bekannten, die ebenfalls bei einer Zeitung ihr Praktikum absolvierten.
So kam ich auf den „Stadtspiegel“ und versuchte dort mein Glück. Und tatsächlich, ich bewarb mich und wurde angenommen.
Anfangs hatte ich ein wenig Angst vor den drei Wochen, doch als ich die Redaktion betrat und mir die Mitarbeiter so freundlich und offen gegenübertraten, war sie wie verflogen.
Nachdem wir uns kurz vorgestellt hatten, sagte mir mein Betreuer, dass ich schon direkt mit auf meinen ersten Pressetermin von einer Finanzfirma kommen durfte. Ich muss zugeben, das war ein kleiner Schock für mich. Ich dachte, ich würde es noch nicht schaffen alles Wichtige so schnell wie möglich aufzuschreiben. Doch als ich dann anfing, mir eifrig Stichpunkte zu notieren, wurde ich immer entspannter und es machte mir sehr viel Spaß.
Später, in der Redaktion, formulierte ich aus den Notizen meinen ersten eigenen Artikel, den mein Betreuer hinterher überarbeitete.
Nach diesem schönen ersten Tag, war ich schon sehr gespannt auf die Darauffolgenden.
Meine Erwartung war berechtigt.
Trotz der trockenen Theorie und der intensiven Kurzeinführung in die Grundkenntnisse des Journalismus an den ersten Tagen fand ich es sehr interessant, das Geschehen hinter den Kulissen der Zeitung zu beobachten.
An manchen Tagen schaute ich auch einer Kollegin zu, die die Veranstaltungen, Tipps der Redaktion und Notdienste schreibt.
Sie zeigte und erklärte mir, wie sie bei ihrer Arbeit vorgeht. Nachdem ich es verstanden hatte, durfte ich mit ihrer Hilfe auch etwas davon aufschreiben.
An einem weiteren Tag schaute ich einer anderen Mitarbeiterin dabei zu, wie sie Fotos bearbeitete. Es machte mir viel Spaß, Bilder auch selbst zu bearbeiten und es war sehr interessant zu sehen, was man an Fotos alles machen kann, um sie für die Zeitung gerecht zu machen.
Zwischendurch bekam ich auch die verschiedenen Abteilungen Kundenberatung, Verwaltung, Kleinanzeigen-Annahme und Vertrieb gezeigt und wurde dort den restlichen Mitarbeitern vorgestellt.
Im Laufe der nächsten zwei Wochen fuhr ich mit dem erfahrenen Redakteur noch auf einige Pressekonferenzen, zum Beispiel auf das Schloss Wocklum in Balve, in die Kulturschmiede in Fröndenberg und in das Kulturbüro im Mendener Rathaus. Sogar bei einem städtischen Schaufenster-Wettbewerb durfte ich in der Jury sitzen.
Es machte mir viel Freude auch selber Fotos auf Presseterminen zu schießen und einige Einspalter und Artikel zu verfassen beziehungsweise zu überarbeiten.
Zudem war es auch sehr aufregend von meinem Betreuer zu hören, wen er schon alles kennen gelernt hat und welch eine große Spannweite von Tätigkeiten sein Beruf besitzt. Ein paar Bekanntschaften durfte ich ebenfalls machen. So traf ich beispielsweise den Archivar von Fröndenberg Jochen von Nathusius, die Vorsitzenden des Fördervereins Jochen Hänel und Monika Schröer und Rainer Timpe und Rosalie Freifrau von Landsberg-Velen (Veranstalter der Landpartie).
In den drei Wochen beim Stadtspiegel lernte ich viel über den Beruf des Journalisten und entdeckte die Vielfalt, die hinter der abwechslungsreichen Tätigkeit steckt. Ich bin dankbar, dass ich mit meinen 15 Jahren schon solch einen intensiven Einblick haben durfte. Denn es war sehr hilfreich im Hinblick auf meine berufliche Zukunft. Nun kann ich mir durchaus gut vorstellen, meinen Weg in die journalistische Richtung weiterzuführen.

Autor:

Peter Benedickt aus Fröndenberg/Ruhr

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