Falsche Polizeibeamte entwenden 82-jähriger Monheimerin Bargeld
Vor Trickbetrügern wird gewarnt

Am Dienstag, 5. Januar, hat sich ein bislang noch unbekannter Mann einer 82-jährigen Monheimerin als vermeintlicher Polizeibeamter ausgegeben und sich so Zutritt in die Wohnung der Seniorin verschafft. Dort entwendete er eine Geldbörse mit mehreren Hundert Euro Bargeld.

Das war geschehen: Gegen 11.40 Uhr klingelte ein Mann an der Haustür der Frau an der Niederstraße in Monheim am Rhein. Der Mann hielt der Frau einen hellblauen Ausweis in Scheckkartengröße mit der Aufschrift "POLIZEI" vor und gab an, von der Monheimer Kriminalpolizei zu sein. Durch geschickte Gesprächsführung erschlich er sich das Vertrauen der Monheimerin: Hierbei gab er an, für Ermittlungen in einem Betrugsdelikt die Fingerabdrücke der Frau aufnehmen zu müssen. Der Mann setzte die 82-Jährige dabei derart unter Druck, dass sie ihn schließlich in ihr Haus einließ, wo er sie weiter in ein Gespräch verwickelte.

Als der Mann wenig später das Haus verließ, stellte die Frau fest, dass ihre Geldbörse mit mehreren Hundert Euro verschwunden war. Daraufhin meldete sie sich bei der echten Polizei, wo sie den Trickbetrüger wie folgt beschrieb:

  • männlich
  • 40 bis 45 Jahre alt
  • auffallend klein (etwa 1,60 Meter bis 1,70 Meter groß)
  • schlanke Statur
  • hatte einen auffälligen Irokesen-Haarschnitt
  • trug eine graue Weste

Die Polizei fragt: Wer kennt in Monheim am Rhein oder Umgebung eine Person, auf die die Beschreibung des Trickbetrügers zutrifft? Wer hat den Täter möglicherweise beobachtet oder wurde ebenfalls Opfer von dem Trickbetrüger?

Sachdienliche Hinweise nimmt die Polizei in Monheim am Rhein jederzeit unter der Rufnummer (02173) 9594-6350 entgegen.

Die Polizei nimmt diesen Sachverhalt außerdem zum Anlass, um noch einmal eindringlich vor den verschiedenen Maschen von Trickbetrügern zu warnen, welche unter einem Vorwand versuchen, sich Zugang in Wohnungen und Häuser von vornehmlich Seniorinnen und Senioren zu verschaffen.

Die Polizei rät: Lassen Sie keine Fremden in Ihr Haus oder Ihre Wohnung! Vermeintlich hilfesuchende junge Damen oder Männer können es auf Ihr Hab und Gut abgesehen haben! Auch Mitarbeiter der Stadtwerke oder von Telefon- oder Internetanbietern sowie Handwerker kündigen sich in der Regel vor ihrem Besuch an und stehen nicht einfach plötzlich vor Ihrer Haustür. Verlangen Sie immer einen Dienstausweis - doch Vorsicht: selbst diese können gefälscht sein! Melden Sie sich bei Freunden oder Verwandten, oder rufen Sie die Polizei, wenn Ihnen jemand verdächtig vorkommt und vorgibt, in Ihre Wohnung zu wollen.

Autor:

Corinna Rath aus Hilden

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