Preisverleihung im Gut Rödinghausen
Heimatpreis für den Treff Alt Menden

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Die Freude war groß unter den drei Empfängern des diesjährigen Heimatpreises der Stadt Menden: der Halinger Dorfgemeinschaft, den Bieberschlümpfen und dem Treff Alt Menden. Neben einer kräftigen Finanzspritze bekamen sie auf diese Weise eine öffentliche Anerkennung für ihre Arbeit und einen Motivationsschub für die Fortsetzung ihres ehrenamtlichen Einsatzes.
Einer der beiden ersten Preise wurde dem „Treff Alt Menden“ zugesprochen, einer vergleichsweise jungen Organisation, die erst im September 2018 die Tore ihrer weitgehend selbst renovierten Begegnungsstätte an der Stadtmauer 33 eröffnet hatte.
In seiner Laudatio hob Uwe Siemonsmeier, Beigeordneter der Stadt Menden, die Bedeutung der Flüchtlingshilfe hervor: „Sie schenken Menschen, die ihre Heimat auf traumatische und irreparable Weise verloren haben, ein Stück Heimat zurück, auch wenn es die Wurzeln dieser Menschen niemals wird ersetzen können. Sie fahren mit ihnen nach Bonn ins Haus der Geschichte und vermitteln diesen Menschen damit so unendlich viel von dem, was unsere Heimat für uns in Deutschland aufgewachsene Menschen bedeutet.“
Und weiter führte er aus, was für die Auswahl durch die Jury unter anderem von Bedeutung war:
„Auch dies ist Sinn der Verleihung des Heimatpreises, dem Wort Heimat seine ursprüngliche, aber auch seine globale Bedeutung zu geben, Heimat auf der einen Seite als Basis, als Fundament, als Wurzel und Herkunft zu empfinden und auf der anderen Seite offen zu sein für neue Umgebungen, für Menschen aus anderen Kulturen, mit anderen Verhaltensweisen, Überzeugungen, Auffassungen und Wertmaßstäben.“
Im Publikum waren im Kaminsaal von Gut Rödinghausen zahlreiche Besucher des Treffs Alt Menden, für die die in einem feierlichen Rahmen erfolgte Preisverleihung ein besonderes Erlebnis war. Auch sie empfanden die Wertschätzung, die sich in diesem Preis ausdrückt, mit Dankbarkeit und Freude; denn Integration – und damit auch Heimischwerden in Menden – ist ja ein Prozess, der von beiden Seiten erfolgt: von Seiten derjenigen, die eine neue Heimat suchen und akzeptieren sowie derjenigen, die ihnen Zugehörigkeit gewähren wollen.
Das Orgateam brachte bei seinen Dankesworten zum Ausdruck, dass die Begegnungsstätte noch mehr Interessenten gebrauchen kann, die sich auf vielfältige Weise einbringen können: als Besucher, die sich mit den Flüchtlingen in der deutschen Sprache unterhalten, bis hin zu Paten, die sich um einzelne Menschen kümmern und sie in ihren Alltagsangelegenheiten unterstützen.

Fotos: Peter Benedickt (Foto: Besucher und Orgateam des Treffs Alt Menden mit Laudatoren) und Thomas Eggers (Fotos: Preisverleihung, Publikum, Erster Heimatpreis)

Autor:

Marika Eggers aus Menden (Sauerland)

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