Ein Abend mit sehr viel Spaß

Tom Gerhardt in seiner Paraderolle als Hausmeister Krause. Seinen Kumpel Herbert vom Dackelclub hat er gleich mitgebracht. Foto: de Clerque
  • Tom Gerhardt in seiner Paraderolle als Hausmeister Krause. Seinen Kumpel Herbert vom Dackelclub hat er gleich mitgebracht. Foto: de Clerque
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Das Kabarettfestival „Spaß.Abende“ sorgt wieder für ein Stimmungshoch in der kalten Jahreszeit. Einen Vorgeschmack auf die Einzelgastspiele in den kommenden Wochen bot am Freitagabend die dreistündige Revue mit Comedy-Star Tom Gerhardt.

Grauer Kittel, brauner Cordhut, kariertes Hemd: So kennen und lieben ihn die Zuschauer. In seiner Paraderolle als Hausmeister Krause moderiert Tom Gerhardt die Revue zum Auftakt der „Spaß.Abende“ im ausverkauften Schauplatz.
Ein bisschen gehetzt und humpelnd kommt er auf die Bühne. Mit Bodo habe er für die Schutzdackelausbildung trainiert, der mache nämlich die Schwarze Tatze. Doch statt dem eigenen Hund hätte der Rottweiler vom Nachbarn zugeschnappt. Zeigen will er dies freilich nicht: „Der Kittel bleibt zu“, gibt er sich gewohnt konservativ. Auch sonst ist alles wie immer: der Lobgesang auf den Dackelclub, die Schikane gegenüber Kumpel Herbert und der ihm eigene trockene Humor.

Zu bieten hat Hausmeister Krause auch einiges, nämlich, die, wie er sagt: „Creme de la Creme der ganzen Kabarettszenerie“. Den Auftakt macht der Engländer Marc Britton, der nach eigener Aussage so gut integriert sei, dass er VW fährt, Weizenbier trinkt, Döner isst und um 22 Uhr die Polizei anruft, wenn bei den Nachbarn eine laute Party gefeiert wird.

Wort- und gestenreich erzählt das Energiebündel aus seinem Leben mit dem Teenager-Sohn im Hotel Mama, in dem er das Zimmermädchen ist, vom I-Pod als Lebenserhaltungssystem und dem durch Castingshows versauten St. Martins-Fest.

Dialekte sind die Stärke von Käthe Lachmann. Ob Wiener Schmäh, Hamburger Platt oder Fränkisch – sie plaudert munter drauf los. Ein Vergnügen ist ihr Groschenroman für Männer und richtig skurril wird es, wenn sie „Nasen-Gitarre“ spielt.

Auch Newcomer Martin Zingsheim kommt beim Publikum bestens an. Wenn er von „Erika Esoteriker“ singt, ein halbes Pfund akademisches Viertel to go bestellt oder den Range Rover als Hausfrauenpanzer bezeichnet, bleibt kein Auge trocken. Ein Höhepunkt ist seine weihnachtliche Totalintegration, bei der Klaus Kinski, Herbert Grönemeyer, Bushido, Hermann van Veen, Bob Dylan und Marcel Reich-Ranicki die Weihnachtsgeschichte singen, rappen und sprechen.

Spaß und gute Unterhaltung gibt es auch mit der a Capella-Gruppe „iNtrmzzo“. Die vier Holländer begeistern mit ihrem wunderbaren Gesang und dem ganz eigenen Humor. Insgesamt ein gelungener Abend. Der Auftakt des Kabarettfestivals – unterstützt von den Stadtwerken – macht definitiv Lust auf mehr. Gelegenheit dazu gibt es bei den Einzelgastspielen von Martin Zingsheim, Käthe Lachmann und Marc Britton in den kommenden Wochen.

Gastspiele

Martin Zingsheim
„Gottes Werk und Martins Beitrag“, Samstag, 30. November, 20 Uhr.

Käthe Lachmann
„Ich werd‘ nicht mehr – ich bin ja schon“, Samstag, 7. Dezember, 20 Uhr.

Mark Britton
„Weihnachten in Britton“, Mittwoch, 18. Dezember, 20 Uhr.

Veranstaltungsort
Die Veranstaltungen finden im Schaustall, Winkelsweg 38, statt.

Karten und Infos Telefon 02173/7944601, www.schauplatz.de.

Autor:

Sabine Polster aus Monheim am Rhein

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