Zur Diskussion frei gegeben: Deutschland - Bananenrepublik?

Großer Streit am Stammtisch. Rentner Paul hatte die Bundesrepublik Deutschland mit Entwicklungsländern verglichen. Und dabei kam seiner Meinung nach unser Land gar nicht gut weg.
Das brachte Nachbar Karl aber von sowas auf die Palme: „Hier ist alles geregelt. Hier nimmt alles seinen vorgegebenen Lauf.“ Von A wie „Approbationsordnung für Apotheker“ bis Z, die „Verordnung über das Berufsbild des Zinngießer-Handwerks“. Alles festgelegt. Nichts mit Bananenrepublik.
So gern er sonst über die Regierenden meckert, hier gewinnt die Vaterlandsliebe die Oberhand.
Paul hatte aber auch Argumente, die nicht so ganz ohne waren. „Was war denn mit dioxinbelastentem Altfett in Tierfutter?“ Mit verseuchten Bockshornkleesamen aus Ägypten, die zur EHEC-Seuche führen und bei der „Einreise“ niemanden auffielen?
„Wenn ich erkältet bin, esse ich ein Hähnchen“, so der Rentner weiter, „da ist mehr Antibiotika drin als in einer Tablette.“
Und dann zog er seinen Joker. Da hat eine Geschäftsführerin mal locker fünf Millionen Euro, die für gemeinnützige Zwecke gesammelt worden waren, für Tiere und die Natur, veruntreut.
Nun sprach der Richter das Urteil: „Zwei Jahre auf Bewährung und 170.000 Euro Geldstrafe.“ Ja, da lohnen sich Straftaten mal so richtig. Fehlte nur noch, dass die Täterin gefragt hätte, „Und, kann ich jetzt das restliche Geld behalten?“
Das ist doch alles ein bisschen Banane hier bei uns. Oder nicht?

Autor:

Peter Benedickt aus Fröndenberg/Ruhr

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