Singer-Songwriterin Reema und Saxophonist Junk-E-Cat zu Gast bei Radio Rakete
Kultur in Corona-Zeiten

Junk-E-Cat versucht auf den Dächern Berlins die Live-Musik zu retten. Am 12. August spricht er darüber im Radio Rakete, am Samstag, 15. August, tritt er an der Freilichtbühne auf.
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  • Junk-E-Cat versucht auf den Dächern Berlins die Live-Musik zu retten. Am 12. August spricht er darüber im Radio Rakete, am Samstag, 15. August, tritt er an der Freilichtbühne auf.
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Bei Radio Rakete, dem Mitmach-Sender des Sojus 7, sind am Mittwoch 12. August, die Singer-Songwriterin Reema aus London und der Saxophon-Performer und Aktivist Junk-E-Cat aus Berlin zu Gast. Beide treten am 15. und 16. August bei der Musikreihe „Nichtival“ auf der Freilichtbühne auf. Im Radio sprechen sie vorab mit Achim Tang, dem Monheimer Artist in Residence der Monheim Triennale, über Kultur in Zeiten der Corona-Pandemie. Die Sendung beginnt um 20 Uhr, einen Stream gibt es im Internet unter www.sojus.de/radio.

„Wir wollen ergründen, was das ‚Live‘ in der Musik ausmacht“, erklärt Achim Tang. Durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie habe sich auch das kulturelle Leben der Gesellschaft verändert. Konzerte und Festivals werden abgesagt, Veranstaltungen finden im Internet oder im Autokino statt. Vor der Musikreihe „Nichtival“, die das Sojus von Donnerstag, 13. August, bis Sonntag, 16. August, auf der Freilichtbühne an der Kapellenstraße organisiert, wolle man gemeinsam überlegen, was Live-Musik bedeutet und welche neuen Möglichkeiten durch die gegebene Situation entstehen. „Vielleicht gibt es neben der Hoffnung auf die Rückkehr zur Normalität auch andere Wege, mit den Herausforderungen umzugehen“, fragt Tang.

Besonderer Auftritt

Der Berliner Musiker Junk-E-Cat verwebt akustische und elektronische Elemente zu einer Klangwelt, in der Saxophone und Bassklarinetten, sowohl arrangiert, als auch solistisch, mit elektronischem Fingerdrumming, Samples und Loops verschmelzen. Die maskierte Figur tritt in Clubs und auf Festivals auf. Zudem erkundet sie entlegene industrielle Orte, um an diesen eigene Beats und Stücke zu inszenieren. Als im Frühjahr 2020 alle Konzerte abgesagt wurden, sah sich Junk-E-Cat zu einer neuen Mission berufen: Die Rettung der Live-Musik in seiner Wahlheimat Berlin durch Guerilla-Konzerte von den Dächern für die Menschen, die auf ihren Balkonen und Fenstern lauschen und tanzen. Nun geht die Künstler-Gruppe um Junk-E-Cat das erste Mal auf eine kleine Tour ins Rheinland. „Einige unserer Ehrenamtlichen haben Junk-E-Cat auf einem Festival gesehen. Uns war schnell klar, dass wir so etwas Experimentelles gerne präsentieren wollen“, erklärt Sojus-7-Leiter Christian Kaindl. Gemeinsam mit Silentbass aus der Schweiz soll es deshalb einen ganz besonderen Auftritt geben, der den Charakter des Künstlers zum Ausdruck bringen wird. Das Konzert findet am Samstag, 15. August, um 21.30 Uhr statt.

Musik als Sprachrohr

Sarah Reema Kaydar wurde 1985 in London geboren, wuchs als Tochter von Marius Müller-Westernhagen mit Künstlern und Musikern auf und begann mit sieben Jahren Songs zu schreiben. Neben ihrer Leidenschaft für die Malerei diente das Schreiben und Darbieten ihrer eigenen Musik als Sprachrohr für vielschichtige Gefühle und Erfahrungen der sonst eher in sich gekehrten Künstlerin. Mit 17 Jahren gründete sie zusammen mit Freunden die Post-Punk-Band Battlekat. Mit ihrer Band Mimi and the Mad Noise Factory spielte sie zahlreiche eigene Konzerte sowie Support-Shows für die Kaiser Chiefs, Imagine Dragons und Biffy Clyro. In Folge einer Rückbesinnung begann Reema wieder vermehrt zu zeichnen und sich musikalisch auf das Wesentliche – ihre Stimme und ihr Gitarrenspiel – zu reduzieren. Zuletzt machte sie ihren gebürtigen Zweitnamen Reema zum Projektnamen und entwickelte ein intimes, akustisches Live-Format. Das Konzert findet am Sonntag, 16. August, um 14 Uhr statt. Zur Eröffnung spielt die Singer-Songwriterin Dafni.

Live auf der Bühne

„Mit ihren unterschiedlichen Hintergründen und Erfahrungen sind beide Künstler die perfekten Gesprächspartner“, freut sich Tang. „Umso mehr freue ich mich aber auch, dass wir die Möglichkeit haben, sie wenige Tage später live zu sehen.“ Das Sojus 7 lädt vom 13. bis zum 16. August zur Musikreihe „Nichtival“ auf der Freilichtbühne an der Kapellenstraße. Auf der Bühne stehen neben Reema und Junk-E-Cat auch Bands wie The O´Reillys and the Paddyhats, Flaschenkindaer, Lendgold, Giirl, Silentbass und am 14. und 15. August die Bands Randale und Heavysaurus für Kinder. Informationen zu allen Veranstaltungen der Musikreihe und Tickets gibt es ausschließlich unter www.sojus.de/tickets. Junk-E-Cat versucht auf den Dächern Berlins die Live-Musik zu retten. Am 12. August spricht er darüber im Radio Rakete, am Samstag, 15. August, tritt er an der Freilichtbühne auf.

Junk-E-Cat versucht auf den Dächern Berlins die Live-Musik zu retten. Am 12. August spricht er darüber im Radio Rakete, am Samstag, 15. August, tritt er an der Freilichtbühne auf.
Reema hat ihren Zweitnamen zum Projektnamen gemacht und ein intimes, akustisches Live-Format entwickelt. Am 12. August spricht sie darüber im Radio Rakete, am 16. August tritt sie an der Freilichtbühne auf.
Autor:

Corinna Rath aus Hilden

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