Moers: Das UNESCO-Projekt "sevengardens" soll in der Stadt realisiert werden
Ein Färbergarten für das "W"

Es grünt so grün: Im Wallzentrum soll ein kleiner Garten entstehen.
  • Es grünt so grün: Im Wallzentrum soll ein kleiner Garten entstehen.
  • Foto: Kristina Zalesskaya
  • hochgeladen von Andrea Becker

Das vom Schlosstheater initiierte Projekt, das "W-Zentrum für urbanes Zusammenleben", das im September des vergangenen Jahres seine Pforten öffnete und vom Land NRW über drei Jahre gefördert wird, liegt nicht umsonst mitten im Moerser Wallzentrum: Ziel des Projektes ist es, diesen Ort mit Kultur zu beleben und das Gebäude, auch im Rahmen der Stadtentwicklung, neu in Szene zu setzen. So möchten die Akteure nun einen kleinen Garten entstehen lassen und dafür die von der UNESCO ausgezeichnete und deutschlandweit aktive Initiative "sevengardens" nach Moers holen.

Moers. Das Konzept "sevengardens" wurde von dem Künstler Peter Reichenbach ins Leben gerufen und ist eine global agierende Netzwerkinitiative des gemeinnützigen Vereins atavus e.V.. Basis der Arbeit von sevengardens sind die Realisierung von Färbergärten und die Gewinnung von Naturfarben aus den Färberpflanzen.
Die Idee dazu entwickelte sich durch die angegriffene Gesundheit des Esseners, reagierte er doch plötzlich allergisch auf die chemischen Farben, mit welchen der Künstler tagtäglich arbeitete. Peter Reichenbach begann, sich für Naturfarben zu interessieren und damit zu experimentieren. Das Unternehmen Färbergärten war geboren und nahm seinen Lauf. Mittlerweile hat der Essener sein Projekt weltweit präsentiert und selbst in Südafrika finden sich seine Färbergärten.

Eine stadt- und bildungsentwickelnde Komponente 

Auch das Team des "W-Zentrum für urbanes Zusammenleben" zeigte sich davon begeistert, nahm mit dem Künstler Kontakt auf und plant nun, eine kleine, grüne Lunge im Wallzentrum zu schaffen.
Projektkoordinatorin Janna Hüttebräucker sieht bei der Realisierung eines hiesigen Färbergartens nicht nur die Nachhaltigkeit, sondern zugleich auch eine stadt- und bildungsentwickelnde Komponente. "Neben der Handwerkstechnik, lernt man auch viel über die Nachhaltigkeit von Gärten", so Hüttebräucker im Gespräch mit dem Wochenmagazin Moers und weiter: "Die grüne Lunge, die hier entstehen soll, muss sich nicht nur auf Färbergärten beschränken, es können viele Ideen umgesetzt werden, sodass sich das Projekt, gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern und den Bewohnerinnen und Bewohnern des Wallzentrums, organisch entwickeln kann."
Apropos, Ideen: Bürger, die bereit sind, zu gärtnern, sind am Dienstag, 10. November, um 18.30 Uhr im Wallzentrum, Neuer Wall 2-4, zu einem Netzwerkabend eingeladen. Im Rahmen einer Infoveranstaltung wird der Künstler Peter Reichenbach dann vor Ort sein Konzept vorstellen. "Jeder, der einen grünen Daumen und Vorstellungen hat, soll kommen", so die Projektkoordinatorin.

Bürger mit grünem Daumen gesucht

Mit der Realisierung soll dann im Frühjahr 2021 begonnen werden. Für März des kommenden Jahres ist zudem ein ganztägiger, kostenloser Workshop mit dem Künstler geplant, bei dem die Teilnehmer in die Herstellung von Naturfarben eingeweiht werden.
Corona-bedingt ist eine verbindliche Anmeldung für die Auftaktveranstaltung bis Montag, 9. November, per E-Mail unter dasw@schlosstheater-moers.de oder per Tel. 0281/9164921 notwendig.

Autor:

Andrea Becker aus Essen-Borbeck

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