Was für eine Freude - Das grüne Klassenzimmer wurde mit Jugendpreis ausgezeichnet

Da stürmen die Kinder los: Unterricht in der Natur ist in. Foto: Peter Malzbender
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Die Erstklässler der Gemeinschaftsgrundschule Budberg-Orsoy haben es gut: Sie werden alle zwei bis drei Wochen auf der Streuobstwiese des NABU Rheinberg unterrichtet.

„Unterricht an der frischen Luft, bei Wind und Wetter, auf einer tollen Wiese voller Leben“, beschreibt es Dr. Maria Gerlach, die die Idee zu diesem nicht alltäglichen Schul-Erlebnis hatte und in Kooperation mit dem NABU/Rheinberg umsetzen konnte.

Ein eigenes Bienenvolk?

In ihrer Bewerbung berichteten die Kinder davon, dass sie „an jungen und alten Obstbäumen beobachtet haben, wie sie sich im Laufe eines Jahres verändern“ und dabei erfahren, wie es möglich ist, dass sie Jahr für Jahr leckere Früchte tragen. Die Ansiedlung eines eigenen Bienenvolkes gehörte zu den Höhepunkten.
Für Dr. Marion Mittag, Jurymitglied und Tochter von Namensgeber Dr. Hermann Klingler, ist sicher, mit den Schülern den richtigen Jugendpreisträger gewählt zu haben: „Aus den Schilderungen der Erstklässler wird deutlich, dass sie eine emotionale Bindung mit der Natur eingegangen sind und es genossen haben, die natürliche Umwelt über ein Jahr hinweg an einem Ort mit all seinen jahreszeitlichen Verwandlungen zu erleben.“ Da Streuobstwiesen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas zählen, konnte der Freiluftunterricht thematisch aus dem Vollen schöpfen: „Brennnesseln und ihre Bewohner“, „morsches Holz“, „die Mistel und ihre Bedeutung“ oder die „winterliche Welt der Wasserkristalle“ sind nur einige Beispiele für die große inhaltliche Vielfalt des Projektes. Ein Höhepunkt war die Ansiedlung eines eigenen Bienenvolkes, was die Schülerinnen und Schüler mit der Unterstützung von zwei NABU-Imkern von der leeren Beute bis zum Honignaschen aktiv umgesetzt haben.

„Schule machen“

„Dieses Beispiel belegt, dass solch elementare Erfahrungen mit wichtigen und ganz vielfältigen Lernergebnissen auch in den Schulalltag integriert werden können“, sagt NABU-Landesvorsitzender Josef Tumbrinck. Er hoffe, dass dieses Beispiel auch andernorts im wahrsten Sinne „Schule mache“. Die Partnerschaft mit NABU-Gruppen könne ebenfalls als geeignetes Muster gelten. Auf der Wiese in Rheinberg-Orsoy hatte nach den Sommerferien die neue 1c den Staffelstab von ihrer Vorgängerklasse übernommen. Auf diese Weise werden dort hoffentlich noch viele Erstklässler in den Genuss des Naturerlebnisses Obstwiese kommen und vom "Freiluft-Klassenzimmer" profitieren.

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