Kohlekraftwerk wird nicht gebaut

7000 Protest-Postkarten übergaben rund 25 Bürger aus Moers und Rheinhausen im Vorfeld der Kraftwerks-Entscheidung an die ENNI. Die ENNI-Geschäftsführung wurde aufgefordert, sich von ihrer Unterstützung der Kohlekraftwerksplanung im Chempark Krefeld-Uerdingen zu verabschieden und stattdessen für ein klimafreundliches und hocheffizientes Gas- und Dampfkraft zu votieren. Norbert Bömer, Sprecher der Bürgerinitiative Saubere Luft, begründete die Aktion unter anderem damit, dass sowohl für Rheinhausen als auch fü
  • 7000 Protest-Postkarten übergaben rund 25 Bürger aus Moers und Rheinhausen im Vorfeld der Kraftwerks-Entscheidung an die ENNI. Die ENNI-Geschäftsführung wurde aufgefordert, sich von ihrer Unterstützung der Kohlekraftwerksplanung im Chempark Krefeld-Uerdingen zu verabschieden und stattdessen für ein klimafreundliches und hocheffizientes Gas- und Dampfkraft zu votieren. Norbert Bömer, Sprecher der Bürgerinitiative Saubere Luft, begründete die Aktion unter anderem damit, dass sowohl für Rheinhausen als auch fü
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  • hochgeladen von Susanne Schmengler

Die Trianel Kraftwerk Krefeld Projektgesellschaft (TKK) hat beschlossen, am Standort Krefeld-Uerdingen kein Kohlekraftwerk zu bauen, an dem Standort aber festzuhalten. Dort soll nun ein Gas- und Dampfturbinenkraftwerk (GuD) entstehen.
Auch die ENNI Energie & Umwelt wird - als eines von 30 Stadtwerken und einer der TKK-Gesellschafter - an dem Projekt festhalten. „Ich freue mich über die klare Entscheidung aller Partner pro Erdgas. Nach den Veränderungen in der Energiepolitik macht die Umorientierung Sinn“, sagte ENNI-Geschäftsführer Stefan Krämer. „Wir haben nun den Beschluss, die technische und wirtschaftliche Machbarkeit zu prüfen. Bis zu einem möglichen Baubeschluss ist es in jedem Fall noch ein weiter Weg.“ Nach eigenen Aussagen arbeitet Krämer seit Jahren daran, die regenerativen Anteile beim Stromeinkauf zu erhöhen und vermehrt Strom selbst zu produzieren.
Das Ziel: ENNI will am Mix aus regenerativen und fossilen Energieträgern bald eine rund 50 Prozent entsprechende Menge des hiesigen Strombedarfs selbst erzeugen.
Ob das Projekt tatsächlich realisiert werden kann, ist derzeit allerdings noch offen. „Trotz optimaler Ausrichtung des Konzeptes auf die Anforderungen der Energiewende sind bis zur erfolgreichen Realisierung des GuD noch etliche Steine aus dem Weg zu räumen“, meint auch TKK-Geschäftsführer Martin Hector. Wie in Moers hatte es in zahlreichen Städten in den letzten Monaten Proteste gegen die Beteiligung der kommunalen Unternehmen am geplanten Kohlekraftwerk gegeben.
Dazu Elisabeth Hanke-Beerens, Vorsitzende der Grünen in Moers: „Der Beschluss der Stadtwerke-Vertreter beweist einmal mehr, dass sich Protest lohnt. In zahlreichen Städten sind Bürger aktiv geworden, um sicherzustellen, dass ihre Stadtwerke bei Investitionen Klimaschutz-Aspekte berücksichtigen. Die Energiewende wird damit auch von den Menschen in den Städten getragen.“
Auch die Linke in Moers zeigte sich erfreut über die energiefreundlichere neue Planung: „Der Dank gilt allen Beteiligten und zeigt, dass Protest und Bürgerwille zum Ziel führen, wenn sie kräftig unterstützt werden. Die Linke in Moers/Neukirchen-Vluyn wird auch weiterhin tatkräftig solche Initiativen unterstützen“, sagte Sprecher Gerhard Kleefeld.

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