Zulieferer und Bauunternehmen für Bauträger EVONIK umgehen LKW-Verbote - Wann greift die Verwaltung in Moers endlich durch?

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Wer meine vielen Artikel über unsere Anwohnerinitiative Meerbeck-Ost/Hochstraß in Moers http://www.lokalkompass.de/gruppen/anwohnerinitiative-meerbeck-osthochstrass-38.html gelesen hat, weiß, dass wir zahlreiche Probleme durch ein Riesen-Neubausiedlungsprojekt der EVONIK-Wohnen GmbH haben. Zwei Probleme habe ich erfolgreich mit 2 Bürgeranträgen in Angriff genommen, aber weitere Probleme schlummern endlich angegangen zu werden. Die wilden Mülldeponien auf dem Baugelände schienen wir eigentlich schon durch den Beschluss zum Bürgerantrag 1092 beseitigt zu haben, aber die Verwaltungen der Stadt Moers und des Kreises Wesel setzen beschlossene Maßnahmen nur zögerlich um, oder wenn sie von sich aus mal die Umsetzung bestätigen, müssen wir Anwohner stets nachweisen, dass dieses noch nicht zur vollsten Zufriedenheit geschehen ist, wie auch der Beitrag http://www.lokalkompass.de/moers/politik/stadt-moers-qbaugelaende-am-1210-entmuelltq-unser-gegenbeweis-qfotos-vom-58-+-2310q-d24313.html eindeutig beweist.

Ähnlich ist es auch mit der Problematik, dass der Bauverkehr nicht die extra für 250.000€ gebaute Bauverkehrsstraße zur Entlastung der Anwohner benutzt. Letzte Woche wurden nach über 6 1/2 Monaten zähem Ringen die letzten von mir geforderten Maßnahmen umgesetzt. Aber nach meiner Erfolgsmeldung "Initiative lohnt (Teil 1): Letzte Maßnahmen gegen Bauverkehr im Wohnviertel vor Vollendung" http://www.lokalkompass.de/moers/politik/initiative-lohnt-teil-1-letzte-massnahmen-gegen-bauverkehr-im-wohnviertel-vor-vollendung-d23494.html gibt es immer wieder Berichte von Anwohnern, dass die mühevoll durchgesetzten Maßnahmen von Zulieferern und Bauunternehmen für den Bauträger EVONIK demontiert und sogar zerstört werden.

Der Leiter des Tiefbauamtes Herr Hormes und sein Stellvertreter Herr Lindner haben sich zu diesen ungeheuerlichen Vorgängen seit letzten Mittwoch noch nicht geäußert, wie der unten angehängte Mailverkehr mit Beobachtungen aus meiner Nachbarschaft eindrucksvoll beweist. Jede Meldung aus unserem Wohnumfeld wird an das Tiefbauamt, an den Mailverteiler unserer Anwohnerinitiative und an die örtliche Presse weitergeleitet. Für Morgen hat sich aufgrund dieses Mailverkehrs schon ein Redakteur der Lokalzeit Duisburg des WDR zur Orts- und Drehbesichtigung der derzeitigen Situation angekündigt. Monika Meurs, die verantwortliche Redakteurin des Wochen-Magazins Moers, sagte auch schon weitere Berichterstattung zu.

Never ending story????????

Der Mailverkehr nach meiner Mail vom 2.11. (siehe obigen Beitrag "Initiative lohnt: ...):

Von: Bernd
Gesendet: Mittwoch, 3. November 2010 19:39
An: Christian Voigt
Betreff: Re: Initiative lohnt: Letzte Maßnahmen gegen Bauverkehr im Wohnviertel vor Vollendung

Hallo Christian,
ein sicher schon toller Erfolg für Euch. Danke für Eure Mühe. Allerdings möchte ich Dir ein paar Fotos zeigen, aufgenommen vor ein paar Wochen, Gestern und Heute. Es ist zwar Prima das die Stadt veranlasst hat, Schilder aufstellen zu lassen, mir fehlt es jedoch an jeglicher Überprüfung seitens der Stadt. Mein Nachbar bekommt ein Knöllchen, weil sein Wagen ein paar Tage (TÜV abgelaufen) an der Straße stand. Die LKW's fahren trotz der Schilder weiter in die Kometenstr., nach dem Motto, vielleicht passe ich da ja doch durch. Bislang habe ich die Füße ja still gehalten, da ich auch die Baufirmen und auch die Fahrer verstehen kann. Was ich nicht verstehen kann, dass wenn die Bürgersteige zugeparkt sind, meine Einfahrt dicht ist, ich mich dann noch blöde anmachen lassen muß, weil ich aus der Ausfahrt möchte und hier seitens der Behörden nichts gemacht wird. Seit Tagen fahren die LKW bis vor die Poller und laden dann in aller Ruhe ab. Der gestrige LKW stand über eine halbe Stunde vor unserer Tür zum abladen. Ich mußte mir heute Abend mal einmal Luft machen. Ich denke die folgenden Bilder geben einen Eindruck der von mir beschriebenen Situationen wieder.

Mit freundlichem Gruß

Bernd

Das ist der zweite Collin LKW innerhalb von 20 Minuten

(Fotos)

oder mitten im Kreuzungsbereich wird entladen.

(Fotos)

vor gut 4 Wochen

(Fotos)

Die Fotos sind alle gestern und heute Mittag innerhalb einer Stunde entstanden. Was hier sonst noch so abgeht weiß ich ja auch nicht, da ich morgens auf Arbeit und Nachmittags auch z.T. unterwegs mit meiner Tochter bin.

Wir haben es auch schon erlebt, dass LKW's morgens um halb sieben in der Kreuzung stehen und am abladen sind.

Nochmals Grüße

Bernd

Von: Christian Voigt
Gesendet: Mittwoch, 3. November 2010 21:58
An: Lutz Hormes und Herbert Lindner
Cc:
Betreff: WG: Initiative lohnt: Letzte Maßnahmen gegen Bauverkehr im Wohnviertel vor Vollendung
Wichtigkeit: Hoch

Anwohnerinitiative Meerbeck-Ost/Hochstraß
c/o Christian Voigt

Sehr geehrter Herr Hormes und Herr Lindner,

zunächst möchte ich mich im Namen vieler Anwohner zwischen Bismarck-, Römer- und Westerbruchstraße bedanken, dass nun fast alle bisher besprochenen Maßnahmen gegen den Bauverkehr umgesetzt wurden. Immer hin sahen 57 % aller Rückmeldungen unserer Anwohnerfragebogenaktion im Mai den Bauverkehr als störend und 43 % äußerten sich nicht dazu. Jedoch fehlt eine Verengung an der Ecke Kometenstr./Merkurweg, wie sie uns seinerseits in der Mail von Herrn Lindner angekündigt war. Des weiteren erachten wir es für sinnvoll, dass an allen Engstellen an die Pöller Hinweisschilder „Rettungsweg-bitte freihalten“ kommen. Auch fehlt noch die Tempo 20 –Beschilderung in der Planetenstraße und an den Mündungsbereichen in dieses Gebiet. Wann werden diese Maßnahmen umgesetzt?

Im Anhang finden Sie eine Schilderung mit Fotos über die Möglichkeiten der Missachtung der Baustraßennutzung von Nachbar Bernd, aus der ersichtlich wird, dass Kontrollmaßnahmen dringend erforderlich sind. Wir bitten daher dringend um Abhilfe. Für weitere Auskünfte steht Ihnen gerne Nachbar Bernd zur Verfügung.

Über eine baldige Rückmeldung zu allen noch offenen Punkten und Problemfeldern wäre ich Ihnen wie immer dankbar.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Voigt

Gesendet: Do 04.11.2010 08:20

Hallo Herr Hormes und Herr Lindner,

auf die Schnelle eine Mailweiterleitung, die deutlich macht, dass weitere Kontrollen nötig sind.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Voigt

Von: Stephanie
Gesendet: Donnerstag, 4. November 2010 07:16
An: Christian
Betreff: Pöller Meteorstr./Universumspl.

Guten Morgen Christian,

ich wollte nur kurz was loswerden bezüglich der Verengung auf der Meteorstr./Universumsplatz; Gestern vormittag habe ich beobachtet, dass zwei von der Meteorstrasse kommende LKW mit Hilfe eines rangeholten (ich denke mal Bauarbeiter) durch die Verengung gefahren sind. Und zwar wurde kurz der Pöller entfernt. Da dies der erste Morgen nach Erstellung war, gehe ich mal davon aus, das es nicht bei dem einen Tag bleibt. Eher halten alle LKW-Fahrer und Bauarbeiter zusammen.

Wir finden es übrigens super, was hier alles passiert ist!!!!

Mit freundlichen Grüßen
Steffi

Von: Andre
Gesendet: Dienstag, 9. November 2010 19:42
An: 'Christian Voigt'
Betreff: AW: Initiative lohnt: Letzte Maßnahmen gegen Bauverkehr im Wohnviertel vor Vollendung

Hallo Christian,

im Bereich der Meteorstr Richtung Kindergarten rauscht der Verkehr wieder.
Die Ursache habe ich selber nicht gesehen, ist mir aber wie folgt vorgetragen worden; gestern war Entleerung der braunen Tonnen, der Müllwagen hat den Pöller runtergeklappt um durchzufahren, danach ist ein weiterer Laster durchgefahren, der Fahrer war so freundlich nach der Durchfahrt den Pöller wieder hochzustellen, danach kam der Müllwagen wieder und hat den Pöller rausgenommen und in die Ecke geschmissen.

Ich versuche mal den Pöller wieder einzustecken, weiß aber nicht, ob dass ohne den entsprechenden Schlüssel funktioniert

Gruß
Andre'

Von: Christian Voigt
Gesendet: Dienstag, 9. November 2010 23:09
An: Herbert Lindner und Lutz Hormes
Cc: Norbert Ballhaus (Bürgermeister), Guenter Wusthoff (Dezernent) und Georg Peeters (EVONIK)
Betreff: Maßnahmen gegen Bauverkehr im Wohnviertel werden von Zulieferern und Bauunternehmen der EVONIK "ausgehebelt" // Welche Kontrollen, Sanktionen und Konventionalstrafen sind im Städtebaulichen Vertrag von 2003 vorgesehen? Durchgreifen der Stadtverwaltung?
Wichtigkeit: Hoch

Anwohnerinitiative Meerbeck-Ost/Hochstraß
c/o Christian Voigt

Sehr geehrter Herr Hormes und Herr Lindner,

leider habe ich auf die u.g. Mails der letzten Woche (2.11. + 3.11. + 4.11.) bzgl. den noch ausstehenden fehlenden Maßnahmen (Tempo 20-Beschilderung, Verengung Merkurweg, Feuerwehrzufahrt-Beschilderung) und den notwendigen Kontrollen, da immer wieder Zulieferer und Baufirmen für EVONIK die Baustraße nicht nutzen, die bisherigen Maßnahmen grob missachten und fahrlässig handeln, bis heute noch keine Antwort Ihrerseits für die Anwohner in Meerbeck-Ost/Hochstraß erhalten. (Nach eigenen Erkundungen haben wir positiv festgestellt, dass zumindest die Verengung Merkurstraße inzwischen eingerichtet wurde).

Gestern Abend ist mir wieder eine Situation geschildert worden, wie Zulieferer und Baufirmen den Pöller an der Meteorstraße eigenmächtig entfernt haben. Dieses bestätigt auch die heutige Mail von Nachbar Andre'. Beim Spaziergang gestern Abend konnte ich sehen, dass der Pöller notdürftig wieder in die Verankerungsbuchse gesteckt wurde. Heute Abend wurde mir von Nachbar Marcus, dessen Frau die Mail vom 4.11. geschrieben hat, gezeigt, dass der Pöller um die Ecke lag. Bei genauerem Hinschauen konnten wir erkennen, dass die Verankerung, Führungsschiene und Führungsstifte des Pöllers mutwillig verbogen und zerstört wurden.

Daher frage ich Sie nochmal im Namen vieler Anwohner, die mir seit letztem Dienstag mitteilten, wie froh und dankbar sie über die weiteren Maßnahmen sind (es gab nur eine kritische und unzufriedene Äußerung), welche Kontrollmaßnahmen, Sanktionen und Konventionalstrafen die Stadtverwaltung gegenüber dem verantwortlichen Bauträger EVONIK durchführen wird? Welche Sanktionen sieht der Städtebauliche Vertrag von 2003 bei Nichteinhaltung des Vertragswerkes durch den Bauträger vor? Wie lange müssen die Anwohner noch den untragbaren Zustand hinnehmen, dass die Zulieferer und Baufirmen für EVONIK die Baustraße nicht nutzen und immer noch über die Tauben-, Hattrop-, Gleiwitzer- und Meteorstraße das Baugebiet anfahren und anliefern (siehe Fotos von Bernd Kleinert)? Wann greift die Stadtverwaltung endlich im Interesse Ihrer Bürger durch?

Da die Nerven bei vielen Anwohnern inzwischen blank liegen und meine bisherigen Bitten „Über eine baldige Rückmeldung zu allen noch offenen Punkten und Problemfeldern wäre ich Ihnen wie immer dankbar.“ Ihrerseits bisher unbeantwortet blieben, bitte ich um schnellste Bearbeitung des beschriebenen Sachverhaltes.

Mit freundlichen Grüßen
Christian Voigt

Von: Bernd
Gesendet: Mittwoch, 10. November 2010 15:28
An: Christian Voigt
Betreff: Re: Maßnahmen gegen Bauverkehr im Wohnviertel werden von Zulieferern und Bauunternehmen der EVONIK "ausgehebelt" // Welche Kontrollen, Sanktionen und Konventionalstrafen sind im Städtebaulichen Vertrag von 2003 vorgesehen? Durchgreifen der Stadtverwaltung

Hallo Christian,
auch bei uns an der Kometenstraße wird der Poller umgelegt, so dass selbst 40t inzwischen wieder hier reinfahren um dann an den Häuser abzuladen.

lg Bernd

ANMERKUNG: Den Poller, von dem Bernd geschrieben hat, habe ich heute beim Bonni-Spaziergang wieder hineingesteckt >> er weist Schmutzspuren und Verkrümmungen durch das Überfahren auf!

Autor:

Christian Voigt aus Moers

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