Initiativkreis stellte beim „Zukunftsgipfel Moerser Innenstadt“ Ideen vor, um die City wieder attraktiver zu gestalten
„Es ist fünf Sekunden vor zwölf“

Die Innenstadt soll wieder attraktiver werden. Der Initiativkreis Moers hat dazu viele Ideen.
  • Die Innenstadt soll wieder attraktiver werden. Der Initiativkreis Moers hat dazu viele Ideen.
  • Foto: Heike Cervellera
  • hochgeladen von Nadine Scholtheis

„Es ist nicht fünf Minuten vor zwölf, sondern fünf Sekunden vor zwölf, was die Wirtschaft in Moers angeht“, machte Guido Lohmann jetzt beim „Zukunftsgipfel Moerser Innenstadt“ deutlich. „Und nicht nur hier, sondern in ganz Deutschland“, führt der Vorsitzende des Initiativkreises Moers aus.
Zum gut einstündigen Online-Meeting des Initiativkreises waren unter anderem die Fraktionsvorsitzenden der im Rat vertretenen Parteien, MoersMarketing-Chef Michael Birr, Hotelier Elmar Helling, Doris Lewitzky, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes Kreis Wesel/Duisburg, und Achim Reps von der ISG (Immobilien-und Standortgemeinschaft) eingeladen. Guido Lohmann stellte die vielfältigen Ideen vor, um die Moerser Innenstadt wieder zu beleben und künftig attraktiver zu machen. Große Sorge bereite dem Initiativkreis die momentane Lage der Wirtschaft. „Schon vor Corona hat die Händlerschaft in Moers mit großen Problemen zu kämpfen gehabt. Die Pandemie hat die Lage jetzt noch einmal drastisch verschärft“, so Lohmann. Jetzt sei es Zeit Impulse zu setzen und proaktiv zu handeln. „Mit unseren Ideen möchten wir motivieren, anregen, aber auch auffordern.“ Wichtig sei nun, parteiübergreifend und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Guido Lohmann sprach von einer „Neuen Moerser Geschlossenheit.“

"Aufbruch Moers 2021" und "Perspektive Moers 2030"

Die Vorschläge des Initiativkreises sind vielfältig und aufgeteilt in „Aufbruch Moers 2021“ und in „Perspektive Moers 2030“. Zu den Maßnahmen, die kurzfristig erfolgen sollen, gehört unter anderem die Ausdehnung der Öffnungszeiten für die Außengastronomie bis zum 31. Dezember 2022 auf 23 Uhr und kostenlose Parkplätze bis Mitte dieses Jahres. Zudem, erklärt Lohmann, sei eine Erweiterung der Markttage um Angebote hiesiger Aussteller wünschenswert sowie ab Mai ein regelmäßiger Street-Food Abendmarkt in der Moerser City. Eine attraktive Moers-App sollte außerdem geschaffen werden.
Zu den Zukunftsperspektiven bis 2030 gehört unter anderem eine Digitalisierung in der ganzen Stadt, quasi „Internet für alle“, eine Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Stadt, die Erschaffung von bezahlbarem Wohnraum und das Beibehalten des Kastellplatzes als Veranstaltungsort und Parkmöglichkeit. „Oasen zu schaffen ist wichtig, aus einer Betonstadt eine grüne Stadt zu machen“, blickt Lohmann in die Zukunft. Auch eine überdachte Markthalle gehört zu den Ideen des Initiativkreises. All dies seien wichtige Schritte in die Richtung, Moers auf lange Sicht attraktiver zu machen. „Wir brauchen ein gutes Marketing für die Stadt. Das haben wir, vertreten durch Michael Birr, auch in Moers. Um vieles zu schaffen, müssen wir ihm aber auch die finanziellen Mittel zur Verfügung stellen“, fordert Guido Lohmann.

"Händler möchten wieder loslegen"

Doris Lewitzky stellte gegen Ende des Meetings kurz die aktuelle Situation des Handels dar: „Der Handel ist gebeutelt und am Ende. Die Händler möchten wieder loslegen. Es muss etwas passieren. Ich unterstütze die Gemeinsamkeit von Gastronomie, Handel und Handwerk, die Herr Lohmann ansprach.“ Große Sorge mache ihr, dass es eine Reihe an Insolvenzfällen geben werde. Achim Reps von der ISG sprach von wenig Hoffnung und Wut der Händler aufgrund der Situation und von gar nicht oder nur sehr schleppend gezahlten Überbrückungshilfen. Reps sprach sich unter anderem für eine verlässliche Öffnungsstrategie und für die Verbesserung der Digitalisierung in der Innenstadt aus.
Eine Diskussion mit den anderen Teilnehmern der Online-Konferenz sei an dieser Stelle nicht geplant, führte Lohmann aus. Es ginge vielmehr zunächst darum, die Ideen des Initiativkreises vorzustellen. Bürgermeister Christoph Fleischhauer ließ es sich jedoch nicht nehmen das „Schlusswort“ zu ergreifen: „In Moers tut sich etwas. Einige Ideen sind bereits auf den Weg gebracht.“
Weitere Forderungen des Initiativkreises sind der sorgsame Umgang mit der anstehenden Kanalsanierung in der Innenstadt. Zudem brauche Moers mittelfristig ein neues Verkehrskonzept, dass den Anforderungen des nächsten Jahrzehnts gerecht werde.

Autor:

Nadine Scholtheis aus Moers

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