Angriff auf Helfer: Moers-Bürgermeister Fleischhauer bei Feuerwehrehrung mit klaren Worten
"Unerträglicher Zustand!"

Bürgermeister Christoph Fleischhauer und Christoph Rudolph, Leiter der Feuerwehr, ehrten im Kulturzentrum Rheinkamp verdiente „Blauröcke“. Foto: pst
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Lobende, aber auch sehr klare und ernste Worte fand Moers´ Bürgermeister Christoph Fleischhauer bei der diesjährigen Jubilarehrung der Moerser Feuerwehr. Anlass war der tätliche Angriff auf zwei Rettungssanitäter in der Nacht zum 1. November.

„Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem geworden, dass die, die helfen wollen, selbst zu Opfern werden. Das ist für mich unerträglich“, sagte Fleischhauer. Er riet als Dienstherr dazu, auch nur jedes kleine Delikt gegen Rettungskräfte anzuzeigen: „Wir machen uns stark für sie, dass sie ihre Arbeit geschützt ausführen können.“
Im Kulturzentrum Rheinkamp dankte das Stadtoberhaupt den Feuerwehrleuten für ihre jahrzehntelange Arbeit in verschiedenen Löschzügen. Zum Thema Hauptfeuer- und Rettungswache mahnte der Bürgermeister zur Geduld. Das sanierungsbedürftige Gebäude soll in den nächsten Jahren modernisiert oder neu gebaut werden. „Wir müssen hier Sorgfalt vor Schnelligkeit walten lassen“, so Fleischhauer.

Erheblicher Anstieg bei den Einsatzzahlen

Der Leiter der Feuerwehr Moers, Christoph Rudolph, bedankte sich ebenfalls bei allen Feuerwehrangehörigen. „Alle Einsätze wurden in hervorragender Weise abgearbeitet!“ Seit Anfang des Jahres hat die Moerser Feuerwehr bereits 1.140 Brand- und Hilfeleistungseinsätze (313 Brände und 827 Hilfeleistungen)und circa 13.000 Rettungsdienst-Einsätze erfolgreich absolviert. „2018 ist ein wieder in allen Bereichen erheblicher Anstieg der Einsatzzahlen zu verzeichnen“, so Rudolph weiter. In diesem Jahr wurden mindestens 15.000 Bürger durch die Feuerwehr Moers gerettet, geschützt oder vor Not bewahrt. Besondere Einsätze waren beispielsweise im Januar beim Sturm Friederike oder bei überörtlichen Hilfen für die Nachbarstädte. Im Sommer mussten die Wehrleute nicht nur Menschen, sondern Bäume retten, indem sie Bewässerungsmaßnahmen unterstützt haben.

Seit 65 Jahren in der Wehr

Das Feuerwehr-Ehrenzeichen in Silber (25 Jahre) haben Frank Bittlinsky, Andre Gundlach, Marcus Heger, Christian Heilmann, Frank Welzel und Walter Witalla erhalten. Mit dem Zeichen in Gold (35 Jahre) wurden Hans-Gerd Achterberg, Heinz-Peter Börgartz, Michael Cronenberg, Frank Egler, Udo Karschnick, Volker Klein, Uwe Kroppen, Guido Krothofer und Michael Meimers geehrt. Bereits 40 Jahre sind Frank Berger, Siegbert Kant, Karlheinz Kind, Peter Kleinbongard, Benno Muhlert, Heinz Renz, Horst Steiner, Frank Steinert, Johannes Verdonschot und Harald Ziepke tätig. Seit 50 Jahren engagieren sich Ulrich Eickmeyer, Helmut Plüm, Manfred Schäfers und Reiner van Es. „Spitzenreiter“ des Abends war Fritz Kräbber, der bereits seit 65 Jahren in der Feuerwehr tätig ist.
Eine besondere Überraschung hatte Feuerwehrchef Rudolph für seine Mitarbeiterin Sigrun Kren. Sie wurde für ihre 40-jährige Verwaltungstätigkeit in der Feuerwache geehrt.

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