„Öffentliches Erntedankfest“ fand großen Zuspruch - Knapp 1.000 Gäste nahmen daran teil

Zahlreiche Monheimerinnen und Monheimer nahmen am Erntedankfest teil
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  • hochgeladen von Bernd-M. Wehner

Mit einem „Ökumenischen Gottesdienst“, der von Pfarrer Till-Karsten Hesse, von der Evangelischen Kirche, und Pfarrer Burkhard Hoffmann, von der Katholischen Kirche, geleitet wurde, begann das erste „Öffentliche Erntedankfest“ am Sonntag, den 30. September 2018, auf der Krischerstraße. Nicht zuletzt dank des schönen Wetters nahmen knapp 1.000 Gäste, darunter auch viele Muslime, an dieser zweiten Großveranstaltung im Rahmen des interreligiösen Dialogs in Monheim am Rhein teil. Den Auftakt bildete das am 3. Juni 2017 durchgeführte „Öffentliche Fastenbrechen“. Der Erfolg der beiden Veranstaltung zeigte, dass das „Miteinander der Kulturen“ hier in Monheim kein Schlagwort ist, sondern dass es vor allem praktiziert wird.

Gedanken des Teilens und des Dankes stehen im Vordergrund

Der Gottesdienst stand unter dem Motto „Der Tisch ist reich gedeckt“. Schließlich stellt das Erntedankfest für Christen den Gedanken des Teilens in den Vordergrund. Und hierzu gehört auch das Mit-Teilen mit den Angehörigen anderer Religionsgemeinschaften. Gleichzeitig sagen
Christen traditionell Dank für das tägliche Brot aber auch für Wohnung und gute Nachbarschaft. Deshalb treten sie auch für ein friedliches und respektvolles Miteinander der Kulturen ein. Musikalisch wurde die Feier durch den Evangelischen Bläserkreis unter der Leitung von Gisela Schmelz und einem Projektchor, dem Christen beider Konfessionen angehörte, begleitet. Der Chor wurde von Ute Merten, Kirchenmusikerin an St. Gereon und Dionysius, geleitet.

In seiner Predigt ging Pfarrer Hesse auf „Die Speisung der Fünftausend“ ein. Mit diesem Brotwunder habe Jesus deutlich gemacht, dass Gottes Großzügigkeit alle menschlichen Vorstellungen sprenge. „Deswegen sind auch wir aufgerufen“, so Hesse, „den Menschen, die in Not sind, zu helfen und mit ihnen zu teilen.“ Pfarrer Hoffmann wies zu Beginn des Gottesdienstes darauf hin, dass nur im Miteinander ein gutes Zusammenleben gelingen könne. Mit einigen Kindern zeigte er auf, welche Gaben die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) dekorativ vor dem Altar aufgebaut hatten. Gleichzeitig dankte er allen Helferinnen und Helfern für ihr großes Engagement und den Gästen für ihre großherzigen Spenden.

Nach dem Gottesdienst würdigte Lukas Risse, stellv. Bürgermeister, in einem Grußwort das große Engagement der Veranstalter. Nur durch solche gemeinsamen interreligiösen Aktionen könne es gelingen, dass ein friedliches Miteinander möglich und gelebte Wirklichkeit werde. In weiteren Grußworten lobten u.a. Michael Szentei-Heise, als Vertreter der Jüdischen Gemeinde in Düsseldorf, Mohamed Adib, für die türkische DiTiB-Gemeinde, Abdelmalek Bouzahra, für den Integrationsrat, und Bernd-M. Wehner, für den KKV-Gesprächskreis „Christen treffen Muslime“, das gute Miteinander der Kulturen in der Gänselieselstadt. Gemeinsamer Tenor: In einer unruhigen Welt wolle man zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sich als eine starke Gemeinschaft verstehen, die über Toleranz und ein friedliches Miteinander nicht nur reden, sondern sie auch praktizierten.

Nach dem offiziellen Teil kam man bei Kaffee und Kuchen schnell ins Gespräch. Ergänzt wurde das Speiseangebot durch eine leckere türkische Linsensuppe, die von der DiTiB-Gemeinde zubereitet und gespendet wurde. Und die langen Tischreihen mit ihren gelben und lilafarbenen Decken – den Farben der Katholischen und Evangelischen Kirche – sowie den bunten Blumen boten zudem ein malerisches Bild.

Besucher spendeten Lebensmittel für „Die Tafel“

Damit der Gedanke des Teilens aber nicht nur eine Worthülse blieb, baten die Veranstalter im Vorfeld die Teilnehmer des Festes um Spenden von haltbaren Lebensmitteln wie Obst, Gemüse, Konserven usw. Diese wurden zu Beginn des Gottesdienstes auf einem Extra-Tisch dekorativ aufgebaut und nach der Feier der Tafel des SKFM zur Verfügung gestellt.

Kurzum: Fröhlichkeit, viele Begegnungen und neue Erkenntnisse haben das gute Miteinander von Menschen aus allen Kulturkreisen in Monheim weiter gefördert. „In einer unruhigen Welt haben wir gezeigt, dass die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Monheim am Rhein nicht übereinander, sondern vor allem miteinander sprechen“, so das Fazit der Veranstalter.

Im Übrigen findet man unter https://www.facebook.com/kkmonheim/ weitere Fotos vom ersten Öffentlichen Erntedankfest.

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