Training für den Ernstfall

In einem simulierten Chemieunfall kollidierte ein Linienbus mit einem Kesselwagen. ^Foto: privat
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Die Feuerwehren und Hilfsorganisationen des Kreises Wesel sowie die Werkfeuerwehr des Chemieunternehmens Inovyn haben am vergangenen Samstag, 21. Oktober, auf dem Gelände des Industrieparks in Rheinberg die Zusammenarbeit nach einem schweren Verkehrsunfall mit Austritt von Gefahrengut geübt.

Auch der Krisenstab des Kreises Wesel und die Kreiseinsatzleitung waren an der Übung beteiligt. Sechs Monate dauerte die Vorbereitung auf diese Übung, die von der Kreisverwaltung in Zusammenarbeit mit dem Institut für Gefahrenabwehr GmbH aus Sankt Augustin durchgeführt wurde.
Dabei übten rund 220 Kräfte der Feuerwehren sowie Mitarbeitende der Malteser, der Johanniter und des Deutschen Roten Kreuzes unter anderem aus Wesel, Moers und Xanten realitätsnah den Einsatz im Ernstfall. Das Besondere an der Übung war, dass sie den mitwirkenden Kräften im Voraus nicht bekannt war.
In dem Szenario ist ein Linienbus mit über 20 Personen auf dem Werksgelände der Firma Inovyn unterwegs. Der Busfahrer erleidet einen Herzinfarkt, woraufhin der Bus mit einem Kesselwagen, der zum Transport von Flüssigkeiten und Gasen verwendet wird, kollidiert. Durch den Zusammenstoß werden der Kesselwagen beschädigt und Chemikalien freigesetzt. Die Insassen des Busses sind aufgrund des Aufpralls und der austretenden Chemikalien zum Teil schwer verletzt.
Landrat Dr. Ansgar Müller äußerte sich nach einer ersten Auswertung positiv über die mehrstündige Übung. „Ich danke allen, die an der Übung mitgewirkt haben und hoffe auf das Verständnis der Menschen, die in der ersten Phase der Alarmierung durch die vielen Einsatzfahrzeuge mit Blaulicht verunsichert waren. Wir wollen die Bevölkerung bestmöglich schützen. Mit der Übung am Samstag haben wir unser Konzept zum Katastrophenschutz und die Zusammenarbeit von Krisenstab, Einsatzleitung, Feuerwehren und den Einsatzkräften der Hilfsorganisationen einem wichtigen Test unterzogen.“
In den nächsten vier Wochen erwartet die Kreisverwaltung eine detaillierte Auswertung aller Erkenntnisse aus der Übung. Darin fließt auch die während des Einsatzes durchgeführte Befragung der rund 30 Helfer der DLRG Goch ein, die sich als Verletztendarsteller zur Verfügung gestellt hatten. Anschließend erfolgt eine ausführliche Nachbesprechung.

Autor:

Marc Keiterling aus Essen

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