Helfer verbal und körperlich attackiert
Entsetzen über Angriff auf Rettungskräfte

Deutliche Worte findet der Moerser Bürgermeister Christoph Fleischhauer für den Angriff auf zwei Rettungssanitäter der Feuerwehr Moers an Donnerstagmorgen, 1. November, an der dortigen Festivalhalle. Am Rande eines Einsatzes hatte eine Gruppe von Männern die beiden Mitarbeiter tätlich angegriffen. Das Ensetzen ist groß. 

"Es ist unfassbar, dass Menschen in Uniform bei der Ausübung ihrer beruflichen Tätigkeiten und bei Hilfeleistungen attackiert werden. Das kann und will ich als Dienstherr nicht hinnehmen“, so das Stadtoberhaupt. Er hatte bereits im November 2016 in einem Gespräch mit der Leitung der Feuerwehr Moers und einem Teil der Rettungskräfte versichert, dass er voll hinter den Mitarbeitenden steht und Anzeigen gegen verbale und tätliche Angriffe voll unterstützt. Fleischhauer sieht das Problem in einer negativen Entwicklung der Gesellschaft.
„Früher begegnete man einander noch mit Respekt – vor allem Menschen in Uniform bei Ausübung ihres Dienstes. Dies ist leider nicht mehr der Fall.“ Er hofft, dass künftig auch die Allgemeinheit das Thema stärker im Blick behält. „Dazu gehört es sicher auch, Danke zu sagen, wenn Feuerwehr, Polizei oder Rettungsdienst gute Arbeit geleistet haben“, so Fleischhauer abschließend.

Sanitäter mussten in Krankenhaus

Der Vorfall ist im Rahmen eines rettungsdienstlichen Notfalls passiert. Die zwei Mitarbeiter der Hauptwache Moers wollten mit einem Rettungswagen eine internistisch erkrankte Person von der Eventhalle zum Krankenhaus bringen. Dabei fuhr der Wagen in Glasscherben. Ein Reifen wurde so stark beschädigt, dass eine Weiterfahrt zum Krankenhaus nicht mehr möglich war.
In der Nähe des liegengebliebenen Wagens sahen die beiden Mitarbeitet eine massive Schlägerei, bei der sie schlichten wollten. Die beteiligten Personen haben die beiden Helfer zuerst verbal attackiert und sind dann tätlich geworden. Deshalb mussten die Sanitäter zum Krankenhaus Bethanien transportiert und ärztlich behandelt werden. „Die beiden Kameraden konnten ihren Dienst nicht wiederaufnehmen. Von der Stadt Moers wurde den betroffenen Kollegen Hilfsangebote bei eventuell auftretender posttraumatischer Belastung angeboten“, erläutert Christoph Rudolph, Leiter der Feuerwehr Moers.

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