Wanderung zum Hexenteich
Hegering gewährt interessante Einblicke in die Pflanzenwelt unseres Waldes für Alt-Menden-Besucher

Am vorletzten Samstag gab es für die Besucher der Begegnungsstätte „Treff Alt Menden“ ein besonderes Highlight. Auf zwei unterschiedlichen Wegen – einer davon kinderwagengeeignet – liefen etwa 45 Wanderer verschiedenen Alters und unterschiedlicher Herkunft von „Alt Menden“ bis zum Hexenteich und zurück.
Auf dem Weg wurden die Wanderer durch interessante Informationen, verpackt in teilweise kuriose Geschichten, unterhalten und zum genauen Hinschauen veranlasst. Frau Höppe vom Hegering lenkte ihre Aufmerksamkeit auf große und kleine Pflanzen, sprach über deren Besonderheiten, ihre Heilkraft oder ihre Giftigkeit, erzählte zum Staunen ihrer Zuhörer über die von mittelalterlichen Frauen gewebten „Kettenhemden“, die aus versponnenem „Feenhaar“, feinen Fasern des Weidenröschens, hergestellt wurden und die Männer vor Schwerthieben schützen konnten. Sie ließ die Wanderer eine Strecke lang mit einem Spiegel unter den Augen herumlaufen, sodass sie den Wald aus einer ungewohnten Perspektive wahrnehmen konnten. Und immer wieder zeigte sie auf, wie man Wildkräuter gegen gesundheitliche Beschwerden oder Verletzungen einsetzen kann, so zum Beispiel den Breitwegerich zur Linderung von Juckreiz und Schmerzen bei Insektenstichen. Sie zeigte, wie man Brennnesseln anfassen kann, ohne von deren nesselnden Widerhaken gequält zu werden, klärte über Zecken auf und wie man sie entfernen kann.
Auf einem anderen Weg wurden Familien mit Kinderwagen geführt. In einem Bollerwagen transportierten sie Spielmaterial, das zwischendurch und am Ziel, dem Hexenteich, zum Einsatz kam und kleine sowie große Spieler begeistere.
Am Hexenteich gab es außer Pflanzen auch Kunst zu bestaunen. Die Botschaften, die Mile Prerad in seinen Skulpturen aus Baumstämmen geformt hat, wurden gezeigt und erklärt und von den Wanderern, von denen viele eine Fluchtgeschichte haben, intuitiv verstanden.
Die Wanderung diente neben der Bewegung und den Informationen dem Austausch zwischen den Beteiligten. Dabei bewährte sich das Auf-dem-Weg-Sein, bei dem es zu flexiblen Gesprächsmöglichkeiten zwischen Menschen verschiedener Nationalitäten kommen konnte.
Den Abschluss des kurzweiligen Nachmittags bildete nach der Rückkehr zur Begegnungsstätte ein gemeinsames Essen mit gegrillten Würstchen und gesunden Beilagen, wobei sich alle ausruhen konnten – zum Teil auf den Sitzgelegenheiten, die Jugendliche in einer gemeinsamen Aktion aus Paletten für „Alt Menden“ hergestellt hatten.

Autor:

Marika Eggers aus Menden (Sauerland)

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