TV-Moderatorin Claudia Ludwig: Tierschutz rund um die Uhr

Claudia mit den Glückspilzen, die mit ausreisen durften. | Foto: Charlotte Ludwig-Dinkel
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6 Fragen an die TV-Moderatorin und Buchautorin

Wenn man an TV-Moderatorin und Buchautorin Claudia Ludwig denkt, fallen eingefleischten Tierfreunden Schlagworte wie „WDR Fernsehen“, „Tiere suchen ein Zuhause“ und eventuell „Straßenhunde aus Südeuropa“ ein. „Internet-TV“ gehörte bislang nicht dazu. Das galt lange Zeit auch für die Moderatorin selbst. Seit gut einem Jahr jedoch sind das Internet und Claudia Ludwig zwei Gegensätze, die sich anziehen. Und zwar auf „Tiervision.de“. Dort gibt’s nämlich jeden Freitag eine neue Folge von „Claudias Tiervermittlung“ zu sehen.

Frau Ludwig, warum haben Sie sich für das Internetportal Tiervision entschieden?
Während meiner Zeit beim WDR hatte ich nicht die Möglichkeit, mich anderen Projekten zu widmen. Das hole ich jetzt nach. Wichtig für mich war vor allem, dass ich dahinter stehen kann. Hinter Tiervision stehen Menschen, die eigentlich Tierversicherungen verkaufen. Das ist etwas, was ich vertretbar finde. Natürlich sind auch ein paar Sponsoren dabei, sonst wäre so ein Portal gar nicht finanzierbar.

Wie groß war für Sie persönlich der Schritt vom TV ins Internet?

Für mich war das Internet am Anfang natürlich Neuland, mittlerweile bin ich absolut fasziniert davon, welche Möglichkeiten es bietet. Gerade auch für den Tierschutz. Es gelingt uns beispielsweise, jeden Freitag eine neue Sendung ins Netz zu stellen. Das Schöne dabei ist aber: Alle Sendungen bleiben zu sehen und sind permanent verfügbar!

"Wir sind jetzt flexibler"

Wo liegt der Unterschied zu ihrer ehemaligen Sendung „Tiere suchen ein Zuhause?
Tatsächlich war die Umstellung gar nicht so groß. Die Sendung ist ähnlich wie „Tiere suchen ein Zuhause“. Auch bei „Claudias Tiervermittlung“ zeigen wir Tiere, die zu vermitteln sind und solche, die über die Sendung ein schönes Zuhause gefunden haben. Der größte Unterschied liegt eigentlich darin, dass wir jetzt wesentlich flexibler sind: Wir sind nicht mehr an Sendezeiten gebunden! Zudem bin ich jetzt deutschlandweit unterwegs, statt ausschließlich in NRW. Und ich kann jetzt auch einmal ein paar Tiere mehr vorstellen, als eigentlich geplant war, weil es ja keine feste Sendelänge gibt. Manchmal geschieht das allerdings zum Leidwesen unserer Videojournalistinnen, die das Ganze dann schneiden dürfen...

Das Portal ist noch sehr jung. Wie sieht Ihre Vermittlungsbilanz bisher aus, sind Sie zufrieden?
Natürlich kommen wir noch nicht an die Zahlen, wie bei „Tiere suchen ein Zuhause“. Wir müssen einfach noch bekannter werden. Über das Internet erreichen wir auch einfach ein anderes Publikum. Die Anrufe oder Mails der Interessenten kommen eben nicht alle gleichzeitig, sondern über einen längeren Zeitraum verteilt. Und mit Sicherheit wird sich das Internet gegenüber dem klassischen Fernsehen mittelfristig immer mehr behaupten.

"Die Hündin mochte meinen Mann nicht"

Wie in der TV-Sendung „Die Hundeflüsterin“ (ZDF) kürzlich zu erfahren war, haben Sie sich nach dem Tod ihres Schäferhundes Matteo eine Maremmano-Hündin aus dem Tierschutz ins Haus geholt. Wie versteht sie sich mit der zweiten Hündin, die sich im Haushalt befindet? Das schaute in der Sendung nicht ganz so leicht aus...
Ach, meine ältere Hündin ist manchmal eine Zicke! (lacht) Aber die Beiden verstehen sich mittlerweile gut. Nur mit meinem Mann hatte sich Neve, die aus einem völlig überfüllten Tierheim auf Sardinien stammt, ein, zwei Wochen schwer getan! Ihn hat sie immer angebellt – aber auch nur ihn! Das war schon ziemlich unangenehm und stressig. Doch mein Mann hat super reagiert. Ich bin wirklich froh, dass er so eine Engelsgeduld mit ihr hatte und mich trotz ihres Verhaltens immer unterstützt hat. So ein großer weißer Herdenschutzhund war ja immer mein Traum gewesen. Zum Glück konnte mein Mann inzwischen Neves Vertrauen gewinnen, und die beiden schmusen und toben zusammen. Neve hat auch keine zwei Wochen nach ihrem Einzug bei uns gleich den turbulenten 11. Geburtstag unseres Sohnes miterlebt und war dabei völlig entspannt und von den Kindern genauso begeistert wie umgekehrt.

Wie geht es für Sie weiter, ist ein TV-Comeback denkbar?
Das gab es sogar schon! Im vergangenen Jahr hatte ich eine vierteilige Sendereihe zum Thema „Mobbing“ in Sat1. Viele in meinem Bekanntenkreis haben sich darüber sehr gewundert, weil es ausnahmsweise mal nicht um Tiere ging. Aber ich bin ja schließlich Journalistin und als solche immer wieder und sehr gerne auch für andere Themen zuständig. Gut möglich, dass es in diesem Jahr eine Fortsetzung der Sendereihe geben wird.

Ich drücke die Daumen! Vielen Dank für das Gespräch!

Autor:

Manuela Lieflaender aus Menden (Sauerland)

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