Umjubelter Auftritt der Knappen
Knappenchor – Herbstkonzert – Ausverkauft – Ein toller Abend

Der letzte linksrheinische Knappenchor in voller Montur.
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Ein fester Programmpunkt im Moerser Kulturkalender, der erste Samstag im November eines Jahres, ist das Herbstkonzert des Knappenchores Rheinland. Ebenso traditionell, die Plätze im Kulturzentrum Rheinkamp sind restlos besetzt. So war es auch am Samstag dem 3. November dieses Jahres.

Gewohnt humorvoll begrüßte der erste Vorsitzende der Knappen, Peter Noruschat die anwesenden Gäste, insbesondere die anwesenden Vertreter der Moerser Politik, besonders herzlich aber die beiden Ehrenhauerinnen Erika Scholten und Elke Thalhorst, die dem Knappenchor schon seit vielen Jahren die Treue halten.

Natürlich gehörte der erste Programmpunkt des Abends der Tradition des bergmännischen Gesanges. Später ging der Chor, geleitet von seinem Dirigenten Theo Dahmen und unterstützt durch den befreundeten Chor des MGV „Cäcilia“ Liedberg dann zu Klängen der Gruppe „Santiano“, also zur Musik der Waterkant über. So kamen kraftvolle Klänge aus geschätzt mehr als 80 Männerkehlen, die in ihrer geballten Kraft unter die Haut gingen. Sehr schnell war das Publikum eingefangen und lauschte konzentriert den Darbietungen.

Der Sänger und Liedermacher Rainer Migenda aus Dorsten, den die Knappen als weiteren Programmpunkt aufgeboten hatten, brachte gesellschaftskritische Lieder von Hannes Wader und Reinhard Mey, ebenso wie selbstverfasste Kompositionen zu Gehör. Auch er hatte spätestens nach dem dritten Lied den ganzen Saal „im Sack“. Das steigerte sich, als er die Anwesenden aufforderte, doch bitte mitzusingen. Es zeigte sich, daß die Moerser sehr textsicher und stimmgewaltig sind, egal ob bei Oldies, Rock oder Pop. Sofort sprang der Funke über, das Publikum hätte am liebsten immer weiter gemacht. Einer der anrührendsten Momente des Abends, ein betagter Herr aus dem Publikum hatte seine Mundharmonika dabei und rockte, gestützt auf seinen Gehstock, zusammen mit Migenda die Bühne.

Ruhiger und besinnlicher ging es dann im nächsten Programmpunkt weiter, dem Auftritt des Akkordeon-Ensembles St. Tönis, einer achtköpfigen Gruppe unter Leitung von Thomas Waser, die vom, wie für das Akkordeon geschaffenen, Tango bis zu Klängen der „Westside Story“ einiges zu Gehör brachte, auch hier lauschte das Publikum andächtig, es war mucksmäuschenstill im Saal. Höhepunkt der Darbietung war dann das mit sieben Akkordeons und einer alten Schreibmaschine vorgetragene Stück „The Typewriter“, vielen bekannt als Slapstickfilmchen von Jerry Lewis.

Abgerundet wurde der Abend dann durch einen gemeinsamen Auftritt der beiden Chöre, zusammen mit der Akkordeon-Gruppe.

Langanhaltender Beifall war der verdiente Lohn für die Akteure des Abends.

Daß die Kumpel und ihr Publikum das sprichwörtliche Zusammenstehen nach wie vor pflegen, zeigte eine in der Pause durchgeführte Sammlung, die von einem Mitglied des Knappenchores angeregt war. Für den „Mühlenberger Stollen“, ein Besucherbergwerk das vom Bergmannsverein St.Barbara in Bleialf in der Eifel eingerichtet wurde, kürzlich durch eine Überschwemmung schwer geschädigt, kamen aus den Taschen des Publikums stolze 1186 Euro zusammen. Peter Noruschat überreichte den aus der Eifel angereisten Bergknappen den Sammel- Eimer und gab ihn mit auf den Heimweg nach Bleialf.

Nach dreieinhalb Stunden war es dann Zeit, den Abend mit einem von Chor und einem erfüllten Publikum aus voller Kehle gesungenen „ Ein Tag voll Harmonie verklang.... „ zur Melodie von „Amazing Grace“ ausklingen zu lassen.

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