Sandra Kaiser ist "Pflegerin mit Herz" im Seniorenstift Bethanien Moers
Aufgeschlossen, fröhlich und humorvoll

Anita Brunken fühlt sich von ihrer Pflegerin mit Herz, Sandra Kaiser, bestens umsorgt.
  • Anita Brunken fühlt sich von ihrer Pflegerin mit Herz, Sandra Kaiser, bestens umsorgt.
  • Foto: Heike Cervellera
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Moers. Aufgeschlossen, fröhlich und humorvoll – drei Eigenschaften, die die 51-jährige Sandra Kaiser, qualifizierte Pflegehelferin, auf den ersten Blick ausstrahlt. Und die sie in ihrem Beruf auch benötigt, um mit insgesamt 35 demenzerkrankten Bewohnern im Seniorenstift der Stiftung Krankenhaus Bethanien Moers zu arbeiten. „Ich wollte immer die Ausbildung zur Altenpflegerin machen“, sagt sie. Deshalb absolvierte sie nach ihrem Realschulabschluss ein Praktikumsjahr im Bethanien Krankenhaus. Und dann kam alles anders: Statt die ersehnte Altenpfleger-Ausbildung zu starten, erhielt sie eine Absage und ihre Eltern, die eine Gaststätte in Neukirchen-Vluyn führten, zogen nach Oldenburg. Sandra Kaiser zog mit und machte in Oldenburg eine dreijährige Ausbildung zur Fleischereifachverkäuferin. Sie kehrte aber 1990 mit ihrer Familie nach Neukirchen-Vluyn zurück und bewarb sich nochmal bei der Stiftung Krankenhaus Bethanien Moers, wo sie bis heute nach einem erfolgreich abgeschlossenen Kursus als Schwesternhelferin arbeitet. 2006 absolvierte sie schließlich eine interne Qualifizierung, sodass sie sich seither als „Qualifizierte Pflegehelferin“ bezeichnen darf.
Sandra Kaiser wurde dem Wochen-Magazin von der Angehörigen eines ihrer Schützlinge vorgestellt: „Sie ist eine Pflegerin mit Herz, diesen Titel hat sie sich einfach verdient.“ Sie gehe auch nach dreißig Jahren noch voller Hingabe in ihrem Beruf auf, denn sie pflegt und umsorgt die Bewohner auf dem Demenzbereich voller Empathie und Liebe. Sie habe immer ein offenes Ohr, auch für die Angehörigen, die ja auch Kummer und Sorgen haben. "Man muss wirklich sagen, dass wir alle uns mal für später so eine Pflegekraft wünschen können wie Sandra Kaiser", sagt die Tochter einer demenziell erkrankten Seniorin.
"Sie verbreitet immer gute Laune, singt viel, ist so positiv und strahlt, das steckt viele Bewohner einfach an. Sandra sagt selbst immer, wenn ich einfach nur meine Arbeit machen kann, das liebe ich, das hier ist ein wenig wie mein zu Hause, wie mein Wohnzimmer. Wir können alle hoffen, dass es in Zukunft noch viele solcher Pfleger gibt, so verliert man die Angst davor, selbst mal Hilfe in Anspruch nehmen zu müssen."
Die so wertgeschätzte Pflegekraft freut sich über das Lob und berichtet: „Ich habe gelernt, Betten zu beziehen, wenn noch Bettlägerige darin lagen, jemanden anzuziehen oder zu mobilisieren, sprich in einen Stuhl setzen oder zur Toilette zu bringen. Es ist vor allem die Dankbarkeit, die mich so erfüllt. Einerseits von den Bewohnern, die sich zum Beispiel trotz ihrer Krankheit noch an mich erinnern, wenn ich für einige Tage nicht da war und dann sagen ‚Schön, dass du wieder da bist`. Andererseits auch von den Angehörigen, die ihre Eltern oder Bekannte hierhin bringen und keine Hoffnung auf Verbesserung sehen und dann aber feststellen müssen, dass diese hier bei uns richtig aufblühen.“
An einen besonderen, aber auch traurigen Moment erinnert sich Sandra Kaiser, die sich seit 15 Jahren ehrenamtlich beim Hospizverein Neukirchen-Vluyn engagiert, bis heute: „Eine ältere Dame des Hauses lag im Sterben und ich habe ihr gesagt, dass ich sie lieb habe. Mit ihrem letzten Atemzug sagte sie ‚Ich dich auch`.“ Es seien vor allem diese und andere Momente gewesen, die ihr immer wieder aufs Neue deutlich machten, wie wertvoll ihre Arbeit sei. „Ich bleibe hier bis zu meinem letzten Arbeitstag, also mindestens 15 Jahre“, gesteht sie mit einem Zwinkern. Anita Brunken fühlt sich von ihrer Pflegerin mit Herz, Sandra Kaiser, bestens umsorgt.Foto: Cervellera

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Lokalkompass Moers aus Moers

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