4. Friedenscamp der SCI:Jugenderkstatt in Italien

Die Jugendwerkstatt beim Empfang des Bürgermeisters Michele Silicani ( vorne rechts kniend )
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  • Die Jugendwerkstatt beim Empfang des Bürgermeisters Michele Silicani ( vorne rechts kniend )
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Zum vierten Mal reiste jetzt die Jugendwerkstatt des SCI:Moers unter Leitung der Sozialpädagogin Jasmin Brambosch in die Toskana um ein Friedenscamp an der Gedenkstätte in Sant Anna di Stazzema durchzuführen.
10 Tage lang arbeiteten fünf junge Leute aus der Jugendwerkstatt mit ihrem Werkpädagogen Helmut Perlitz an zwei Sitz-Bank-Garnituren die auf dem Rundweg an der Gedenkstätte aufgestellt wurden.
Der SCI:Moers hat in diesem Jahr offiziell die Patenschaft über die Gedenkstätte als „Ort der Erinnerung“ vom Landschaftsverband Rheinland übertragen bekommen. Im August 1944 wurden 540 Bewohner des Dorfes von SS-Truppen ermordet, das Dorf selbst nahezu zerstört. Seit 2008 engagiert sich der Landschaftsverband gemeinsam mit dem SCI:Moers und will mit diesen Projekten jungen Menschen Geschichtsbewusstsein vermitteln. Neben theoretischer Bildungsarbeit sollen Jugendliche hier vor allem praktische Erfahrungen sammeln.

Ein besonderer Ansatz beim diesjährigen Friedenscamp war ein Kooperationsprojekt mit der Kunstschule in Pietrasanta, dem Nachbarort von Stazzema. An dieser Schule werden Kunsthandwerker ausgebildet, die u.a. mit dem in der Toskana reichhaltigem Vorkommen an Marmor arbeiten. In einer gemeinsamen Produktion
arbeiteten die Jugendlichen der Jugendwerkstatt mit den italienischen Auszubildenden an einer Stele, die an Giosue Carducci, den ersten italienischen Nobelpreisträger für Literatur, erinnern soll, der in dieser Gegend lebte. Mit einer feierlichen Einweihung unter Beteiligung des Bürgermeisters von Stazzema, Michele Silicani und zahlreichen Vertretern von Presse und Fernsehen wurden die Bänke und die Stele an die Gedenkstätte übergeben.
Für November ist ein Gegenbesuch italienischer Jugendlicher nach Moers vorgesehen, getreu dem Motto des SCI:Moers: Friedensarbeit heißt aus der Geschichte für die Gegenwart und Zukunft lernen.

Die Jugendwerkstatt beim Empfang des Bürgermeisters Michele Silicani ( vorne rechts kniend )
Enrico Pieri, Überlebender des Massakers von 1944 freut sich über die Zusammenarbeit von deutschen und italienischen Jugendlichen
Autor:

Frank Liebert aus Moers

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